Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Humor und Lebensfreude schätzt er

12. Januar 2015 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Rat der Ehrenritter zeichnet Bischof Martin Hein mit Zwehrenturm-Orden aus

Für manche Menschen ist Karneval die fünfte Jahreszeit. Das muss es bei mir nicht sein. Gut finde ich die Narrenfreiheit – offene und geistreiche Kritik, ohne gleich Folgen befürchten zu müssen“, betont Prof. Martin Hein.

Ein Ehrenritter aus Metall und drei aus Fleisch und Blut: Andreas Fehr, Bischof Prof. Martin Hein und Dieter Michel (v.l.). Foto: nh

Ein Ehrenritter aus Metall und drei aus Fleisch und Blut: Andreas Fehr, Bischof Prof. Martin Hein und Dieter Michel (v.l.). Foto: nh

Dem Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kurhessen-Waldeck verleiht der Rat der Ehrenritter Kassel seine höchste Auszeichnung. „Bei unserer Gala am 24. Januar werden wir Bischof Prof. Hein mit dem Großen Orden Zwehrenturm ehren“, kündigt Präsident Andreas Fehr an.

Die Freude am närrischen Treiben hatten die Eltern dem späteren Theologen keineswegs in die Wiege gelegt. „Karneval war bei uns zu Hause verpönt“, berichtet Hein. Dem stand entgegen, dass er in Hanau aufwuchs. Im Rhein-Main-Gebiet wird bekanntlich kräftig gefeiert. Der Bischof: „Durchaus ging es auch mal zum Mainzer Fastnachtsumzug.“

Ein Lächeln prägt Heins Miene, wenn er an die Aspekte denkt, die ihn am Karneval besonders gefallen. „Am meisten sprechen mich Büttenreden an. Vor allem, wenn sie in gereimter Form vorgetragen werden“, macht er deutlich und verweist darauf, dass da „viel Arbeit“ hinter stecke.

„Jesus war kein Kostverächter“
Wer die Bibel liest, dem fällt auf, dass Humor und Lebensfreude, zentrale Aspekte der fünften Jahreszeit, viel mit der Lehre Jesu Christi zu tun haben. Welche Rolle spielen beide Punkte im Leben des Bischofs? Hein: „Jesus war, wie die Geschichte vom Weinwunder in Kanaa zeigt, kein Kostverächter. Und Gott, davon bin ich überzeugt, hat bestimmt Humor.“ Nicht zuletzt im Alltag hält er Schalk und Witz für hilfreich. Das gelte, wenn Spannung in der Luft liege, „wenn es hart auf hart kommt“. „Denn Humor schützt davor, dass man vor Ärger platzt“, unterstreicht er.

Von Meibom hält die Laudatio
Die Ehrenritter pflegen karnevalistisches Brauchtum. Regelmäßig engagiert sich der 60 Mitglieder starke Kreis für gute Zwecke. Über 250.000 Euro konnten bereits zur Verfügung gestellt werden.

„Bei unserer Gala im Januar ehren wir eine Persönlichkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik“, erläutert Sitzungspräsident Dieter Michel. So wurden unter anderemProf. Rolf-Dieter Postlep und Georg von Meibom ausgezeichnet. Letztgenanntem kommt am 24. Januar die Aufgabe zu, die Laudatio auf Bischof Hein zu halten.

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