Im Sprachcafé: Die Kinder werden betreut, die Mütter lernen Deutsch und mehr

Die Kinder werden betreut, die Mütter lernen Deutsch und mehr. „Sprachcafés“ für geflüchtete Mütter mit Kleinkindern sind eine erfolgreiche Maßnahme, die die Kommunale Arbeitsförderung des Sozialamtes der Stadt Kassel seit Mai 2017 in mehreren Durchgängen mit der Outlaw Kassel gGmbH durchführt. Bürgermeisterin Ilona Friedrich war jetzt dort zu Gast und hat sich mit Frauen unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia ausgetauscht.

In den dreimonatigen Kursen erhalten die Frauen im ganzwöchigen Vormittagsunterricht neben einem Sprachkurs auch Orientierungshilfen für die Themenbereiche Leben, Arbeiten, Erziehung, Bildung und Kultur in ihrem neuen Lebensumfeld Deutschland. Die Inhalte orientieren sich dabei an den Bedürfnissen der Frauen. Dazu gehören beispielsweise Informationen über die gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, über das Schulsystem und die Regeln des Zusammenlebens im neuen Umfeld. Es geht für die Frauen aber auch um Selbstständigkeit und das Erlernen einer neuen Rolle. So ist ein Erfolg der Maßnahme, dass sich die Mütter als weniger isoliert erleben und wichtige Hilfen zur Erziehung ihrer Kinder und für ihre eigene Lebens- und Berufsplanung erhalten, um sich damit auf die Zukunft vorbereiten zu können. „Wir wollen den Frauen damit auch eine Grundlage geben, dass sie in Arbeitsverhältnisse kommen können“, sagte Bürgermeisterin Friedrich. Die Geschäftsführerin von Outlaw, Gabriele Koslowski berichtete, dass die Frauen engagiert bei der Sache sind und sehr konsequent zum Unterricht kommen. Inzwischen haben rund 30 Frauen die Maßnahme erfolgreich durchlaufen, aktuell existieren zwei weitere Gruppen mit jeweils zehn Teilnehmerinnen.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Hessen, mit dem die Stadt eine Zielvereinbarung getroffen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.