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Volkskrankheit Rückenschmerzen – Jetzt über FPZ-Therapie beraten lassen

1. März 2011 | Von | Kategorie: Leben und genießen 

Rund drei Viertel aller Erwachsenen leiden in Deutschland an Rückenschmerzen. Sie beeinträchtigen Gesundheit, Leis-tungsfähigkeit und Lebensqualität. Hauptursache ist laut Sascha Seifert, therapeutischer Leiter von REHAmed in Bad Wilhelmhöhe, eine abgeschwächte Rückenmuskulatur. „Die Wirbelsäule ist für Bewegung gemacht“, erklärt er. Und die kommt bei den meisten Menschen zu kurz. Insbesondere, wenn sie tagsüber viel Sitzen, etwa am Schreibtisch. Laut einer Studie der Betriebskrankenkassen von 2008 nimmt die Zahl der chronischen Rückenerkrankungen ständig zu. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Zahl der chronischen Rückenschmerzpatienten mehr als verdoppelt, 81 Prozent der Patienten werden rückfällig. „85 Prozent der Patienten haben eine schwache Rückenmuskulatur“, ergänzt Seifert.

Rückenmuskulatur aufbauen
Rückenschmerzen kann man jedoch vorbeugen und sie effektiv behandeln. Ein vom Forschungs- und Entwicklungszentrum (FPZ) Köln entwickeltes Aufbautraining für die Rückenmuskulatur gilt heute in Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft als richtungsweisend. „Es gibt in Deutschland kein Programm mit einer vergleichbaren Aufwand-Nutzen-Relation, bereits mit ein bis zwei Therapieeinheiten à 60 Minuten pro Woche werden optimale Effekte erreicht“, sagt der Baunataler Orthopäde Dr. Rolf Raetzer. Das FPZ-Konzept beinhaltet ausschließlich ein individuell betreutes Training. Entscheidend ist laut Raetzer das Miteinander verschiedener Behandler in einer Organisationsstruktur. „Hausärzte, Fachärzte und Schmerztherapeuten können ihre Patienten im FPZ-Programm gemeinsam behandeln, im Vordergrund steht die körperliche Bewegung“, erklärt Dr. Hermann Uhlig aus Lohfelden, seit 1994 einer der Pioniere in der FPZ-Therapie.Die Therapie gliedert sich in drei Phasen, die systematisch aufeinander aufbauen: eine etwa 90-minütige Analyse, ein Muskel-Aufbauprogramm mit 24 Therapieeinheiten à 60 Minuten sowie ein weiterführendes Programm mit regelmäßigen Therapieeinheiten alle fünf bis zehn Tage. Auf der Basis des Analyse-Ergebnisses wird für jeden Patienten ein maßgeschneidertes individuelles Therapie-Programm entwickelt. Regelmäßige Folgeanalysen dokumentieren die Fortschritte und ermöglichen so eine kontinuierliche Optimierung der Therapie. „Dieses Betreuungskonzept garantiert ein Maximum an Wirksamkeit und Sicherheit bei einem Minimum an Zeitaufwand“, sagt Sascha Seifert.

In Nordhessen wird FPZ im Orthopädischen Präventionszentrum (OPZ) Lohfelden, im Rehazentrum Baunatal und bei REHAmed in Kassel-Wilhelmshöhe angeboten.

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