Wenn Kinder sterben – Museum für Sepulkralkultur

museumZu den großen Sehnsüchten der Menschen gehört es, in den Kindern und Enkelkindern weiterzuleben. Der frühzeitige Tod eines Kindes ist daher ein einschneidendes Ereignis. Dass manchmal Kinder vor ihren Eltern sterben müssen, scheint wider der Natur zu sein. Diesem schwierigen und hochsensiblen Thema widmet sich die Ausstellung „…und die Sterne begannen zu leuchten.“ Wenn Kinder sterben, die noch bis zum 21. September im Museum für Sepulkralkultur gezeigt wird. Die Ausstellung nähert sich diesem Thema in sieben Stationen: Das Angebot an letzten Dingen für Totgeborene und Kinder, Vorsorge früher und heute, Das Sterben von Kindern, Der Tod eines Kindes, Die Trauer, Das Andenken und Das Kinderzimmer.

Mittels Inszenierungen folgt die Ausstellung dem Verlauf der Verlusterfahrung und der zeitlichen Abfolge der Reaktionen auf den Verlust. Auch wenn die gegenwartsorientierte Betrachtung im Vordergrund steht, beleuchtet die Ausstellung auch den Wandel der häufigsten Todesursachen oder den Wandel im Umgang mit Tod, Trauer und Gedenken. Särge, Epitaphien, Grabzeichen, Totentextilien, medizinische Objekte und Mittel, aber auch literarische Werke wie die Kindertotenlieder von Gustav Mahler oder die Ballade Der Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe bringen den Wandel sichtbar zum Ausdruck. Die Fotoprojektionen, Zeichnungen und Interviews aus dem Kreissaal der Berliner Charité der Künstlerin Anja Sommer ergänzen die Thematik um den Aspekt, dass eine letzte Fotografie von verstorbenen Neugeborenen unabdingbar sein kann, um in der Lage zu sein, der Herausforderung und Bedrohung durch den Tod entgegen zu treten, Abschied zu nehmen und Trauer zu leben.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre, die über Daten, Fakten, Hintergründe und Kontakte zu unterstützenden Einrichtungen informiert. Sie ist zu einer Schutzgebühr von 2,00 Euro zzgl.Versandgebühren im Museum erhältlich.

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