Herkules-Bergpreis: Die automobilen Träume kehren zurück

Die Erfolgsgeschichte biegt unter Vollgas in die vierte Runde ein: Nach dem fulminanten Rennen im Bad Wilhelmshöher Bergpark 2009, das mit 65.000 Zuschauern eine glänzende Resonanz fand, werden die rasanten Oldtimer vom 17. bis 19. Juni wieder auf die Stecke gehen. Erneut werden zwischen 80 und 90 automobile Träume sowie Motorräder starten.

Die meisten Piloten und Fahrzeuge kommen aus Deutschland. Darüber hinaus werden Gäste aus dem europäischen Ausland erwartet – insbesondere Jaguar-Fans aus England und Teilnehmer aus Kassels französischer Partnerstadt Mulhouse mit ihren Bugatti-Rennern. Zum großen Teil werden die Fahrer in original-zeitgenössischer Kleidung erscheinen und damit unterstreichen, aus welcher Epoche ihr Auto stammt.

Deutschlands ältestes Fahrerlager
Über drei Tage wird sich das Event erstrecken. Am 17. Juni reisen die Teilnehmer an. Den Auftakt bildet der von Live-Musik untermalte Eröffnungsabend in der Reithalle des Marstalls hinter dem Schlosshotel. „Dort wird Deutschlands ältestes Fahrerlager zu finden sein“, freut sich Organisator Heinz Jordan auf den geselligen Start. Am Tag darauf präsentiert sich die automobile Gemeinde ab 10 Uhr in der Kasseler Innenstadt. Vom Königsplatz aus werden die Oldtimer die abgesperrte Königsstraße hinauf zum Rathaus fahren – auf Zeit, versteht sich.

Danach zieht die Karawane weiter in Richtung Wilhelmshöhe, wo gegen Mittag das bis 18 Uhr angesetzte Training beginnt. Diesmal nehmen die Teilnehmer eine geänderte Strecke in Angriff. Sie wird 4,5 Kilometer lang sein. Der Startpunkt liegt am Schloss. Über die Rasen- und Tulpenallee geht es zur Prinzenquelle. Via Ochsenallee führt der Weg zu einem großen Parkplatz mit so genanntem Schweizer Slalomparcours, „wo die Geschicklichkeit und Fahrzeugbeherrschung gefragt sind“, blickt Jordan voraus. Den Abschluss bildet der Abschnitt über die Wilhelmshöher Allee zurück in den Innenhof des Schlosses – die Originalstrecke, die schon in den 1920er-Jahren gefahren wurde. Den gesellschaftlichen Höhepunkt markiert die Abendveranstaltung am Samstag in der Reithalle. Dort werden Aktive, Sponsoren und Ehrengäste zusammentreffen. Die Organisatoren rechnen mit insgesamt 350 Personen – einschließlich Schirmherrin Eva Kühne-Hörmann.

Opel wird sich als Top-Sponsor engagieren. Die Rüsselsheimer bringen tolle Autos aus ihrem Museum mit und lassen mit Joachim Winkelhock sowie Weltmeister Walter Röhrls langjährigem Rallye-Copiloten Christian Geisdörfer zwei klangvolle Motorsportnamen in der documenta-Stadt starten.

Legende E-Type feiert 50. Geburtstag
Zu den Highlights wird die Präsentation von Jaguar gehören, dem Zweitsponsor des Events, der ebenfalls Oldtimer aus dem Museum in England vorstellen will. Den 50. Geburtstag ihrer Legende E-Type werden die Motorsport-Enthusiasten von der Insel im Bergpark angemessen zelebrieren. „In dem Zusammenhang wünschen wir uns, dass es zu einem offiziellen Jaguar-Meeting in Kassel kommt“, so Jordan, der sich darüber freut, dass der Springer-Verlag als Medienpartner auftritt.

Der Wettbewerb am Finaltag läuft auf Zeit. Mit einer interessanten Variante: Eine Geschwindigkeit bzw. Durchgangszeit wird vorgegeben, die der Teilnehmer möglichst auf die Zehntelsekunde genau erreichen soll. Gegen 16 Uhr sollen die Besten vor dem Schloss als Sieger geehrt werden.

„Wenn das Wetter mitspielt, haben wir gute Chancen, diesmal auf 80.000 Zuschauer zu kommen“, gibt sich Jordan optimistisch. Worauf freut er sich besonders? „Das fantastische Ambiente des Bergparks und die begeisterten Zuschauer sind zwei Aspekte, die dieses Event zu einer einzigartigen Sache machen“, unterstreicht der Initiator.

Weiterhin freier Eintritt an der Strecke
Apropos Zuschauer: Wer das Rennen und die Boliden aus der Nähe erleben möchte, dem entstehen keine Kosten. Jordan: „Der Ein- bzw. Zutritt im Bergpark ist frei. Darauf legen wir großen Wert. Denn der Fan soll sowohl die Autos als auch deren teilweise prominenten Fahrer unmittelbar erleben können.“

Auch der Umwelt wollen die Veranstalter des Events gerecht werden. Vertraglich haben sie sich verpflichtet, wie in den Jahren zuvor erneut eine Spende in  Höhe von 15.000 Euro zu übergeben. Das Geld wird dem alten Baumbestand im Bergpark zugute kommen. „Insgesamt fast 800 Bäume werden nach der vierten Veranstaltung auf unsere Veranlassung hin gepflanzt sein“, hebt Jordan hervor und ergänzt zum Stichwort Ökologie, dass das Event durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten als CO2-neutral gelten dürfe. Erreicht werde das über die Zusammenarbeit mit den Kasseler Städtischen Werken.

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