Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Smartphones im Mittelpunkt unseres Daseins

19. Dezember 2014 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Vom Nutzen der digitalen Revolution für Unterehmen
Eine spannende Zeitreise in die schöne neue digitale Welt unternahmen die rund 100 Teilnehmer bei einem Vortrag mit Professor Dr. Andreas Mann im Gießhaus der Universität Kassel. Eingeladen zu dem Vortrag „Fit für die Zukunft: Alte Tugenden und neue Kompetenzen für den Unternehmenserfolg“ hatte das Unternehmernetzwerk Vericom 10, ein Zusammenschluss von bekannten und neuen Querdenkern, engagierten und kreativen Köpfen aus verschiedenen Branchen der nordhessischen Wirtschaft. Die Kasselänerin und TV-Moderatorin Katja Momberg führte versiert und charmant durch den Abend.

Foto: Mario Zgoll

Foto: Mario Zgoll

Der Wirtschaftswissenschaftler und Leiter des Dialog Marketing Competence Centers der Universität Kassel, Dr. Andreas Mann, schlug zunächst den Bogen von der industriellen bis zur digitalen Revolution, berichtete über Zukunftstrends und ging dann auf den konkreten Nutzen für Unternehmen ein. „Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurde damals der Grundstein für die industrielle Revolution gelegt, ganze Industriezweige und Fertigungsstrukturen haben sich dadurch radikal verändert. Der Dampf der heutigen Revolution heißt Internet“, referierte Mann. Auch die digitale Revolution habe ganze Wirtschaftszweige verändert und diese Entwicklung sei noch lange nicht abgeschlossen, so Mann weiter. „Durch das Internet wird die Produktion demokratisiert. Das bedeutet, der Kunde steht im Zentrum und kann mitentscheiden, welche Produkte er beispielsweise selbst mit seinem 3D-Drucker zu Hause produzieren möchte.“ Für das produzierende Gewerbe sei es heute umso wichtiger, das Knowhow als Schatz zu betrachten, nicht den Fertigungsprozess per se. Denn die Baupläne mit denen der 3D-Druck erst zustande kommt, müssen weiterhin erstellt werden.

Alles was digitalisierbar ist werde mobil, „Smartphones haben wir zum Mittelpunkt unseres Daseins gemacht“, sagte Mann. In der Zukunft werde es keine Ausnahme mehr sein, seinen Kühlschrank per App zu befüllen, die Rollläden runterzulassen oder mit dem Handy zu bezahlen. Auch die Bordcomputer der Autos würden in Zukunft miteinander in Echtzeit kommunizieren, um Verkehrsbehinderungen frühzeitig zu erkennen und auszuweichen.

Die Repräsentanten des Unternehmernetzwerkes Vericom 10: Mattias Göbel (BÜRO und WOHN DESIGN), Ahmed G.-Vesely (Nordhessen.Net), Wolfgang Muster (MC Group), Karin Küpper (Küpper&Spohr) sowie Prof. Dr. Andreas Mann (hinten v.l.). Vorne: Martin Lübcke (EleKtro Lübcke), Ralf Spohr (Küpper&Spohr), Prof. Dr. Gerdum Enders (Global Mind) und Hinrich Könemann (MC Group) (v.l.). Foto: Mario Zgoll

Die Repräsentanten des Unternehmernetzwerkes Vericom 10: Mattias Göbel (BÜRO und WOHN DESIGN), Ahmed G.-Vesely (Nordhessen.Net), Wolfgang Muster (MC Group), Karin Küpper (Küpper&Spohr) sowie Prof. Dr. Andreas Mann (hinten v.l.). Vorne: Martin Lübcke (EleKtro Lübcke), Ralf Spohr (Küpper&Spohr), Prof. Dr. Gerdum Enders (Global Mind) und Hinrich Könemann (MC Group) (v.l.). Foto: Mario Zgoll

Kunde im Mittelpunkt,
nicht das Produkt
Für das Marketing von Unternehmen bedeute das Internet eine wahre Reformation: es gehe um Relevanz statt Reichweite. Tagtäglich wird jeder Mensch mit rund 6.000 Werbekontakten überflutet. Die Ansprache des Kunden über soziale Netzwerke ermöglicht es, Werbung zu individualisieren und nur relevante Inhalte zu transportieren. Der Kunde müsse im digitalen Zeitalter im Mittelpunkt stehen, nicht das Produkt.

Die Digitalisierung scheint übrigens bis über den Tod hinaus eine zentrale Rolle zu spielen: das zeigt der Trend, dass immer mehr QR-Codes auf Grabsteinen nachgefragt werden. Der QR-Code kann mit dem Handy eingescannt werden und verweist dann automatisch auf die Internetseite des Verstorbenen oder eine entsprechende online Kondolenzseite.

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