Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Einfach dran und weg

8. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Schneller Einkauf mit der Bankkarte – 400 Geschäfte machen den Anfang
Gemeinsam gaben die Kasseler Bank, die Raiffeisenbank Baunatal, die Volksbank Göttingen und EDEKA-Hessenring den Startschuss zu einem bundesweiten Pilotprojekt: dem bargeldlosen Zahlen per girocard, der klassischen Bankkarte also.

Einfacher geht es nicht mehr. Einkaufen bis maximal 25 Euro, an die Kasse gehen, Karte kurz an das kleine Terminal halten, fertig. Und schneller ging es auch noch nie. Kein PIN, keine Unterschrift. Und dennoch sicher. Denn bei einem polizeilich gemeldeten Diebstahl oder dem Verlust der Karte haftet die jeweils betroffene Bank bis zu einer Höhe von 100 Euro. Zu erkennen sind Karten mit dieser Funktion an den vier von links nach rechts größer werdenden, stilisierten Funkwellen auf der Vorderseite der Karte.

Walter Baczewski, Marketingleiter der Kasseler Bank, demonstriert die einfache Handhabung der Karte. Foto: Mario Zgoll

Walter Baczewski, Marketingleiter der Kasseler Bank, demonstriert die einfache Handhabung der Karte. Foto: Mario Zgoll

Auch PIN manchmal nötig
Das Prinzip ist grundsätzlich simpel. Ein kleiner Funkchip in der Karte registriert den Einkauf, das Geld wird automatisch vom Konto abgebucht. Bis zu vier Mal kann man so den schnellen Einkauf genießen, danach schaltet die Funktion ab. Danach reicht ein weiterer Einkauf mit Verwendung der PIN-Nummer oder der Besuch beim Geldautomaten, und das System funktioniert wieder. Übersteigt der Betrag die 25 Euro, so ist nach wie vor die Eingabe der PIN nötig.

Schon zu Beginn des bundesweiten Projekts ist die Zahl jener Geschäfte, in denen man die kontaktlose Zahlweise nutzen kann, groß. Bereits jetzt nehmen 48 Märkte der EDEKA-Gruppe in Nordhessen und Südniedersachsen im Raum Göttingen/Northeim und im thüringischen Eichsfeld teil, darüber hinaus rund 350 Einzelhändler. Und die Teilnehmerzahl soll deutlich größer werden – im Frühjahr plant der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, das bargeldlose Verfahren per girocard bundesweit einzuführen.

Alle könnten profitieren
Vorteile sehen alle Beteiligten. Die Bewegung der unglaublichen Mengen an Bargeld, die täglich in den Märkten benutzt werden müssten, sei teuer und aufwändig, so Edeka-Chef Hans-Richard Schneeweiß. Zudem würden mit bargeldlosem Zahlen die Chancen für das in Umlauf bringen von Falschgeld deutlich sinken. Michael Osse, Vorstand der Kasseler Bank, sieht auch für Geldinstitute und Kunden gleichermaßen Vorteile. „Durch den zunehmenden bargeldlosen Zahlungsverkehr haben die Banken erheblich weniger Arbeit mit Papier- und Münzgeld und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit und den Schutz vor Diebstahl. Deshalb, so Osse, sei er „stolz darauf, deutschlandweit die Ersten zu sein, die das kontaktlose Bezahlen auf die girocard bringen und dies ihren Kunden und dem Handel ermöglichen“.

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