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MT Melsungen mit Zuversicht in die fünfte Erstligasaison

1. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Sport 
Der neue MT-Trainer Ryan Zinglersen, Foto: Heinz Hartung

Der neue MT-Trainer Ryan Zinglersen, Foto: Heinz Hartung

Auch wenn in der Vorbereitung der MT-Bundesliga-Handballer auf die fünfte Saison in der „stärksten Liga der Welt“ personell nicht alles nach Plan lief, herrscht im Lager des nordhessischen Aushängeschildes Zuversicht.

Hohes Potenzial in der Mannschaft
Ryan Zinglersen, der als Trainer die Mannschaft Anfang Juli von Robert Hedin übernommen hatte, strahlt Optimismus aus. Zwar fehlten in der siebenwöchigen Trainingsphase mit Regisseur Vladica Stojanovic (doppelter Leistenbruch) und Jens Schöngarth (Junioren-WM) gleich zwei Rückraumakteure, dafür aber waren die übrigen Spieler des 16-köpfigen Kaders voll bei der Sache. Welches Potenzial in der Mannschaft steckt, hat der Coach unter anderem beim Handball-Sparkassen-Cup Mitte August gesehen. Beim größten Turnier dieser Art stürmte die MT nach einer verlustpunktfreien Vorrunde und einem fulminant herausgespielten Halbfinalsieg gegen Ligakonkurrent Rhein-Neckar Löwen ins Endspiel. Auch gegen den wiederum favorisierten Bundesligarivalen SG Flensburg/Handewitt zeigte die MT hervorragende Ansätze, musste dann aber ihrem Kräfteverschleiß Tribut zollen und unterlag mit 28:31.

„Das war für die Mannschaft eine sehr harte Woche. Die Trainingsplanung hat dies aber so vorgesehen. Fünf Spiele in fünf Tagen über die volle Distanz und jeweils vormittags eine anstrengende Trainingseinheit im Kraft-Ausdauerbereich müssen von den Spielern erst einmal bewältigt werden. Umso mehr freue ich mich über den gezeigten Einsatz und die hohe Motivation. Den Härtetest Sparkassen-Cup haben sie mit Bravour bestanden. Das lässt mich zuversichtlich auf die neue Saison schauen“, ist Ryan Zinglersen mit seinen Schützlingen zufrieden.

Deftiges Auftaktprogramm

Auf eine konkrete Platzierung als Saisonziel will sich der Däne mit dem Status „European Master Coach“ nicht festlegen. Zinglersen möchte die Mannschaft vielmehr weiterentwickeln und den hoffentlich zahlreichen Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle attraktiven Handballsport bieten. Dabei wartet auf die MT gleich ein deftiges Auftaktprogramm. In den ersten sechs Spielen bekommen es die Rotweißen gleich in drei Fällen mit Gegnern zu tun, die zum engsten Favoritenkreis auf die kommende Meisterschaft gehören. Los geht’s am 5. September mit einem echten Kracher. Dann gibt nämlich der amtierende Titelträger THW Kiel seine Visitenkarte in Kassel ab. Direkt danach wartet der HSV Hamburg auf die MT, und nach den Spielen gegen Balingen, Großwallstadt und Hannover-Burgdorf empfangen die Nordhessen die Rhein-Neckar Löwen.

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