Wenn Erzählen zur Kunst wird

Buch bringt aktuelle Erkenntnisse über Dorothea Viehmann ans Tageslicht

Bei der Präsentation des neuen Buchs an der Knallhütte (v.l.): Sparkassen-Chef Ingo Buchholz, Christian Presche, Prof. Holger Ehrhardt, Dr. Vera Leuschner, Karl-Hermann Wegner und Verlegerin Renate Matthei. Foto: Mario Zgoll

Bei der Präsentation des neuen Buchs an der Knallhütte (v.l.): Sparkassen-Chef Ingo Buchholz, Christian Presche, Prof. Holger Ehrhardt, Dr. Vera Leuschner, Karl-Hermann Wegner und Verlegerin Renate Matthei. Foto: Mario Zgoll

Ingo Buchholz geriet ins Schwärmen. „Mit dem 34. Band unserer Reihe stellen wir eine außerordentliche Persönlichkeit vor“, unterstrich der Chef der Kasseler Sparkasse bei der Präsentation des Buchs „Dorothea Viehmann“. Der Manager hält den Band „für herausragend“, da er die große Bedeutung der Frau aus dem einfachen Volk für die Sammlung der Brüder Grimm herausstelle.

In der Tat: Zwei Jahrhunderte nach dem Tod Viehmanns ist dem Euregioverlag mit dem großzügig bebilderten Buch ein Coup gelungen. Prof. Holger Ehrhardt verfolgte den Namen Pierson über die französischen Vorfahren Viehmanns hinaus zurück bis ins niederländische Zeeland sowie nach Schottland. Das taucht die Märchen in anderes Licht, da sie mehr die französisch-hugenottische Tradition aufweisen. An dem als Geburtstag der „Viehmännin“ angenommenen 8. November 1755 scheinen aus seiner Sicht Zweifel angebracht.

Dass die Erzählerin mit dem Lehrer der Brüder Grimm, Friedrich Carl von Savigny, verwandt war, hatte die Forschung bislang kaum berücksichtigt. Für Furore dürfte die 1971 von Ludwig Denecke veröffentlichte Jacob-Grimm-Mitschrift einer Darstellung Viehmanns sorgen. Sie erlaubt Einblicke in die originale Erzählweise der Märchenfrau.

Das Buch umfasst 160 Seiten. Erschienen im Kasseler Euregioverlag, ist es unter der ISBN-Nummer 978–3–933617–51–4 zum Preis von 20 Euro im Buchhandel zu haben.

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