Denn ohne Wasser geht es nicht

V.l. Staatssekretär Mark Weinmeister, CDU Bezirksvorsitzender Kurhessen-Waldeck und von 1994–2009 Mitglied des Bundestages Bernd Siebert, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder, Bürgermeister Baunatal Manfred Schaub, Vors. Kinderhilfswerk Reinhard Berle und Mitglied des Beirates Rechtsanwalt Sascha Göhlich. Foto: Mario Zgoll

V.l. Staatssekretär Mark Weinmeister, CDU Bezirksvorsitzender Kurhessen-Waldeck und von 1994–2009 Mitglied des Bundestages Bernd Siebert, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder, Bürgermeister Baunatal Manfred Schaub, Vors. Kinderhilfswerk Reinhard Berle und Mitglied des Beirates Rechtsanwalt Sascha Göhlich. Foto: Mario Zgoll

Unter dem Leitgedanken „celebrate & help“ stand die Benefiz-Gala im Baunataler VR-Seminarzentrum. Die hochkarätige Veranstaltung mit ihren über 200 Teilnehmern erwies sich als großer Erfolg: Zugunsten des Kinderhilfswerks Global-Care kamen rund 28000 Euro zusammen! Die zehn dunkelhäutigen Sängerinnen und Sänger der „Global Voices“ aus Uganda setzten dem Event seine musikalische Krone auf. Schwarz-weiß gekleidet, intonierten sie unter anderem die offizielle Hymne zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ebenso harmonisch wie stimmgewaltig. Als Dank erhielten die temperamentvollen Künstler den lang anhaltenden Beifall des Publikums. Von Moderator Matthias Tilgner vorgestellt, erläuterte Reinhard Berle die Tätigkeit des Kinderhilfswerks, das seit 34 Jahren aktiv ist.

Nach den Worten des in Fritzlar beheimateten Vorsitzenden der Organisation arbeitet die Stiftung Global-Care in 20 Ländern der Welt. Mehrere 100 Projekte werden in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa betreut. Auch die von Erdbeben heimgesuchten Länder Haiti und Chile gehören dazu. Im Sinne Carl Poppers betonte Berle: „Wir sind verantwortlich für das, was in unserer Welt geschieht.“ Eine wichtige Rolle bei der Tätigkeit der Kinderhilfsorganisation spielt Wasser. Von dem lebensnotwendigen Nass verbrauchen die Bundesbürger 127 Liter pro Tag. In Afrika sind es gerade einmal zwei Liter. Um an das Wasser heranzukommen, gilt es, Brunnen zu bohren und anzulegen. Gerade auf dem genannten Kontinent ist das für Millionen Menschen eine existenzielle Frage. „Deshalb wollen wir das Geld, das wir bei „celebrate & help“ gesammelt haben, in erster Linie für Brunnenprojekte in Afrika einsetzen“, so Berle.

Schröder: „Nächstenliebe in Aktion“
Ehrengast Dr. Kristina Schröder berichtete in ihrer Ansprache, dass sich ihre Familie selbst für benachteiligte Youngster engagiere. „Wir haben die Patenschaft für ein Kind in Südamerika übernommen“, so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihr imponierten die tatkräftigen Aktivitäten von Global-Care, sie begrüße es, wenn „Nächstenliebe in Aktion“ trete, unterstrich die Politikerin. Wasser als das wichtigste Lebensmittel bestimme unser Leben. Insofern seien die Brunnen, um die sich die Stiftung bemühe, „ein Segen für die Menschen vor Ort“. Gern helfe die Bundesregierung und unterstütze die Arbeit von Global-Care mit 450000 Euro, so Schröder. Schließlich richte sich der Brunnenbau nicht nur gegen Krankheiten, „sondern fördert auch Bildung und die regionale Wirtschaft“, hob die Ministerin hervor.

Trikot der Nationalelf versteigert
Für den guten Zweck ließ sich auch Rolf Hocke einbinden. Der Präsident des Hessischen Fußballverbandes brachte ein Trikot mit den Unterschriften der deutschen Fußballnationalmannschaft mit, „mit den Signaturen des kommenden Weltmeisters“, wie Moderator Tilgner prognostizierte. Das Leibchen wurde versteigert.
Mit Erfolg: Nach eher verhaltenem Start mit 50 Euro kam am Ende der Aktion ein Erlös von beachtlichen 720 Euro dabei heraus. „Gern haben wir das Trikot für die gute Sache ersteigert“, ließ der Fritzlarer Apotheker Gerhold wissen und verriet, dass er das begehrte Trikot Jugendlichen seiner Stadt zukommen lassen will.

Die Fortsetzung soll 2011 folgen
„We are fighting for the future“ – mit ihrem mitreißenden musikalischen Finale setzten die Global Voices ein Ausrufezeichen und zogen ihr Publikum erneut in den Bann. Keine Frage, die Gala war war ein echter Knaller, der für 2011 eine Neuauflage geradezu verlangt. „Das machen wir“, zeigt sich Reinhard Berle zuversichtlich.

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