Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Vom Flughafen bis zu seltenen Erden

5. Januar 2013 | Von | Kategorie: Gesellschaft 

Netzwerken im Netzwerk – so lautet der Leitgedanke, wenn das Netzwerk Hessen-China im Herbst zu seinen Kamingesprächen ins Schloss Waldeck lädt. Bei der siebten Auflage Ende Oktober nutzten 50 Teilnehmer diese Chance ausgiebig. Das chinesische Generalkonsulat in Frankfurt repräsentierte Konsul Xiaolu Liu, der den Bildungsbereich leitet. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen vertraten die hessische Wirtschaft; zu ihnen zählten Karsten Stückrath (Alstom), Dr. Meinrad Lugan (B. Braun Melsungen), Lars Andersen (Berenberg-Bank), Frank Laaber (German E-Cars), Rolf Kieckebusch (Kirix Vermögensverwaltung), Ulrich Spengler (IHK Kassel), Klaus Teebken (Konvekta) und Prof. Claudia Finkbeiner (Uni Kassel).

Das Netzwerk Hessen-China kam zu Kamingesprächen in Schloss Waldeck zusammen. Foto: Mario Zgoll

Das Netzwerk Hessen-China kam zu Kamingesprächen in Schloss Waldeck zusammen. Foto: Mario Zgoll

Breiten Raum nahm der Bericht über die Reise ein, die eine Delegation des Netzwerks Mitte Juni nach Ürümqi geführt hatte, den neuen Volkswagen-Standort. Ürümqi gilt als Hauptstadt der Seidenstraße, gelegen in der aufstrebenden autonomen Provinz Xin Jiang. „Parteisekretär Zhang vom Uygurischen Autonomiegebiet Xinjiang setzt sich für die Flugverbindung nach Kassel ein“, erläuterte Alfred Schmidt, Staatsminister a.D. und Präsident des Netzwerks.

Mit von der Partie gewesen war der Sonderbeauftragte für Wirtschaftskooperationsfragen mit der Volksrepublik China, Staatsminister a.D. Dieter Posch. In seinem Beisein unterzeichnete das Netzwerk verschiedene Absichtserklärungen mit den Provinzen Hunan und Gansu sowie dem Autonomiegebiet Xinjiang.

Darüber hinaus nutzte die Delegation die Gelegenheit, um in Ürümqi, im uygurischen Autonomiegebiet Xinjiang, „mit Parteisekretär Zhang Chunxian ein konstruktives Gespräch zu führen“, so Kai Lorenz Wittrock, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Kassel. Das erste Treffen soll den Auftakt für die intensivere Zusammenarbeit auf den Feldern Wirtschaft und Luftverkehr markieren. Parteisekretär Zhang sieht im Flughafen Kassel die Option, eine direkte Flugverbindung von Ürümqi nach Hessen zu etablieren.

Ende August winkt die nächste Reise
Dem Ausbau der kulturellen Beziehungen will sich das Netzwerk weiterhin nachhaltig widmen. Insbesondere gilt das für die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen, die forciert werden soll. Im Fokus steht nicht zuletzt die Universität Kassel.

Die Kooperation mit dem Uygurischen Autonomiegebiet Xinjiang rückt immer stärker in den Blickpunkt. In dem Kontext will das Netzwerk im Spätsommer 2013 erneut zu einer Geschäftsreise ins Reich der Mitte aufbrechen. Die Themenpalette ist umfangreich. Der neue VW-Standort gehört ebenso dazu wie der Flughafen, der Bereich Öl und Gas, seltene Erden sowie Fragen rund um die Windenergie.

„Wir wollen unsere Mitgliedsunternehmen unterstützen, ihre Kontakte auszubauen. Dabei spielt der neue Bereich Luft- und Raumfahrt eine wichtige Rolle“, blickt Wittrock in die Zukunft. Die Waldecker Kamingespräche erwiesen sich dazu als hilfreiche Plattform.

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