Zurück ins Leben ist das Ziel

Mit 1100 Mitarbeitern ist Lichtenau e.V. nicht nur der größte Arbeitgeber in der Region Werra-Meißner, mit rund 60 Millionen Jahresumsatz auch einer der Erfolgreichsten. Hinter dem modernen Komplexunternehmen für Medizin, Rehabilitation und Pflege stehen 60 Jahre Vereinsgeschichte. Stets ausgerichtet an dem Anspruch, kranken, pflegebedürftigen und körperbehinderten Menschen zu helfen. Das medizinisch wie therapeutisch hochwertige Angebot der stationären und ambulanten Versorgung basiert auf der Philosophie christlicher Nächstenliebe. Zurück ins Leben zu führen, ist das Ziel.

Weit über die nordhessische Region hinaus bekannt machte Lichtenau e.V. die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau. „Wir sind ganz klar das Aushängeschild“, bestätigt Geschäftsführer Stefan Orth und verweist auf die besondere Kompetenz in Endoprothetik, dem operativen Ersatz von Knie- und Hüftgelenken. Gerade hier gelte die Orthopädische Klinik hessenweit als die größte Einrichtung. Patienten kämen aber aus allen Teilen Deutschlands. Denn auch die spezielle Wirbelsäulenchirurgie für Erkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule genieße einen besonders guten Ruf und biete neben operativer, mikrochirurgischer und formkorrigierender Eingriffe auch interventionelle Schmerzdiagnostik und -therapie an. Nicht zu vergessen, als dritter Schwerpunkt, das Querschnittgelähmtenzentrum, dessen Behandlungskonzept und Versorgungsvielfalt nur mit 22 ähnlichen Einrichtungen in Deutschland zu vergleichen sei.

Nicht weniger als 4380 Patienten wurden laut Stefan Orth in 2009 stationär versorgt, 3000 von ihnen operativ behandelt. „Wir haben deutliche Zuwächse jedes Jahr und Wartezeiten von bis zu sechs Monaten“, beschreibt der Geschäftsführer die aktuelle Situation. Ein wichtiges Anliegen sei deshalb, in naher Zukunft die OP-Kapazität auszuweiten, betont Stefan Orth und räumt ein: „Hier sind wir ein bisschen limitiert und hoffen auf eine Landesförderung.“

Schließlich habe der Behandlungsbedarf auch angesichts der Volkskrankheit Rückenleiden gerade in den letzten Jahren „einen rasanten Anstieg genommen“. Hinzu käme, dass die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau nicht nur auf Grund ihrer medizinischen Kompetenz, sondern auch wegen ihrer Atmosphäre auf der Basis christlicher Nächstenliebe bei den Patienten sehr geschätzt werde. „Unser Klima ist doch etwas Besonderes“, betont Stefan Orth. Gerade von Querschnittgelähmten, die meist länger als ein bis zwei Wochen in der Klinik behandelt würden, kämen überwiegend positive Rückmeldungen. Dazu trage auch ein internes Lob- und Tadelmanagement bei, das von den Anregungen der Patienten lebe. Stefan Orth: „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Philosophie nach innen gelebt wird.“

Ein Grundsatz, der auch für die anderen Unternehmen und Bereiche von Lichtenau e.V. gilt. Zu den Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen zählen die Ambulanten Dienste Nordhessen, die behinderten Menschen in Kassel und Umgebung persönliche Assistenz, Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung anbieten und dadurch das Wohnen, Leben und Arbeiten in der vertrauten Umgebung ermöglichen. Diese Eigenständigkeit unterstützen auch die Häusliche Krankenpflege und der Hospizdienst mit einem Team qualifizierter Pflegekräfte, die zudem in dem Projekt „Bürger helfen Bürgern“ speziell an Demenz erkrankte Menschen betreuen.

Des Weiteren bildet die berufliche sowie die soziale Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen einen Schwerpunkt. Der Integrationsbetrieb Lichtblick als Dienstleistungsunternehmen für Druckprodukte und grafische Dienstleistungen  beschäftigt Menschen mit und ohne Behinderung. Das Orthopädietechnische Zentrum Lichtenau (OTZ) rundet das Dienstleistungsangebot des diakonischen Komplexunternehmens Lichtenau e.V. ab.

Für die Altenbetreuung gibt es das Pflegezentrum Fürstenhagen unter dem Dach von Lichtenau e.V.. Tages-, Kurzzeit- oder Langzeitpflege wird hier Senioren angeboten. Aber auch Erwachsene mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen, Schwerstkörperbehinderte und Multiple-Sklerose-Kranke finden hier fachgerechte Betreuung. Sorge tragen dafür nicht zuletzt Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer und Physiotherapeuten, die zum Teil an, der Klinik angegliederten, staatlich anerkannten Schulen ausgebildet werden.

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