Von Izmir aus direkt an die Fulda

Rotary-Club Kassel-Hofgeismar begrüßt seine türkischen Gäste

Ein vielfältiges Programm absolvierten die Rotarier aus Izmir: Den Bergpark Wilhelmshöhe samt Schloss und Weißensteinflügel besichtigten die türkischen Gäste ebenso wie den folkloristischen Viehmarkt in Hofgeismar. Im Technikmuseum der Fuldastadt ließen sie sich über die dortigen Schätze aus vergangenen Tagen informieren und erhielten im Kasseler Daimler-Achsenwerk Einblicke in moderne Produktions- sowie Logistikprozesse. Das faszinierende Fachwerkensemble in Hann. Münden und eine Visite in Georg Roths Künstleratelier in Grebenstein rundeten die zahlreichen Eindrücke ab, die die zwölf Türken und deren Ehefrauen in der Region dankbar aufnahmen.

Stimmungsvoller Empfang im Grünen: Herzlich hießen die Rotarier vom Club Kassel-Hofgeismar ihre türkischen Freunde aus Izmir in Nordhessen willkommen. Foto: nh

Stimmungsvoller Empfang im Grünen: Herzlich hießen die Rotarier vom Club Kassel-Hofgeismar ihre türkischen Freunde aus Izmir in Nordhessen willkommen. Foto: nh

„Der Höhepunkt war ein gemeinsames Meeting im Espenauer Clublokal Waldhotel Schäferberg“, erläutert Marco Soika die internationale Freundschaft, die die beiden Rotary-Organisationen aus Kassel-Hofgeismar und Izmir verbindet.

Ehemaliger Student an Universität Kassel
Der Startschuss dazu war bei einem Telefonat des Präsidenten Hayati Ucal vom Club Konak-Kulübü mit seinem Kollegen aus Nordhessen gefallen. Ucal hatte einige Jahre Maschinenbau an der Universität Kassel studiert und war danach bei der Firma Auto-Kühler in Hofgeismar tätig gewesen, bevor er nach Izmir zurückkehrte.

Offenbar verband der Türke beste Erinnerungen an seine „zweite Heimat“, so dass er erneut Kontakte in die documenta-Metropole knüpfte. Diese blieben nicht ohne Folgen: Auf Ucals Einladung hin reisten im Februar sieben Kasseler Rotarier nach Izmir „und kehrten nach einer Woche voller imposanter Eindrücke zurück“, erläutert Club-Pressesprecher Dr. Günter Grotmann-Höfling, der sich über den gelungenen Gegenbesuch in den hiesigen Breitengraden freut und darauf verweist, dass „ein gemeinsames Projekt für drei Länder in der Luft“ liege.

Demografische Entwicklung als Thema
Im Sommer fand das laufende Jahr der Rotarier seinen Abschluss. Im Rückblick setzte sich der scheidende Präsident Michael Reitz mit dem zentralen Thema „Die demografische Entwicklung der Region“ auseinander. Nach einführenden Referaten, in denen Zahlen, Daten und Fakten im Mittelpunkt gestanden hatten, war es in den anschließenden Vorträgen um die Auswirkungen auf die Bildungssysteme, den Tourismus, die Rente, den Arbeitsmarkt sowie medizinische, religiöse und psychologischen Aspekte gegangen – „mit großer Resonanz“, wie Reitz zufrieden resümierte.

Der 54 Mitglieder zählende Club pflegte über die Grenzen hinaus Kontakte zum englischen Pendant in Eastbourne und den türkischen Freunden von Konak-Kulübü aus Izmir. Dem internationalen Jugendaustausch gaben die Kasseler weitere Impulse. So trat ein argentinischer Austauschschüler im Januar seine Heimreise an; am selben Tag begrüßte der Club mit Leticia Kaihara eine junge Brasilianerin, die nun für ein Jahr in Nordhessen zu Gast ist. Mit Ann-Sophie Bergmann und Jan-Hendrik Soika gingen zwei Youngster aus der Region in den letzten Wochen nach Chile bzw. Frankreich und erfüllen das Jugendaustauschprogramm von Rotary International auf ihre Weise mit Leben.

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