Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Schauspieler Heiner Lauterbach im Jérôme-Interview

31. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Porträt 

Während der Dreharbeiten zum Kinofilm „V8² – Die Rache der Nitros“, die unter anderen an Schauplätzen in Kassel und Umgebung liefen, war auch Schauspieler Heiner Lauterbach in der Region. Der sympathische Kölner steht gemeinsam mit seiner Tochter Maya für den Film vor der Kamera. Im Hotel Palmenbad, wo Lauterbach Quartier bezogen hatte, erzählte er uns von den Dreharbeiten und seinem Eindruck von Kassel.

War während Dreharbeiten in Kassel: Schauspieler Heiner Lauterbach. Foto: Mario Zgoll

War während Dreharbeiten in Kassel: Schauspieler Heiner Lauterbach. Foto: Mario Zgoll

Jérôme: Der erste Teil von V8 läuft gerade in den Kinos an, da stehen Sie schon mit Ihrer Tochter Maya in Kassel für den zweiten Teil vor der Kamera. Sind Sie ein eingespieltes Team?

Heiner Lauterbach: Natürlich. Mit Maya drehe ich jetzt den dritten Film. Unsere gemeinsame Premiere hatten wir in der ARD-Produktion „Zwei Männer und ein Baby“. Sie hatte die Titelrolle, aber an die erinnert sie sich natürlich nicht mehr.

Jérôme: Wie sehen Sie es, dass Ihre Tochter so langsam immer mehr in Ihre schauspielerischen Fußstapfen tritt?

Lauterbach: Das sehe ich mit Wohlgefallen. Es sind ja noch die Anfänge und Kinderfilme. Mal sehen, wie sich das dann entwickelt. Sie möchte im Moment Schauspielerin werden, was ich sehr schön finde. Wenn sie das vorhandene Talent auch über ihre Pubertät retten kann, ist das klasse.

Jérôme: Fördern Sie die schauspielerischen Talente Ihrer Tochter?

Lauterbach: Ja, aber genauso fördere ich die musischen und naturwissenschaftlichen Talente. Man sollte generell das tun, was einem Spaß macht im Leben. Das soll das allererste Gebot sein. Ich gehöre nicht zu den Schauspielern, die sagen, lerne erst mal einen richtigen Beruf. Ich finde es immer etwas komisch, wenn Schauspieler das zu ihren Kindern sagen. Dann stellen sie sich und ihre Tätigkeit in Frage.

Jérôme: Wie gefällt Ihnen die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Joachim Masannek?

Lauterbach: Gut. Der Regisseur lebt natürlich in seiner eigenen Welt. In einer Kinderwelt. Ich muss mir vieles erst immer von meiner Tochter und meiner Frau erklären und übersetzen lassen, was Joachim Massanek schreibt.

Jérôme: Die TV- und Kinofilmbranche ist einem immer größer werdenden Kostendruck ausgesetzt. Was bekommen Sie direkt davon mit? Spüren Sie den Druck?

Lauterbach: Diesen Druck spüren wir natürlich auch. Gerade an den Schauspielergagen versucht man sehr oft als Erstes zu sparen.

Jérôme: Wo genau drehen Sie hier in der Region?

Lauterbach: Hier in Kassel drehen wir im Habichtswald, auf dem Dörnberg, in der alten Polizeistation am Königstor und in der ehemaligen Umladehalle am Hauptbahnhof, Josef-Beuys-Straße. Dann geht’s noch Richtung Bad Karlshafen. Ab Ende des Monats werden wir in Duisburg weiter drehen.

Jérôme: Haben Sie schon die Gelegenheit gehabt, Kassel näher kennenzulernen? Wie gefällt Ihnen die Stadt?

Lauterbach: Was ich von Kassel bisher gesehen habe, gefällt mir gut. Leider konnte ich noch nicht viel kennenlernen und sehen. Ich bin ja sehr viel auf dem Sprung. An sich bin ich sehr gerne in Hessen. Es ist eines meiner Lieblingsbundesländer, was ich nicht nur so sage. Ich mag es sehr. Das ist noch aus alten „Ein Fall für Zwei-Zeiten“ begründet, aus den frühen Achtzigern. Das hatten wir wahnsinnig nette Teams, drehten in Frankfurt und in Wiesbaden. Wir hatten dort unglaublich schöne Zeiten verlebt.

Jérôme-Mitarbeiter Alexander Halpape im Interview mit Heiner Lauterbach. Foto: Mario Zgoll

Jérôme-Mitarbeiter Alexander Halpape im Interview mit Heiner Lauterbach. Foto: Mario Zgoll

Jérôme: Fühlen Sie sich in Ihrer Unterkunft wohl?

Lauterbach: Wir haben bei Kadir Eker im Hotel Palmenbad ein wunderbares Ambiente gefunden und fühlen uns sehr wohl. Kadir ist ein unheimlich netter Kerl. Das Essen und der Rotwein sind gut und außerdem kann man über Sky und Großbildleinwand Fußball schauen.

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