Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Urbanes Leben – jetzt erst recht!

26. November 2015 | Von | Kategorie: Kommentare und Grußworte 
Björn Schönewald, Stellvertretender Verlagsleiter und Chefredakteur der A. Bernecker Verlag GmbH. Foto: Mario Zgoll

Björn Schönewald, Stellvertretender Verlagsleiter und Chefredakteur der A. Bernecker Verlag GmbH. Foto: Mario Zgoll

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Vorweihnachtszeit ist da und mit ihr erwacht das innerstädtische Leben aus der November-Tristesse. Fröhliche Menschen, gesellige Zusammentreffen und eine irgendwie versöhnliche Jahresendstimmung, die alles Gewesene vergessen macht und auf ein neues, gutes und glückliches Jahr einstimmt, stehen dann im Vordergrund meiner Wahrnehmung. Der Märchenweihnachtsmarkt in Kassel ist für mich Sinnbild dieser Zeit, in der man zwischen allem Trubel zur Ruhe kommt.

Hat der 13. November das alles verändert? Ist es für Sie eine Frage geworden, ob Sie große öffentliche Ereignisse besuchen? Verstehen könnte ich es, aber hoffen will ich es nicht! Sollten wir etwa einknicken vor dem, was einige Extremisten tun, um den westlichen Lebensstil anzugreifen? Wir dürfen uns nicht abkapseln, verstecken, wegducken, weil schlimme Dinge in Europa passieren – und dies in Zukunft sicherlich häufiger. Im Gegenteil: Genießen Sie das, was Ihre Stadt ausmacht! Kultur, Gastronomie, die vielen Veranstaltungen und eben auch den Weihnachtsmarkt!

Der Weihnachtsmarkt in Kassel hat eine rund 250-jährige Tradition. Als „Christmarkt“ fand der ab 1767 auf dem von Landgraf Friedrich II neu erbauten Königsplatz statt. Vorher soll er bereits auf dem Altmarkt gefeiert worden sein. Diese Tradition gilt es zu wahren und zu schützen. Und wenn man das mit einem Glühwein in der Hand tun kann, ist das doch umso erfreulicher.

Es gibt so vieles, was man in Kassel erleben kann und in jeder Ausgabe von Jérôme zeigen wir einen Ausschnitt der Möglichkeiten. In dieser berichten wir von der Eröffnung der Grimmwelt, die unser Autor Volker Schnell auf die ihm eigene Art schildert. Péter Gárdos’ deutschlandweit erste Lesung aus seinem neuen Buch „Fieber am Morgen“ haben wir für Sie begleitet. Ebenso lesen Sie, was Wüstenbussard und Bodybuilder im Café Nenninger machen und wie David Primor, Sohn von Avi Primor, das „Glas der Vernunft“ stellvertretend für seinen erkrankten Vater in Empfang nimmt.

Auch interviewen wir Hulkar Sabirova, die am Staatstheater die Titelpartie in Vincenzo Bellinis berühmter Belcanto-Oper singt und wir porträtieren den international bekannten Bildhauer und Zeichner Berahna Massoum, der sein Atelier in Kassel hat.

Warum es Top-Entscheider der Logistik-Branche nach Kassel zieht, was man im Technik-Museum erleben kann und was das Netzwerk Hessen-China im Schlosshotel treibt, erläutern wir Ihnen im Wirtschaftsteil.

Und natürlich weisen wir Sie auch wieder auf viele bevorstehende Ereignisse hin: 20 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys, Winter Clubbing, FlicFlac, Silvestergala und vieles mehr.
Städtisches Leben hat eine besondere Qualität und das zeigt sich durch all diese schönen und wichtigen Ereignisse. Geprägt wird sie insbesondere durch das Zentrum einer Stadt, in dem urbanes Leben auf vielfältige Weise stattfindet. Innenstädte sind eben nicht nur Orte des Arbeitens und des Wohnens. Sie sind Orte der Begegnung und das müssen sie bleiben.

In diesem Sinne: Erfreuen Sie sich an Ihrer Stadt, egal ob das Kassel ist, Düsseldorf oder Paris, amüsieren Sie sich und nutzen Sie die Möglichkeiten.

Ich wünschge Ihnen eine schöne und gesellige Vorweihnachtszeit, geruhsame Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr, 2016!

Ihr
Björn Schönewald,
Stellvertretender Verlagsleiter und Chefredakteur der A. Bernecker Verlag GmbH

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