Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep: Ich bin ein absoluter Optimist

Der Kasseler Universitätspräsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. Foto: Mario Zgoll

Der Kasseler Universitätspräsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. Foto: Mario Zgoll

Der Kaffee ist frisch gekocht, der Universitätspräsident gut gelaunt und der Ausblick phantastisch: Das Büro von Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep bietet einen schönen Blick über die Kasseler Universität, den Campus, die Mensa, die roten Backstein-Universitätsgebäude. Wie ein kleines Dorf. „Das ist in Deutschland einmalig“, sagt der Universitätspräsident, „dass ein Campus so gebaut ist.“

Einmalige Campus-Atmosphäre der Kasseler Universität
Er sei oft auf dem Campus unterwegs. Da übertrage sich Atmosphäre, er sei dann präsent, und er sehe dies und das. Es sei für ihn wichtig, mittendrin zu sein, so der gebürtige Wolfsburger, der seit dem Jahr 2000 Universitätspräsident in Kassel ist. Angefangen hat für den Volkswirt in Kassel alles 1991 mit einer Gast-Professur. „Das ist gut hier“, habe er damals gedacht. Die nächste Station war dann Berlin; Rolf-Dieter Postlep arbeitete in der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. 1996 stand er vor der Entscheidung, ob er eine Professur in Potsdam, Frankfurt/Oder oder Kassel annimmt – und er entschied sich für Kassel.

„Das ist gut hier“ – Entscheidung für Kassel
Das Ziel war nicht, Universitätspräsident zu werden, aber irgendwann stellte sich die Frageder Kandidatur für Rolf-Dieter Postlep. Er nahm die Herausforderung, die er zu den interessantesten beruflichen überhaupt zählt, an: „Sie müssen in allen Disziplinen eine Grundorientierung haben, von der Physik bis zur Kunst. Das ist nicht leicht, aber enorm reizvoll, wenn man neugierig ist, und das bin ich.“

Universitätspräsident mit Herzblut und Neugier
Vielseitig interessiert ist dieser Universitätspräsident, aber auch präsent in Kassel „Das gehört einfach dazu“, sagt er. Sehr gern hat es Rolf-Dieter Postlep, wenn er repräsentative Pflichten mit seiner Frau gemeinsam wahrnehmen kann. Wenn er dann ausgehe, versuche er, der Situation immer das Beste abzugewinnen und nicht darauf zu warten, dass er über irgendetwas mäkeln könne. Seine Frau und seine vier Kinder im Alter von 25 bis 37 Jahren sind seine Kraftquelle, sein Ausgleich.

Die Familie ist Kraftquelle und Ausgleich
Sicher ein Grund für die positive Ausstrahlung dieses Universitätspräsidenten. Er lacht. „Ich bin ein absoluter Optimist, das ist mein Glück.“

Moderne Universität mit freier, internationaler Atmosphäre
1970 wurde die Kasseler Universität als erste Gesamthochschule Deutschlands gegründet. Seit 2003 nennt sie sich Universität Kassel.

Rund 18000 Studierende zählt die Kasseler Universität – das ist eine mehr als gute Auslastung. Der Uni-Chef freut sich darüber und setzt auf attraktive Studiengänge, eine moderne und offene Atmosphäre, gute Verbindungen von Forschung und Praxis und international ausgerichtete Studiengänge. „Wenn man Glück hat, gibt es keine bessere Phase im Leben als das Studium. Wann kann man so frei sein?“

Nordhessen auf dem Weg nach vorn
In Nordhessen fühlt sich Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep sehr wohl; „ich glaube, dass es nach vorn geht“, sagt er. Er ist übrigens in zweiter Amtszeit gewählt bis 2012. Dann ist er 66 Jahre alt. Was dann kommen soll, darüber hat er sich noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. Denn er steht gutgelaunt mittendrin im Zentrum seiner dynamischen Universität.

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Ein Kommentar

Uwe Rüggeberg

Herr Prof.Dr. Postlep ist in den Jahren wo Er Unipräsident ist in sich selbst sehr gewachsen .
Er hat viel für Kassel und die Kultur getan . Vorbildlich ist die Erweiterungf des Campus .
Herr Postlep hat in vielerlei Hinsicht ein aufregendes Leben .
Möge er immer die nötige Weitsicht für die Uni und Kassel behalten , würde mich über ein persönliches Gespräch mit Herrn Postlep über die Zukunft der Uni und Kassel sehr freuen .
Da Herr Postlep in vielen Bereichen sehr aktiv ist .

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