Eva Kühne-Hörmann – Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Eva Kühne-Hörmann. Foto: Mario Zgoll

Eva Kühne-Hörmann. Foto: Mario Zgoll

„Das waren schon muntere Gespräche am Küchentisch“, erinnert sich die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann. Die Politik wurde ihr quasi in die Wiege gelegt: Ihr Vater war Stadtkämmerer in Kassel. Die Tochter wuchs diskutierfreudig heran und kam über Schule und Schulpolitik auf den Geschmack. Ihr Vater engagierte sich in der SPD, die Tochter in der CDU. 1986 trat sie dann in die CDU ein.  Aufgewachsen ist die 47-Jährige in Wahlershausen und Bad Wilhelmshöhe. Wobei dem Kasseler Stadtteil Wilhelmshöhe damals das „Bad“ im Namen noch fehlte. An der Politik reize sie, etwas zu bewegen, sagt sie.

In Wilhelmshöhe und Wahlershausen aufgewachsen
Nach dem Abitur entschied sie sich zum Jura-studium in Würzburg und Göttingen, machte in Kassel ihr Referendariat und arbeitete später unter anderem als Regierungsrätin beim Thüringer Justizministerium und als Magistratsrätin beim Kasseler Oberbürgermeister Georg Lewandowski. 1995 gewann sie den Kasseler Wahlkreis III und zog in den Hessischen Landtag ein. Eine starre Karriereplanung habe es nicht gegeben, sagt sie, wohl aber den Wunsch, Kinder und Karriere zu vereinen. Konsequent hat die Kasselanerin diesen Wunsch umgesetzt.

Kinder und Karriere unter einen Hut gebracht
Sie bekam zwei Kinder und arbeitete weiter. Pendelte zwischen Kassel und Wiesbaden und organisierte ihren Alltag zwischen Kindern und Karriere. In einer Zeit, in der es noch nicht ganz so üblich war wie heute, beides zu vereinen. Doch viel Aufhebens macht sie darum nicht. „Alles eine Frage der Organisation“, sagt sie trocken und fügt hinzu, sie habe auch den richtigen Mann an ihrer Seite. Anders wäre es nicht gegangen und anders ließe sich auch heute das Ministeramt nicht mit der Familie unter einen Hut bringen. Denn der Wohnsitz von Eva Kühne-Hörmann ist Kassel geblieben. Zu Hause werden Termine mit der Familie abgestimmt, so dass der Spagat funktioniert. Sohn und Tochter sind mittlerweile 9 und 13 Jahre alt. Allerdings fügt die Ministerin hinzu, dass sie nicht nur einen Mann, sondern auch Kinder habe, mit denen sich das Ganze so organisieren lasse.

Wenig Schlaf, gute Konstitution, viel Arbeit im Auto
Von sich selber sagt sie, dass sie wenig Schlaf brauche, im Auto gut arbeiten könne und eine gute Konstitution habe – alles sicherlich gute Voraussetzungen für einen politischen Beruf. Als Ministerin für Wissenschaft und Kunst ist die 47-Jährige für viele Aufgaben in ganz Hessen zuständig. Ob Aufbau und Ausbau der Museumslandschaft, die stetig wachsende Universität Kassel oder das Thema Weltkulturerbe: Gerade in Nordhessen gilt es spannende Themen zu begleiten. Da versteht sich Eva Kühne-Hörmann oft als Botschafterin in beide Richtungen. Hin zu den Nordhessen, um ihnen die Schätze ihrer Region näherzubringen. Aber auch raus aus Nordhessen, um für die Schätze dieser Region zu werben.

Werben für die Schätze der Region Nordhessen
Die eigenen Kinder sind gern in Museen unterwegs, erzählt die Ministerin. Sie wünscht sich, dass möglichst viele Menschen die kulturellen Angebote des Landes nutzen. Und zwar mit Spaß und ohne falsche Scheu vor den Themen Kunst und Kultur. Gerade bei den Kindern müsse man da anfangen, sagt sie, eine gemeinsame Kultur bringe Identität und Lebensqualität. In ihrer eigenen Freizeit unternimmt sie viel mit der Familie, gemeinsame Ausflüge und Urlaube gehören zum Familienleben.

Auf die Frage, was sich Eva Kühne-Hörmann für sich selbst in den kommenden Jahren wünscht, gibt es, wie gewohnt, eine klare, präzise Antwort: „Gesundheit.“

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