Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Zopp erteilt kleine Tennis-Lehrstunde

30. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Stadt 
Jurgen Zopp (Mitte) ist der Sieger der Wilhelmshöhe Open 2017. Mit dem Esten freuen sich Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, Clubchef Prof. Dr. Michael Eisfeld, Petra Bantle (IntercityHotel Kassel), Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann und Thorsten Döring (Peugeot Glinicke Kassel). Foto: Dieter Schachtschneider

Jurgen Zopp (Mitte) ist der Sieger der Wilhelmshöhe Open 2017. Mit dem Esten freuen sich Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, Clubchef Prof. Dr. Michael Eisfeld, Petra Bantle (IntercityHotel Kassel), Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann und Thorsten Döring (Peugeot Glinicke Kassel). Foto: Dieter Schachtschneider

Jurgen Zopp gönnte sich nach getaner zügig erledigter Arbeit im Finale der 20. Wilhelmshöher Open erstmal in Ruhe ein Siegerbierchen. Das hatte sich der Este nach den Endspielsieg über Jan Choinski verdient.

Jurgen Zopp (ATP 480) und Jan Choinski (ATP 494) – ein Finale bei den Wilhelmshöhe Open 2017, das nicht alle zuvor auf dem Plan hatten. Zopp hatte sich nach Siegen über Alex Solanki (Indien), Kai Wehnelt (Wiesbaden), den Belgier Christopher Heyman und den Überraschungs-Halbfinalisten Dominik Böhler (Stuttgart) ins Finale gespielt und gab dabei lediglich gegen Heyman einen Satz ab. Jan Choinski warf die Nummer sieben des Sets, Tomas Lipovsek-Puches (Argentinien), Vorjahresfinalist Julian Lenz (Grünberg), Gibril Diarra (Österreich) und den topgesetzten Jeremy Jahn aus dem Turnier und beeindruckte dabei die Fans. Im Finale allerdings war der junge Koblenzer beim 3:6, 2:6 chancenlos.

Routinier Jurgen Zopp drückte dem Match von Beginn an gnadenlos seinen Stempel auf. Es gab sicher schon spannendere oder interessantere Finals an der Burgfeldstraße, aber selten einen Spieler, der so dominierte und demonstrierte, dass er schonmal auf Platz 71 in der Weltrangliste und zwei Jahre in den Top 100 stand.

Jan Choinski zollte dem Sieger großen Respekt. „Ich war doch sehr überrascht, wie Jurgen heute gespielt hat“, sagte der 21-Jährige, „seine Schläge waren schon fast brutal.“ Choinski fand zu keiner Phase eine Antwort auf den Druck, den Zopp ausübte. Aber er darf sich über eine insgesamt sehr gute Vorstellung bei den Wilhelmshöhe Open freuen, die er im Endspiel dann aber nicht mehr abrufen konnte.

Jurgen Zopp war sehr glücklich über seinen Erfolg. „Es ist ein wunderbares Gefühl, wieder ein Turnier gewonnen zu haben, ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann es das letzte Mal war“, so der 29-Jährige, der nach vielen Verletzungen in den letzten Jahren hofft, schnellstmöglich wieder in Richtung Top 100 zu kommen und dessen aktuelles Ranking in keinster Weise seinem Leistungspotenzial entspricht. „Ehrlich gesagt wusste ich nicht, mit welchen Erwartungen ich in dieses Turnier gehen sollte, aber die Woche ist super für mich gelaufen“, sagte Zopp. Für seinen jungen Gegner fand er lobende Worte: „Ich bin acht Jahre älter als Du und in acht Jahren wirst Du viel besser sein als ich.“

Bei der 20. Auflage der Wilhelmshöhe Open, mit 25.000 Dollar plus Hospitality höchstdotiertes ITF Future-Turnier im Rahmen der German Masters Series aber musste der Jüngere ihm nochmal den Vortritt lassen. Eine Stunde und zwei Minuten brauchte Zopp für die kleine Tennis-Lehrstunde, über die auch die Zuschauer am ausverkauften Center Court, darunter Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, dessen erste offizielle Amtshandlung die Siegerehrung bei den „WO“ war, staunten.

Zum dritten Mal in Folge Besucherrekord
Es war nochmal „volles Haus“ beim Finale der Wilhelmshöhe Open auf den „Prinzenplätzen“ inmitten des UNESCO Welterbe Berpark Wilhelmshöhe. Zum dritten Mal in Folge ein neuer Besucherrekord. „Das ist eine Bestätigung, dass die Wilhelmshöhe Open als Top-Tennis-Event in der Region angenommen werden. Wir hatten wieder ein sehr hohes Niveau, noch besser als 2016“, freut sich Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann, „unser Turnier ist auf Future-Ebene sicher einzigartig.“ Die Bestätigung kam von den Spielern. Von „perfekt“ über „großartig“, so die nahezu einheitliche Meinung. Vor allem die Hospitality im IntercityHotel und auf der Anlage sowie der „immer auf die Minute pünktliche Fahrdienst“ kamen bei den Cracks bestens an. „Ich hoffe, dass wir mit dem Turnier in diesem Jahr weitere Freunde und Partner gewinnen konnten“, so der Turnierdirektor. Denn die Qualität und der Standard sollen auch weiterhin gehalten werden.

www.wilhelmshoehe-open.de

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