Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben


Der Bergpark: Ein wunderschöner Kandidat fürs Welterbe

7. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Feuilleton 

Der 240 Hektar große Bergpark mit dem Herkules, dem Oktogon, den Wasserspielen, dem Schloss und der Löwenburg gilt als einer der größten und schönsten Bergparks in Europa. Ein einzigartiges Zeugnis fürstlicher Selbstdarstellung.

Am Steuer: Heinz Jordan hat das älteste Bergrennen Deutschlands wiederbelebt. Neben ihm Vertreter des Hauptsponsors Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG): Vorstand Udo Corts und Jürgen Lapp, Direktionsleiter Kassel.

Am Steuer: Heinz Jordan hat das älteste Bergrennen Deutschlands wiederbelebt. Neben ihm Vertreter des Hauptsponsors Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG): Vorstand Udo Corts und Jürgen Lapp, Direktionsleiter Kassel.

Einer der größten und schönsten Bergparks Europas
Der Park ist ein außergewöhnliches Erholungsgebiet für Körper und Seele. Ausflugsziel für tausende von Besuchern. Mit seinen historischen Gebäuden, seltenen Pflanzen und traumhaften Wasserkünsten bietet der Bergpark Wilhelmshöhe viele Attraktionen. Zurzeit wird im Bergpark eifrig saniert und restauriert. Für 3 Millionen Euro soll die Wasserkunst im kommenden Jahr saniert werden. Rund 30 Millionen Euro fließen derzeit jeweils in die Sanierung von Herkules und Löwenburg.

Millionen fließen in die Sanierung der Kunstwerke
Sanierungsprojekte, die im Rahmen der Museumslandschaft Hessen Kassel umgesetzt werden sollen – insgesamt sollen in die Museumslandschaft rund 200 Millionen Euro investiert werden.
Gleichzeitig steht der Bergpark mit Oktogon, Herkules und Wasserspielen auf der Vorschlagsliste der UNESCO für das Weltkulturerbe. Der Antrag der zum Erfolg führen soll, wird derzeit im Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Kooperation mit der Museumslandschaft Hessen Kassel und dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst erarbeitet. Im Januar 2011 soll er bei der UNESCO in Paris eingereicht werden, für 2012 wird dann eine Entscheidung erwartet.

Anspruchsvolles Projekt für Stadt und Land
Das Ganze ist ein Riesen-Projekt für die Stadt und die Region. Man erhofft sich mit dem Aufstieg in den Himmel der Weltkulturerbe-Stätten viel für Kassel. Kulturelles Ansehen, Touristen, letztendlich auch eine Ankurbelung der Wirtschaft. Zum Bewerbungsverfahren gehört es deshalb auch, den Bergpark mit all seinen Facetten genau unter die Lupe zu nehmen.

Welterbe-Bewerbungsverfahren ist aufwendig
Von 1923 bis 1927 war der Park auch für seine Autorennen berühmt. Der Bergpreis von Kassel, hoch zum Herkules, war legendär. Seit 2005 gibt es wieder alle zwei Jahre einen Oldtimer-Bergpreis unter den wachsamen Augen des Herkules. Im Jahr 2009 stand die Marke Bugatti im Mittelpunkt des Geschehens und lockte tausende von Gästen an die Strecke. Doch der Bergpreis löste auch Diskussionen darüber aus, ob solch eine Veranstaltung in das Park-Konzept hin zum Weltkulturerbe passt. Ebenso wie über Konzerte und Kapazitäten im Park diskutiert wird, wird auch über Autos, Abgase und Streckenführung geredet.

Der historische Herkules-Bergpreis als Werbung für die Stadt
Das älteste Bergparkrennen Deutschlands solle bleiben, äußerte sich Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Es sorge für internationales Flair, locke Zuschauer an und sei Werbung für die Stadt und das Welterbe, hieß es aus dem Kasseler Rathaus. Zudem sei es mehr ein Demonstrationslauf historischer Fahrzeuge denn ein Rennen. Hessens  Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann äußerte kürzlich in den Kasseler Gesprächen, ohne in Einzelheiten zu gehen, dass sie sich eine Vereinbarkeit von Bewerbung und Bergrennen vorstellen könne.

Historischer Herkules-Bergpreis auch im Jahr 2011
Nach Gesprächen gibt es nun für alle Oldtimer-Fans wieder einen neuen Termin: Im Jahr 2011 am 19. Juni werden sich wieder Oldtimer vor dem Schloss und im Park zeigen. Es wird eine geänderte Streckenführung geben, um die Welterbe-Bewerbung nicht zu gefährden. Für Heinz Jordan, Auto-Fan und engagierter Motor hinter dem historischen Bergpreis, eine frohe Botschaft. Er plant schon die nächsten Runden vieler polierter Oldtimer in Kassel. „Das Bergpark-Ambiente ist unschlagbar. Wir gehen sorgsam mit unserer Verantwortung als Veranstalter um, und wissen den einzigartigen Park zu schätzen.“ Mit Glück klappt alles: Und Veranstaltungen, historischer Herkules-Bergpreis und Welterbe-Prädikat gehen eine schwungvolle Verbindung für die Stadt Kassel ein.


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