Björn Schönewald: Ab in die Freyheit – Shoppen, Fliegen, Kochen…

bjoern-schoenewaldLandgraf Heinrich II. vergrößerte um 1330 seine Residenzstadt Kassel über die bestehende Befestigung hinaus. Auf der anderen Fuldaseite entstand die Neustadt, auf der bisher besiedelten Seite die Kasseler Freiheit. Sie wurde als eigene Stadt mit eigenem Bürgermeister gegründet und sowohl für Bürger, die sich hier ansiedelten, als auch für Händler, die hier ihre Waren feilboten, wurden zeitweise keine Steuern erhoben. Überliefert ist, dass Heinrich II. Händlern hier an vier Sonntagen im Jahr einen Jahrmarkt erlaubt haben soll.

Die City-Kaufleute richten heute alljährlich mit der kassel tourist einen verkaufsoffenen Sonntag aus, der mit Gauklern, Straßenkünstlern und vielen Attraktionen an die Casseler Freyheit erinnert und ihren Namen trägt.

Am 26. Oktober öffnen die Geschäfte der Innenstadt wieder einmal sonntags und bieten nicht nur interessante Produkte und Dienstleistungen an, sondern auch viel Unterhaltsames für Jung und Alt.

Heinrichs Pläne, in der Casseler Freyheit einen Dom zu errichten, scheiterten an der angespannten finanziellen Lage. Für die Martinskirche reichte es jedoch, die Heinrich II. 1366 zum Domstift erhob.

In eben dieser Martinskirche feiert man am 2. November den Festgottesdienst „Die Ewigkeit ins Herz gelegt“, anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Kasseler Musiktage.

Die Musiktage stehen vor dem Hintergrund doppelter Wirklichkeit, nämlich der des Außen und des Innen. Das Programm vom 30. Oktober bis zum 23. November ist bewusst breit gefächert und konfrontiert mit inhaltlichen und formalen Konstellationen, die das Prinzip aus dem Gegensätzlichen heraus thematisieren sollen.

Natürlich ist musikalisch noch einiges mehr zu erleben. Das Jazzfest zum Beispiel, zu dem der Förderverein Kasseler Jazzmusik zum 16. Mal einlädt.

Und auch einen Jubilar gibt es noch, einen silbernen sogar: Das Dokfest. Vom 11. bis 16. November wird es ausgetragen und feiert bei dieser Gelegenheit gleich seinen 25. Geburtstag.

Es zeigt sich, dass es trotz zuweilen tristen Wetters doch so einiges zu erleben und zu entdecken gibt. Lassen Sie sich von Jérôme einmal mehr die schönen Seiten Kassels und Kurhessens zeigen, denn von denen gibt es mehr als genug.

Wir berichten über die spannende Ausstellung Private Views, die erfreulichen Entwicklungen bei SMA, sprachen mit „Frau Goethe“, Anneliese Hartleb, widmen uns der Leidenschaft Fliegen, dem schönen Altern und auch dem Sport. Wussten Sie zum Beispiel, dass BVB-Trainer Jürgen Klopp in Kassel einen Doppelgänger hat?

Und auch kulinarisch hat diese Ausgabe des Jérôme einiges zu bieten. Kochen Sie doch mal wieder für Ihre Gäste. Starkoch Christoph Brand, zeigt Ihnen wie.

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