Knut Seidel: Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor

Knut Seidel, Geschäftsführer der kassel tourist GmbH.

Knut Seidel, Geschäftsführer der kassel tourist GmbH.

Für jeden Einzelnen assoziiert der Begriff Tourismus Urlaub, Erholung, aktive und passive Entspannung, Sehen, Erleben oder sich auf Reisen bilden. Es ist aber auch der Bereich des Geschäftsreiseverkehrs über Tagungen und Kongresse, Messekontakte oder der internationale Geschäftsreiseverkehr zwischen Unternehmen, Verbänden, Organisationen etc.

So sieht die kassel tourist GmbH die Strukturen ihrer Arbeit. Das Thema Tagungen, Kongresse und Messen ist in Kassel der Schwerpunkt im Übernachtungsbereich. Geschätzte 60 bis 65 Prozent aller Übernachtungen werden über dieses Geschäftsfeld generiert. Dies werden wir in Zukunft im Netzwerk mit Hotels, der Messe Kassel oder unserem eigenen Management im Kongress Palais weiter entwickeln.

Der Ausbau des Kongress Palais ist dabei ein deutliches Zeichen, dass Kassel mit seinen Marktvorteilen, der zentralen Lage, der optimalen Verkehrsanbindung, dem Universitätsstandort etc., sehr gute Perspektiven aufzeigen kann.

Kassel ist auch – die Stadt mit Bad –. Bad Wilhelmshöhe ist ein sehr attraktiver Gesundheitsstandort. Der Gast kann sich dem Thema Gesundheit widmen und die Infrastruktur einer funktionierenden Großstadt genießen. Er kann ins Theater oder Kino gehen, internationale Gastronomie genießen, Museen besuchen und findet ideale Parklandschaften vor, insbesondere natürlich den Kurpark, der gleichzeitig der größte Bergpark Europas ist.

Dem Tagestourist gilt ebenfalls in der Gästestruktur die Aufmerksamkeit. Um Reiseanlässe für Tagestouristen zu schaffen, ist die Bespielung der Stadt Kassel wichtig. Der Märchenweihnachtsmarkt beweist jedes Jahr, dass attraktive Angebote tausende Menschen in die Stadt locken und Kultur sowie Shopping ideal verbinden.
Kultur und Kunst ist das Alleinstellungsmerkmal, das USP, der Stadt. Kultur und die touristische Vermarktung ist für Kassel unerlässlich und stellt eine durchaus ernstzunehmende Zukunftsvision für die Stadt dar. Wenn wir in Kassel von Kultur reden, sehen wir die attraktive Museumslandschaft, aber auch die lebendigen Parks mit dem Bergpark, der Karlsaue und Wilhelmsthal, die documenta, als alle 5 Jahre wiederkehrendes Weltereignis, und das Thema Leben und Arbeitswelt der Brüder Grimm.

Mit dem Ausbau der Museumslandschaft und der Entwicklung einer Erlebniswelt – Brüder Grimm – sehen wir große Chancen, die Zahl der Kulturreisenden zu vervielfachen.

Mit dem Tourismus generieren wir momentan jährlich etwa 500 Millionen Euro Bruttoumsatz. Das macht deutlich, dass der Tourismus ein att-raktiver Wirtschaftsfaktor ist und ausbaufähig bleibt. In diesem Wirtschaftszweig gibt es eine ganze Reihe von mittelständischen Unternehmen wie Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Verkehrsinfrastruktur, die in unserer Stadt verwurzelt sind und bleiben.

Ich möchte alle Bürger unserer Stadt aufrufen, sich diesem Thema progressiv zu widmen, da bewiesen ist, dass attraktive Tourismusstandorte auch attraktive Lebensräume darstellen. Das müssen wir in uns tragen, denn „Kassel ist klasse“!

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