Wolfram Ebert: Mäh sin mäh

Als in Kassel Geborener, und damit schon mal mindestens „Kasselaner“, habe ich vom ersten Lebenstag an eine intensive Beziehung zu unserer Stadt. Den größten Teil meines Lebens habe ich in Ahnatal-Weimar gelebt. Für drei Jahre aber durfte ich in meiner Kasseler Zeit mit Altbauwohnung in der Dörnbergstraße die besonders urbane Atmosphäre des Bebelplatzes genießen. Gerne denke ich zurück an Straßencafés, Friedrich-Ebert-Straße und Goetheanlage, Aschrott-Park und Friedenskirche, Linie 4 und viele kleine inhabergeführte Geschäfte und Buchläden direkt vor der Haustür. Mein beruflicher Lebensmittelpunkt ist ohnehin seit über 30 Jahren Kassel.

Wolfram Ebert, Mitglied des Vorstands der Kasseler Sparkasse. Foto: privat

Wolfram Ebert, Mitglied des Vorstands der Kasseler Sparkasse. Foto: privat

Täglich führt mich heute mein Weg ins Büro durch so unterschiedliche Stadtteile wie Harleshausen, Kirchditmold und den Vorderen Westen in den Stadtteil Mitte zum Sitz der Kasseler Sparkasse in die Wolfsschlucht 9. Als Vorstandsmitglied habe ich den wirtschaftlichen Aufschwung Kassels von dort aus unmittelbar erlebt und arbeite gerne mit an der Dynamik, mit der sich unser Wirtschaftsraum entwickelt. Dabei wünsche ich uns nicht nur, dass diese Entwicklung weitergeht, sondern auch, dass es gelingt, die Besonderheiten unserer Stadt zu erhalten, nicht nur wenn es sich um Weltkulturerbe handelt, sondern überall dort, wo es identitätsstiftend wirkt. Auch wenn wir hier keine Schwaben sind und sehr wohl ausgezeichnet hochdeutsch sprechen, darf es hin und wieder auch mal ein bisschen Kasseläner Dialekt sein. Wäre doch schade, wenn der ausstürbe. „Mäh sin schließlich mäh“ – oder?

Wolfram Ebert
Mitglied des Vorstands der Kasseler Sparkasse

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