Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben


Der gute Ton macht die Musik

28. März 2012 | Von | Kategorie: Porträt 

Sebastian Schulze-von Hanxleden ist umtriebiger Unternehmer und Chef der Ton Direkt GmbH in Kassel-Waldau – einer Firma für Ton, Bild und Bühnenshow

Sebastian Schulze-von Hanxleden ist umtriebiger Unternehmer und Chef der Ton Direkt GmbH in Kassel-Waldau – einer Firma für Ton, Bild und Bühnenshow. Foto: Mario Zgoll

Sebastian Schulze-von Hanxleden ist umtriebiger Unternehmer und Chef der Ton Direkt GmbH in Kassel-Waldau – einer Firma für Ton, Bild und Bühnenshow. Foto: Mario Zgoll

Zur Entspannung spielt er Klavier – und die Liebe zum Klavier und zur Musik war es auch, die Sebastian Schulze- von Hanxleden zu seinem Beruf brachte. Schon als Schüler hat er nämlich in der Big-Band der Herder-Schule in Kassel gespielt und sich die ers-ten Lautsprecher, die erste Anlage für Auftritte gekauft und verliehen. Aus den ersten beiden Lautsprechern wurde schnell mehr: Ein neues Mikrophon, ein besonderes Mikrophon, neueste Lautsprechertechnik, ein Scheinwerfer, Kabel …

Beste Erinnerungen hat er an die Herder-Schule und die Dixieland-Band. „Eine tolle Geschichte, wir hatten viel Auftritte in Kassel, die Lehrer waren mit in der Band, das hat viel Spaß gemacht.“

Mit der Liebe zur Musik fing alles an
Zusammen mit einem Partner organisierte Sebastian Schulze-von Hanxleden  nach dem Abitur und während seines Bauingenieur-Studiums zahlreiche Veranstaltungen und sorgte unter anderem für den guten Ton. Und so kam eins zum anderen, sagt er. Der Verdienst wurde in immer neue technische Ausstattungen gesteckt. Irgendwann mietete er eine Halle in Bettenhausen an, um das technische Gerät unterzustellen.

Mit neuester Technik zum Erfolg
Dort entstand auch die Idee, einen Auszubildenden einzustellen. Um ausbilden zu können, absolvierte der Chef selbst die Prüfung zum Meister für Veranstaltungstechnik. 1999 war Firmengründung von Ton Direkt. Schnell kam der zweite Auszubildende zur Firma hinzu – heute hat Ton Direkt in Waldau insgesamt 15 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, darunter sechs Auszubildende.

Gerade hat Sebastian Schulze-von Hanxleden in 48 neue Scheinwerfer investiert. Das neueste vom Neusten, Ton Direkt sei der größte Verleiher dieser spezifischen Scheinwerfer-Sorte in Deutschland, erzählt der Chef mit Stolz und einer hohen Affinität zur immer neuen Technik. Rund 300 Veranstaltungen im Jahr, weltweit bestreitet seine Firma.  Veranstaltungstechnik heißt in Sachen Bild, Ton, Bühne und Beleuchtung immer am Ball zu bleiben und flexibel zu sein. Ideen und Kreativität sind gefragt. Ein festangestellter Schreiner und ein Elektromeister komplettieren das Team.

Denn mittlerweile ist die Firma weltweit unterwegs, ob Shanghai, Bahrain oder Kassel: Fachleute, die große Präsentationen und Shows arrangieren, sind gefragt wie nie.

Veranstaltungstechnik ist komplex und anspruchsvoll
Dabei geht es nicht nur darum etwas ins rechte Licht zu rücken, es geht auch um Sicherheit für Veranstalter und Publikum. „Wer beispielsweise schwere fliegende Lasten befestigt, muss sich mit Statik auskennen und natürlich für die Sicherheit der Menschen garantieren, die unter den Scheinwerfern unterwegs sind“, so Sebastian Schulze-von Hanxleden. Nur ein Bereich. Auch beim Ton kann man viele Fehler machen. „Veranstaltungstechniker müssen Lärmschutzrichtlinien und Gesetze kennen“, so der Chef, der natürlich ganz klar zwischen Lärm und Klang unterscheidet. Der 41-Jährige hat Spaß daran, mit der Zeit zu gehen, Neues auszuprobieren, mit Zukunftstechnologie zu arbeiten. Dazu gehört es für ihn auch, neue, ganz andere Märkte zu erschließen. Einer davon heißt Sonnenenergie und Photovoltaik.

Investition in Photovoltaik und Sonnenenergie
Erst war es das Dach seiner Halle in Bettenhausen, mittlerweile sind es viele Mietdächer in Kassel und Göttingen: Sebastian Schulze-von Hanxleden ist auch Photovoltaik-Unternehmer. Er mietet kommunale Dächer, installiert Sonnenkollektoren und „erntet“ Sonnenenergie. Wenn der Chef von Ton Direkt erzählt, sind zwei Dinge immer zu spüren: Eine gewisse Rastlosigkeit und ein kaum versiegender Quell an kreativer Energie. Er habe schon wieder neue Ideen im Kopf, ihm schwebt ein neues Projekt vor, das an dieser Stelle natürlich nicht verraten wird. Und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt habe, so der Nordhesse, verfolge er sein Ziel mit Herzblut und Energie.

Weltweit unterwegs, regional verbunden
Der 41-Jährige ist übrigens Nordhesse mit Leib und Seele. „Ich liebe es wegzufahren und wieder nach Nordhessen zurückzukehren“, sagt er. In der Region engagiert, und stets dabei Entdeckungen zu machen. In seiner Freizeit kocht der Vater von zwei Kindern leidenschaftlich gern, entspannt beim Klavierspielen und am Meer.


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