Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Jazz für Ohr und Herz

17. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Der Förderverein Kasseler Jazzmusik veranstaltet vom 31. Oktober bis zum 10. November das 22. Jazzfest Kassel

Wie klingt ein Quartett aus vier Kontrabässen? Und wie hört es sich an, wenn der vor Spielfreude überschäumende Saxofonist James Carter die alten Stücke der Gypsy-Jazz-Legende Django Reinhardt ins Heute holt? Die Antworten gibt das Jazzfest Kassel. Vom 31. Oktober bis zum 10. November präsentiert der Förderverein Kasseler Jazzmusik ein stilistisch weites Programm mit internationalen Stars und heimischen Musikern. In diesem Jahr ist das Jazzfest besonders groß, da der Förderverein neue Kooperationspartner gewonnen hat. Bewährt haben sich die Spielstätten Kulturzentrum Schlachthof, Gleis 1 und Staatstheater (tif und Schauspielhaus). In neuen Kooperationen kommen nun Konzerte im Theaterstübchen und im Kulturbunker hinzu.

Lange Jazznacht im Gleis 1

Ein Meister des Ausdrucks: Daniel Guggenheim. Foto: Charleville

Ein Meister des Ausdrucks: Daniel Guggenheim. Foto: Charleville

Beim Festivalstart am 31. Oktober verwandelt sich das Gleis 1 in einen Jazzclub, in dem Musiker aus der regionalen Szene vom Duo bis zur großen Besetzung aufspielen – ein bei Zuhörern wie Spielern gleichermaßen beliebter Event. Am Folgetag gastiert das Basz Kontrabassquartett um Dieter Manderscheid bei der Reihe Shelter Sounds im Kulturbunker, und wieder einen Tag später lädt man in den Schlachthof zum Workshop-Konzert mit Dozenten und Teilnehmern.

In den Schlachthof kommt auch das Daniel Guggenheim New York Quartet, bevor das von einer Rhythmusgruppe verstärkte Kasseler Saxofonquartett sein „Four Brothers Project“ im Theaterstübchen steigen lässt. Das Trio des Gitarristen Philipp van Endert bringt Noblesse ins tif. Als Schmankerl gibt es im Schlachthof eine Festival-Jam-Session mit ausgewählten Musikern wie Ernst Bier, Ulli Orth, Matthias Schubert, Berthold Mayrhofer, Ursel Schlicht und Detlef Landeck. Zu den traditionellen Höhepunkten des Jazzfests zählt der Abend im Schauspielhaus. Auf die Eröffnung mit der gemeinsamen Bigband der Jacob-Grimm-Schule und Heinrich-Schütz-Schule folgt ein exquisites Hauptprogramm mit der Band Unity6 feat. Ernst Bier und Matthias Schubert sowie dem Trio des US-Bassisten Christian McBride.

„Django Unchained“ im Theaterstübchen

Die beiden letzten Abende führen wieder ins Theaterstübchen. Das James Carter Organ Trio huldigt der Devise „Django Unchained“. Die International Škoda Allstar Band mit Gastsängerin Norma Winstone lässt am 10. November das Jazzfest ausklingen. Wie beschreiben die Veranstalter das reiche Angebot des Festivals: „Jazz für Ohren, Seele, Herz und Augen!“

Weitere Infos unter der Rubrik Jazzfest auf der Homepage www.jazzvereinkassel.de

Tags: , , , , ,

Schreibe einen Kommentar