50 Jahre „Der Stellvertreter“: Rolf Hochhuth liest an der Uni Kassel

1963 wurde Rolf Hochhuths Dokumentarstück „Der Stellvertreter“ aufgeführt, das zu heftigen Diskussionen über die Rolle der katholischen Kirche beim Holocaust führte. 50 Jahre später liest Hochhuth an der Universität Kassel Szenen aus dem Stück und andere Texte.

Rolf Hochhuth. Foto: Hochhuth

Rolf Hochhuth. Foto: Hochhuth

Dem Theater war mit der Aufführung von „Der Stellvertreter“ unter der Regie von Erwin Piscator eine gesellschaftliche Relevanz zurückgegeben worden, die lange verloren schien. Im selben Jahr begann der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess, der die umfassendere Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen einleitete. Seit der Aufführung seines „Stellvertreters“ blieb Hochhuth im öffentlichen Interesse, da seine Literatur immer wieder für Kontroversen sorgte und politische Folgen hatte.

Rolf Hochhuth, der aus Eschwege stammt, in Kassel Buchhändler war und diese Stadt in seiner ersten Komödie „Die Hebamme“ zum Schauplatz machte, wird im Dezember in der Universität Kassel Anekdoten, Gedichte und Szenen lesen, so auch aus dem „Stellvertreter“ und – anlässlich des bevorstehenden 100. Jahrestags des Beginns des 1. Weltkriegs – aus seinem Drama „Sommer 14“. Er wird auch Bücher signieren.

Die Lesung findet statt am 17. Dezember, 18 Uhr, im Gießhaus der Universität, Mönchebergstraße 5. Der Eintritt ist frei.

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