Chef der Fliegenden Köche – Christoph Brand im Porträt

Christoph Brand ist der Chef der fliegenden Köche aus Kassel. Foto: Mario Zgoll

Christoph Brand ist der Chef der fliegenden Köche aus Kassel. Foto: Mario Zgoll

„Du musst kochen lieben, als wärst Du immer Gast geblieben“, dieses Motto von Christoph Brand beschreibt den gebürtigen Fritzlarer und seine Passion nahezu komplett. Kochen ist sein Beruf und seine Berufung, er isst gern, er probiert gern Neues aus, und er ist der Chef der fliegenden Köche in Kassel. Hinter den fliegenden Köchen verbirgt sich ein innovatives junges Konzept für eine Catering- und Koch-Firma.

Fliegende Köche bringen Leckereien überall hin
„Wir kochen überall“, sagt der Chef selbstbewusst. Das Hauptquartier, sein „fliegendes headquarter“ wie er sagt, ist in der Lilienthalstraße 15 in Kassel. Im Jahr 2005 hat Christoph Brand die Firma gegründet. Viereinhalb feste Mitarbeiter hat er jetzt, doch der Personalstamm kann je nach Anlass erweitert werden. In der Lilienthalstraße gibt es das „Fliegende Restaurant“, wohlschmeckende Event-Küche mit Christoph Brand und vielen Koch-Kollegen aus dem Fernsehen. „Hessisch-asiatisch-mediterran“ sei sein Stil, beschreibt es der Chef. Und nennt ein Koch-Beispiel: „Ahle Worscht-Frühlingsrolle mit Basilikum-Pesto.“

Mit Pfiff kochen ist für den Vater einer zweieinhalbjährigen Tochter Lebensqualität. Schon die Kleine übe fleißig an ihrem kleinen Herd und serviere selbst kreierte Gerichte, freut er sich. Der Nordhesse ist seiner Heimat stark verbunden. Lebt in Fritzlar, hat seine Freunde in der Region und die, so sagt er, liege ihm am Herzen. Ebenso wie die Musik. Und da heißt die Richtung in seinem Fall HipHop. Mit den fliegenden Köchen reist der Nordhesse quer durch die Republik und hat unter anderem schon viele Stars und Bands wie die Helden oder Silbermond, Jan Josef Liefers, Juli oder Max Herre bekocht.

„Nordhessen liegt mir am Herzen“
Christoph Brand, heute 37 Jahre alt, war schon mit 29 Jahren Küchenchef. Und zwar im Maritim in Bad Wildungen. Die Leidenschaft für Herde und Kochtöpfe begann allerdings schon bei Mutter in der Küche. Trotzdem habe er erstmal ein Praktikum in der Krankenpflege angefangen, sagt er. Doch das sei nichts für ihn gewesen. Es wurde die Kochlehre im „Deutschen Kaiser“ in Fritzlar, dort hat er das Kochen von der Pike auf gelernt. Und hat seine Bundeswehrzeit im Offiziers-Casino in Fritzlar verbracht. Küchenchef im Maritim in Bad Wildungen war Christoph Brand bis 2007 – hat aber parallel schon die fliegende Küche ins Leben gerufen und auf Messen und Events gekocht. Dann kam der Schritt in die Selbstständigkeit.

Kreatives Kochen immer neu erfinden
Der kreative Kopf aus Fritzlar bietet Kochkurse an, steht in Fritzlarer Scala Varieté mit Cook and Comedy auf der Bühne und heckt ständig neue Koch-ideen aus. Fürs Profi-Kochen, so sagt er, brauche man Durchhaltevermögen. Sein Küchenchef ist übrigens Bruder Sebastian – er hat ebenfalls in der Familienküche in Fritzlar seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt. Und das Lieblingsgericht des Profis?  „Bodenständig,“ sagt er. Und fügt an: „Steckrübensuppe.“

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