Günther Cramer: Sonnige Aussichten mit mutigen Visionen

Günther Cramer, SMA Vorstandssprecher. Foto: Mario Zgoll

Günther Cramer, SMA Vorstandssprecher. Foto: Mario Zgoll

„Der selbstbewusste, innovative und kritische Mitarbeiter ist bei uns gefragt“, sagt Vorstandssprecher Günther Cramer und erklärt so in einem Satz die Unternehmenskultur und eines der Geheimnisse des Erfolges der SMA Solar Technology AG, deren Unternehmenssitz in Niestetal im Landkreis Kassel ist. „Wir beteiligen unsere Mitarbeiter sowohl an den Informations- und Entscheidungsprozessen als auch am Gewinn des Unternehmens, denn wir möchten sie mit dem Herzen, aber auch mit der Geldbörse mitnehmen.“

SMA ist weltweit umsatzstärkster Hersteller von Solar-Wechselrichtern, führend in dieser Technologie. Über 2600 Mitarbeiter in neun Ländern auf vier Kontinenten sind Teil einer nordhessischen und gleichzeitig internationalen Erfolgsgeschichte und einer Firmenausgründung aus der Kasseler Universität.

Zusammen mit seinen Freunden, Reiner Wettlaufer und Peter Drews, ebenfalls Ingenieure, hat Günther Cramer Elektrotechnik an der Universität Kassel studiert und bei Professor Dr. Werner Kleinkauf in den 80iger Jahren erste Erfahrungen mit den Themen rund um erneuerbare Energien gemacht.

Die drei, Freunde und Geschäftspartner bis heute, gründeten 1981 ein Ingenieurbüro. Sie arbeiteten erstmal im Bereich Windenergie, blieben in engem Kontakt zur Uni und zum Institut für Solare Energietechnik (ISET). Später konzentrierten sie sich auf die Sonnenenergie und die Weiterentwicklung der Wechselrichter-Technologie. In einer Zeit, als der Gedanke an Erneuerbare Energien alles andere als üblich war (Wechselrichter verwandeln übrigens Gleichstrom in den Solarmodulen in netzüblichen Wechselstrom). Mut und Beharrlichkeit zahlten sich aus: In diesem Jahr ging das Unternehmen an die Börse, und in den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde im Vergleich zum Vorjahr allein der Umsatz um 140 Prozent auf 519 Millionen Euro gesteigert.

SMA-Vorstandssprecher Günther Cramer wohnt in Kassel, einer Stadt, die, wie er sagt, eine gute Größe habe. „Hier habe ich meine Freunde, mein soziales Umfeld“, erzählt der Ingenieur, der in seiner Freizeit gern segelt, und früher einmal mit dem Gedanken gespielt hat, Philosophie zu studieren.

Mit der Universität Kassel arbeitet SMA übrigens nach wie vor sehr eng zusammen. Gerade ist Günther Cramer Ehrenbürger der Universität geworden. Das freue ihn sehr, sagt er, denn SMA war eine der ersten Firmenausgründungen der damaligen Gesamthochschule.

Langfristig sieht Cramer in Sachen Erneuerbare Energien große Chancen für die gesamte Region. Bis zum Jahr 2020 könnten aus seiner Sicht rund 20000 neue Arbeitsplätze bei einem weiteren Ausbau von Nordhessen zu einem Zentrum für Erneuerbare Energien entstehen. Für die Region wünscht sich Günther Cramer mehr kraftvolle Konzentration auf einige wenige Themen. Und mehr Mut. Er und seine Mitstreiter haben gezeigt, was alles möglich ist.

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