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Deutscher Bürgerpreis: Oberbürgermeister Hilgen gratuliert Streetbolzern

15. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Der zweite Platz des Deutschen Bürgerpreises 2016 ging an die Streetbolzer aus Kassel. Die Initiative „für mich. für uns. für alle“, der auch Bundestagsabgeordnete angehören, ehrte diesen Verein in Berlin in der Kategorie Alltagshelden.

Wurden beim Deutschen Bürgerpreis 2016 ausgezeichnet: David Zabel, Sabine Pach, Willi van den Berg und Mustafa Gündar (im Bild von links). Foto: Stadt Kassel

Wurden beim Deutschen Bürgerpreis 2016 ausgezeichnet: David Zabel, Sabine Pach, Willi van den Berg und Mustafa Gündar (im Bild von links). Foto: Stadt Kassel

„Es gibt kaum einen Bereich, in dem Integration einfacher gelingt, als im Sport. Die Streetbolzer leisten hier seit Jahren eine hervorragende Arbeit, indem sie Mädchen und Jungen bei ihren persönlichen Interessen und Neigungen ansprechen und abholen. Sie ermöglichen ihnen, sich sportlich zu messen und dabei miteinander ins Gespräch zu kommen. Rassismus und Diskriminierung haben keine Chance, wenn man sich kennt und miteinander spricht“, erklärt Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der den Streetbolzern gratuliert.

Den Glückwünschen des Oberbürgermeisters schließt sich Stadträtin und Jugenddezernentin Anne Janz an: „Die „Streetbolzer“ stehen für eine engagierte, erfolgreiche und innovative Jugendarbeit, die ein faires Miteinander und die Selbstverantwortung der Jugendlichen fördern und stärken.“

Die Initiative „für mich. für uns. für alle“ würdigte mit dem Deutschen Bürgerpreis in diesem Jahr besonders Personen, Projekte und Unternehmer, die Menschen die Integration in die Gesellschaft erleichtern. Die Jury hatte aus über 1.600 Bewerbungen die sechs Nominierten in den Kategorien „U21“ und „Alltagshelden“ für das Finale ausgewählt – darunter den Kasseler Verein Streetbolzer.

Unter dem Motto „kreativ – fair – antirassistisch“ veranstaltet der Verein jährlich rund 20 Straßenfußballturniere. Die Jugendlichen spielen nicht nur bei Turnieren mit, sondern übernehmen als Teamer auch die Organisation und Teile der Vereinsarbeit. In diesem Jahr hatte er zum Beispiel unter dem Motto „Heimspiel für Geflüchtete“ rund 100 Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung zum Fußballspielen eingeladen.

Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vereins das „Streetbolzer TV“ initiiert, um die Straßenfußballer für Medien zu begeistern. Damit wollen sie junge Menschen für eine gemeinsame Aufgabe motivieren, die Spaß macht, und sie so in die Gesellschaft integrieren.

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