Ausstellungen im Fridericianum – Von Brücken verbunden

Foto: Mario Zgoll

Foto: Mario Zgoll

Gleich drei Ausstellungen eröffnete Rein Wolfs, Künstlerischer Leiter des Fridericianums, am 16. Januar. Cyprien Gaillard, Klara Lidén und Marc Bijl heißen die jungen Künstler, die ihre Werke noch bis zum 15. März präsentieren. „Werke, die einen gewissen Raum und Größe brauchen, um sich bemerkbar zu machen“, wie Wolfs erklärt. Die Künstler habe er zusammengesucht, um sie separat zu präsentieren, so der Künsterlische Leiter. Zwischen allen drei Ausstellungen gebe es Brücken, die sie verbinde.

Der französische Künstler Cyprien Gaillard beschäftigt sich in seiner Einzelausstellung PRUITT-IGOE FALLS mit dem Verhältnis von Natur und imposanten Landschaften zur Architektur sowie mit der ungleichen Wertschätzung von historischen und modernen Bauwerken. Sein neues Video Pruitt-Igoe Falls, eine skulptural-fotografische Installation mit 900 Polaroids, und die Skulptur Le canard de Beaugrenelle sind in einem betont musealen Parcours zusammengefügt.

Klara Lidén  zeigt in ihrer ersten größeren Einzelausstellung eine begehbare Skulptur in Kombination mit zwei neuen Videos, welche die physische und psychische Wahrnehmung berühren, beeinflussen und täuschen. Die junge schwedische Künstlerin (1979, Stockholm) verwandelt die großzügigen Hallen der Kunsthalle Fridericianum zu beklemmenden und verwirrenden Räume, in denen die Besucher sich nicht nur wohl fühlen könnten.

Der Niederländer Marc Bijl zeigt in der Kunsthalle Fridericianum die neuesten Entwicklungen seines Werkes, angereichert mit einigen früheren Werken, die Einblicke in die Entwicklungsgeschichte seines Oeuvres bieten und in der Ausstellung ein wirksames Spannungsfeld kreieren. The simple complexity of it all stellt die skulpturalen und installativen Aspekte seiner Kunst in den Vordergrund und verbindet sie über Graffiti-Texte inhaltlich miteinander.

Auch eine „längerfristige Sache“ stellte Wolf vor: Das neu gestaltete Foyer des Fridericianums. Hierfür wurde der international angesehene niederländische Designer Richard Hutten beauftragt. Hutten entwarf speziell für das Fridericianum ein neues Möbelelement. Dieses Möbelstück besteht aus Styrofoam mit einem Coating aus Epoxy und Polyurethan und wird durch 14 Sitzmöbel ergänzt. Die Hocker bestehen aus je einem Buchstaben und bilden gemeinsam den Begriff „entartete Kunst“. Das Foyer solle mit Kaffee und W-LAN eine Rolle als Treffpunkt einnehmen, „damit das Haus wieder als Haus funktioniert“.

Teilen, drucken, mailen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.