Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Dieser Blitz greift auch die Großen an

11. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Mobil 

Der neue Opel Astra im Frauen-Doppel-Test – Das   Fazit: Ein Auto, das mit Luxusausstattung und intelligenter HiTech nicht nur den aktuellen Klassen-Konkurrenten Angst machen sollte
Frauen sind technikscheu? Legende. Wie hier im Autotest nachzulesen. Der VW Golf beherrscht unangefochten seine Klasse? Vielleicht auch bald Legende. Wir haben den neuen Opel Astra fahren lassen. Ergebnis: Luxus und HiTech wie bei den Großen.

Sandra-Catherine Hieser (links) beendet den Tag mit ihrer Freundin Miriam Wagner beim Shoppen und Schaufenster gucken in Kassels Innenstadt. Als treuer Begleiter dabei: Der Opel Astra Innovation. Foto: Thomas Eschstruth

Sandra-Catherine Hieser (links) beendet den Tag mit ihrer Freundin Miriam Wagner beim Shoppen und Schaufenster gucken in Kassels Innenstadt. Als treuer Begleiter dabei: Der Opel Astra Innovation. Foto: Thomas Eschstruth

Testerin für einen Tag
Raus aus ihrem alten, schwarzen Volvo, immerhin ein Fünf-Meter-Kombi mit 210-Turbo-PS. Rein in den neuen Opel Astra. Für einen Tag. Eine leichte Aufgabe für Sandra-Catherine Hieser. Die Kommunikationswirtin mag Autos ohnehin, sagt spontan Ja zu der Idee.

08.00 Uhr – Erster Kontakt
Da steht er also bei Dürkop auf dem Hof. Rot. Wie in der Werbung. „Total chic“ findet die Autotesterin für einen Tag, „der hat ja ein richtiges Gesicht“. Das Wohlfühlen geht beim ersten Hineinsetzen weiter. Straffe Sitze, die sich sogar in der Schulterbreite anpassen lassen, dazu elektrische Sitzverstellung mit Memoryfunktion. Und dann erst das Leder…

So, es geht los, der Tag wartet. Erst mal an die Arbeit. Heute nur bis Mittag. Man will ja schließlich hinterher was vom Testauto haben. Ein Druck aufs Engine-Knöpfchen, der Motor schnurrt. Schon auf den ersten Metern schleicht sich der neue Opel Astra sanft, aber nachdrücklich ins Herz von Sandra-Catherine Hieser. „Der fährt sich so unkompliziert, als wäre ich ihn schon immer gewöhnt“, staunt sie.

12.30 Uhr – Erste Berührung mit OnStar
Feierabend für heute. Sandra-Catherine will ihre Freude an dem roten Flitzer teilen, holt ihre Freundin Miriam Wagner ab. Erst wollen die beiden den Astra antesten, dann bummeln gehen.

Noch ist die Stadt nicht allzu voll, die beiden haben Zeit, sich mit den Eigenschaften und der Ausstattung des Opel vertraut zu machen. Das feminin-kollektive Urteil fällt spontan positiv aus. „Luxusverwöhnt sind wir von unseren eigenen Autos nicht, aber an all die tollen Funktionen des Astra kann man sich sehr, sehr schnell gewöhnen.“ An das europaweit einmalige OnStar-System beispielsweise. Neugierig geworden durch die Werbung, muss es ausprobiert werden. Funktioniert? Funktioniert! Da der Astra dank seines Konnektivitätspaketes immer online ist, meldet sich augenblicklich eine nette Frauenstimme und nimmt den Zielwunsch der beiden Damen auf. Unmittelbar darauf weiß das eingebaute Navi wie von Zauberhand, wohin es gehen soll. Nach Wilhelmsthal. Jetzt soll der gar nicht so kleine Rote auf der Landstraße zeigen, wie er sich bei Beanspruchung fährt.

Der erste Eindruck der Testfahrerinnen: Komfortabel, geräumig, leise und fantastisch ausgestattet. Foto: Thomas Eschstruth

Der erste Eindruck der Testfahrerinnen: Komfortabel, geräumig, leise und fantastisch ausgestattet. Foto: Thomas Eschstruth

13.20 Uhr – Einparken, einfach gemacht
Während OnStar hierzulande konkurrenzlos ist, gehören Parkassistenten wohl bald zur Standardausstattung. Probiert haben die beiden Frauen das noch nie. Aber: auch das ist spielend einfach. Hieser sucht am Straßenrand nach einem Parkplatz, rollt an der erkannten Lücke vorbei und drückt den Knopf für den Parkassistenten. Der Bordcomputer meldet sich, hätte gern den Rückwärtsgang. Die Fahrerin legt diesen ein, der Astra parkt wie von Geisterhand ein.

14.45 Uhr – Einmal massieren, bitte …
Landstraße nach Wilhelmsthal. Sandra-Catherine Hieser ist begeistert. „Der liegt wunderbar auf der Straße“ ist ihr Urteil schnell gefällt, „ist absolut kurvenstabil, macht genau das, was ich will und gibt mir ein sehr sicheres Gefühl“. Straffe Sitze mit hochwertigem Leder und einer grandiosen Seitenführung tragen dazu bei, dazu noch mit elektrischer Einstellung plus Memoryfunktion, welche die Ausrichtung des Sitzes bei unterschiedlichen Fahrern abspeichert. Und: die Massagefunktion. „Das ist so“, sagt Miriam, die sich ihren Rücken schon seit einer Weile sanft walken lässt, „als wären wir in einem rollenden Wellness-Hotel auf dem Weg in den Urlaub.“

Hieser will jetzt ein bisschen spielen. Das Testauto bringt bei 1,4 Litern Hubraum stolze 150 PS auf die Straße. Also steuern die beiden folgerichtig die Autobahn an. Und mit einem Schlag ist von der Liebhaberin gepflegten cruisens kaum noch etwas zu ahnen. 120, 150, 180, schließlich knapp über 200 Stundenkilometer. Sie lässt es gut sein, ist tief beeindruckt. „Selbst bei hohem Tempo ist der Wagen erstaunlich leise und steuert sich absolut unangestrengt. Das macht richtig Spaß!“

18.30 Uhr – Lust auf Luxus wird gestillt
Jetzt nach Kassel. Schaufensterbummeln. So viel Auto gewordener Luxus macht Lust auf shoppen. Weil es dunkel geworden ist, dürfen Sandra-Catherine und Miriam noch einen Punkt aus Astras Luxusausstattung bestaunen: das intelligente Lichtpaket. Die LED-Schweinwerfer erweisen sich auf dem Rückweg über die Landstraße als echter Knaller, leuchten auch die Ränder aus. „Ich vergesse bei meinem Auto ab und zu mal abzublenden, sobald mir jemand entgegen kommt“, gesteht Hieser. „Das ständige Fernlicht-an und Fernlicht-aus kann nerven, aber das braucht man hier nicht“, freut sich Miriam, „das macht das Auto von allein.“

19.50 Uhr – Schwerer Abschied
Das Fazit nach einem Tag Astra fahren? „Der hat alles, was man braucht“, sagt Miriam, „Assistenzsysteme, Konnektivitätspaket, Platz im Innenraum und ordentlich Stauraum. Für mich ist das keine Mittelklasse, das ist Oberklasse.“ Sandra-Catherine baut ihr Fazit auf Pragmatik auf: „Der Astra ist schöner als die gesamte Konkurrenz und kostet trotz aller HiTech auch noch weniger. Da kann man ja gar nicht mehr anders, oder?“

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