Stadt würdigt verstorbenen Heinz Fröbel: Wegbereiter für eine starke Region

Seinen Einsatz für Nordhessen haben Staat und Stadt mit höchsten Auszeichnungen geehrt: Nun ist der frühere Kasseler Regierungspräsident und Stadtälteste Heinz Fröbel im 97. Lebensjahr verstorben. „Mit Weitblick hat er der Region Selbstbewusstsein vermittelt und Wege in eine gute Zukunft geebnet“, würdigte Oberbürgermeister Christian Geselle das Wirken des Verstorbenen.

In der Niederlausitz geboren, kam Fröbel nach Abschluss seines Studiums zum Diplom-Volkswirt 1952 von Marburg nach Kassel. Bei der Industrie- und Handelskammer gehörte er bald der Geschäftsführung an. Seine politische Heimat wurde die FDP, für die er von 1960 bis 1979 als Stadtverordneter tätig war. Zu seinen Schwerpunkten gehörten dabei unter anderem Aufsichtsratsmandate bei der documenta, den Städtischen Werken und der KVG. Von 1985 bis 1989 schloss sich dann eine Wahlperiode als Mitglied des Magistrats an.

Von 1979 bis 1984 übernahm Fröbel – in den ersten Regierungsjahren des damaligen Ministerpräsidenten Holger Börner – ein herausragendes Amt: Schon bei seinem Amtsantritt als Regierungspräsident machte er den Nordhessen Mut für die Zukunft und warb um Vertrauen in die Stärken der Region, trotz ihrer damaligen Zonenrandlage an der innerdeutschen Grenze. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag darin, Kassel besser im Fernstraßen- und Schienennetz zu platzieren, gerade auch im Blick auf die damals geplante bzw. entstehende ICE-Neubaustrecke Hannover–Würzburg. „Dass Kassel heute den Vorteil seiner zentralen Lage in der Mitte Deutschland dank hervorragender Verkehrsanbindungen voll ausspielen kann, das haben wir auch Heinz Fröbel zu verdanken“, hob der Oberbürgermeister hervor.

Die Liste der ehrenamtlichen Aktivitäten Fröbels für Stadt und Region ist noch lang. Dazu zählen unter anderem das Wirken als Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbandes Kurhessen-Waldeck, als stellvertretender Vorsitzender der Verkehrswacht Nordhessen. Der Zissel-Förderkreis ernannte ihn zu seinem Ehrenpräsidenten. Für seine herausragenden Verdienste erhielt Heinz Fröbel das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und die Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Hessen. Die Stadt Kassel verlieh ihm zum Zeichen des Dankes für seinen Einsatz die Karl-Schomburg-Plakette. Seit 1989 führte er zudem die Ehrenbezeichnung eines Stadtältesten.

„Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen“, schloss der Oberbürgermeister: „Die Stadt Kassel wird den Namen Heinz Fröbel in Ehren halten.“

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