Zahnimplantate, na Claar – Interview mit Dr. Michael Claar

Das Team der Zahnarztpraxis Dres. Claar und Hilgenberg am Leipziger Platz.

Das Team der Zahnarztpraxis Dres. Claar und Hilgenberg am Leipziger Platz.

Schöne Zähne, keine Schwierigkeiten beim Essen und Sprechen, keine Haftprobleme und Druckstellen im Mund – viele Träger herkömmlicher Zahnprothesen können davon nur träumen. Feste Zähne sind dabei ein Plus für das eigene Lebensgefühl. Sie geben Ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen. Zahnerkrankungen und Unfälle allerdings können zu Zahnverlusten führen. Diese können dank Zahnimplantaten korrigiert werden. Jérôme sprach mit dem zertifizierten Implantologen und Teamzahnarzt der Kassel Huskies Dr. Michael Claar (Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie)

Jérôme: Welche Möglichkeiten bietet die moderne Zahnmedizin?

Dr. Michael Claar: Zahnimplantate bieten die Möglichkeit, fehlende Zähne vollwertig zu ersetzen. Das Implantat übernimmt dabei die Funktion einer Zahnwurzel. Es wird im Kiefer unsichtbar und fest verankern. Dank der fest sitzenden Wurzeln lassen sich sowohl einzelne Zähne ersetzen als auch größere Zahnlücken überbrücken. Die Vorteile liegen in der maximalen Schonung der Nachbarzähne, die bei herkömmlichen Zahnersatz abgeschliffen werden müssen, außerdem verhindern Zahnimplantate den gefürchteten Knochenschwund (Kieferatrophie), der bei Zahnprothesen auftritt.

Jérôme: Ist die Zahnimplantologie wissenschaftlich anerkannt?

Dr. Michael Claar: Ja, Zahnimplantate werden seit circa 40 Jahren erfolgreich bei Patienten mit fehlenden Zähnen eingesetzt. Im Jahre 1982 wurde die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als gesicherte, wissenschaftliche Behandlungsform anerkannt. Über eine halbe Million Zahnimplantate wurden im vergangenen Jahr in Deutschland erfolgreich eingesetzt.

Jérôme: Aus welchem Material bestehen Zahnimplantate?

Dr. Michael Claar: Alle marktüblichen Zahnimplantate bestehen heute aus hochreinem Titan, da es besonders gewebefreundlich  ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet. Eine Einheilrate von durchschnittlich weit über 90% und die Langlebigkeit sprechen für eine Versorgung mit Implantaten. Die wissenschaftlichen Studien der letzten 30 Jahre belegen dabei diese sehr hohe Erfolgsquote.

Jérôme: Welche Möglichkeiten gibt es bei unzureichendem
Knochenangebot?

Dr. Michael Claar: Durch neue Materialien und Operationstechniken kann der Kieferknochen aufgebaut werden, so dass auch diese Patienten mit Zahnimplantaten versorgt werden können. Durch moderne Knochenregenerationsmaterialien  können wir heute auf die Entnahme von Eigenknochen (Beckenknochen) verzichten, dieses ist für die Patienten wesentlich schonender und angenehmer. Die Knochenregenerationsmaterialien werden mit Substanzen aus dem Blut des Patienten vermischt und sorgen somit für ein stabiles knöchernes Fundament.

Jérôme: Ist das Einsetzen der Implantate ohne Schmerzen möglich?

Dr. Michael Claar: Das Einsetzen von Implantaten ist für den Patienten mit keinen Schmerzen verbunden, die Behandlung kann entweder in örtlicher Betäubung, auf Wunsch in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf (Analgo- Sedierung)  erfolgen. Diese moderne Methode ist gerade bei umfangreicheren Behandlungsmaßnahmen sehr zu empfehlen. Dadurch  kann absolut schmerz- und stressfrei behandelt werden. Diese Behandlung nimmt in unserer Praxis ein speziell ausgebildeter Facharzt vor.

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