Mit Erfahrung und Augenmaß: Dr. Jürgen Barthel 20 Jahre Kämmerer

Dr. Jürgen Barthel 20 Jahre Kämmerer der Stadt Kassel. Foto: Mario Zgoll

Dr. Jürgen Barthel 20 Jahre Kämmerer der Stadt Kassel. Foto: Mario Zgoll

In Hamburg geboren, ist Dr. Jürgen Barthel noch eine gewisse hanseatische Zurückhaltung eigen. Er ist keiner, der publikumswirksam lospoltert und laut ist. Eher ein Vertreter der leisen Töne und Sachargumente. Und das kommt ihm als Stadtkämmerer der Stadt Kassel natürlich zugute. Seit 20 Jahren bekleidet er dieses Amt, damit ist er dienstältestes Mitglied des Magistrats. Und hat im Rathaus viele kommen und gehen gesehen und viele politische Konstellationen erlebt. Mit 19 Jahren ist er in die SPD eingetreten. Damals in Südhessen. Es war die Zeit von Willy Brandt, erzählt er. Aufbruch, Veränderung. Und dem Slogan „So nicht und jetzt nicht.“

Dienstältestes Magistrats-Mitglied in Kassel
Dr. Jürgen Barthel studierte Volkswirtschaft in Frankfurt, promovierte, und war und ist der Meinung, dass eine solide berufliche Ausbildung eine gescheite Basis für Unabhängigkeit und Brötchenverdienst schafft. Zu seinem persönlichen Berufsweg gehört es unter anderem, zweimal in Brüssel bei der Europäischen Gemeinschaft gearbeitet zu haben. Außerdem hat er sechseinhalb Jahre bei der Deutschen Bank im Firmenkreditgeschäft gearbeitet. Seine politische Arbeit führte ihn drei Jahre nach Bonn und dann ins Dezernat nach Kassel. „Ich habe mich ganz aktiv für Kassel entschieden“, sagt der Politiker, der auch ein Angebot für die Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz hatte.

Bewusste Entscheidung für Nordhessen
Kassel sei schon seit langem Lebensmittelpunkt geworden, erzählt der Stadtkämmerer. Es sei wichtig, Wurzeln zu schlagen. Er identifiziere sich mit der Stadt. Immer wieder werde er von Bürgern angesprochen, wenn er in Kassel unterwegs sei. Es sei wichtig, andere Meinungen zu hören, beharrlich zu bleiben, am Ball zu bleiben. „Ich erlaube mir, selber zu denken“, erzählt der Wahl-Nordhesse. Das Wohl der Stadt sei wichtig, die habe immer erste Präferenz.

Viele Wünsche – wenig finanzielle Spielräume
Zurzeit sei es aber durchaus schwierig. Die Schuldenkrise sei für viele weit weg, es gebe viele Wünsche, auch in Kassel. Viele Aufgaben müssten abgearbeitet werden und das bei demographischem Wandel und wenig finanziellen Spielräumen. Kassels Stadtkämmerer kommt bei all dem und über 672 Millionen Euro Stadtverschuldung zugute, dass er beharrlich ist. Er bleibt ruhig und sieht viel Gutes in der Stadtentwicklung. Die Stadt habe sich gut entwickelt und das Selbstbewusstsein von Stadt und Land sei gewachsen. Das merke man den Menschen auch an.

Selbstbewusstsein der Bevölkerung ist gestiegen
Wenn Dr. Jürgen Barthel Zahlen und Probleme vergessen will, geht er wandern oder auf Reisen mit Ehefrau Elke. Mit der er seit 27 Jahren verheiratet ist. Seitdem gibt es ein gemeinsames Konto – und beiderseits keine Beschwerden.

Teilen, drucken, mailen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.