DEL wir kommen – Huskies in den Startlöchern

sport2Kurz vor Beginn der neuen DEL-Saison sind die Vorbereitungen bei den Kassel Huskies endlich abgeschlossen. Fünf Monate nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga hat sich das Personal und Spielerkarussell stark gedreht und die Weichen für eine erfolgreiche Saison sind gestellt. Als ersten Neuzugang vermeldeten die Huskies bereits kurz nach Saisonende den Top-Scorer der 2. Bundesliga Martin Bartek. In der abgelaufenen Saison war der Slowake mit 112 Punkten in 56 Spielen der überragende Mann der Liga. Mit deutlichem Abstand wurde der Linksaußen vom Fachmagazin EishockeyNEWS zum Spieler des Jahres gewählt. Der zweite Neue ist ein Rückkehrer. Mit Alexander Heinrich kehrt nach zwei Jahren ein Kasseler Eigengewächs nach Nordhessen zurück. Der 20-jährige Stürmer spielte zuletzt beim ETC Crimmitschau und machte den Huskies das Leben im Play-Off-Viertelfinale sehr schwer. In 43 Spielen markierte er fünf Tore bei sechs Vorlagen.

Mitte Mai sicherte man sich die Kompetenzen von Collin Beardsmore aus Nürnberg. Mit 1,88 Meter und 94 Kilogramm gilt der 30-Jährige als sehr robuster Stürmer. Beardsmore kam bereits vor acht Jahren in die DEL, wo er zunächst drei Jahre für die Iserlohn Roosters auflief. Über Köln und Augsburg wechselte der Hüne dann 2005 nach Nürnberg, mit denen er in der letzten Saison Vizemeister wurde. Der gebürtige Kanadier erhielt vor kurzem seinen Deutschen Pass und fällt damit nicht mehr unter das Ausländerkontingent der Nordhessen. Zum nächsten Paukenschlag holten die Schlittenhunde nur kurze Zeit später aus. Mit Ryan Gaucher und vom dänischen Erstligisten Sönderjyske und Alex Leavitt von den Arizona Sundogs aus der AHL verpflichteten die Schlittenhunde den in der abgelaufenen Saison mit 58 Punkten (14 Tore und 44 Vorlagen) in 51 Spielen besten Verteidiger Dänemarks und das mit 50 Toren und 108 Vorlagen in 75 Spielen erfolgreichste Nachwuchstalent der American Hockey League.

Anfang August dann der Schock! Der Garant des Kasseler Aufstiegs Shawn McNeil meldet sich krank. Die Ärzte diagnostizieren Rheuma. Ein Ausfall über einen längeren Zeitraum ist mit dieser Krankheit automatisch vorprogrammiert. Doch kein Grund für die Fans, sich Sorgen zu JÉRÔME SPORT machen, bereits kurz nach der Erkrankung vermelden die Huskies mit der Verpflichtung des Ex-Kölners Sean Tallaire einen adäquaten Ersatz für den Kanadier. Die letzten zwei freien Plätze im Kader wurden mit Dustin Wood und Bryan Schmidt besetzt.Wood wechselt vom ERC Ingolstadt nach Nordhessen. Der 27-Jährige schaffte in der vergangenen Spielzeit in 56 Spielen sechs Tore und zehn Vorlagen. Bryan Schmidt musste seine Fähigkeiten zunächst im sogenannten „Try out“ beweisen bevor seine Verpflichtung offiziell wurde. Der Verteidiger war zuletzt East Coast Hockey League (ECHL) – Meister mit Cincinnati (24Punkte in 30 Spielen), spielte aber auch in der AHL für die Milwaukee Admirals (50 Spiele, 4 Tore, 5 Vorlagen). Im Bereich der Presse- und Öffentlichkeit verstärkten sich die Fuldastädter mit Dirk Lorey. Mit dem 41-jährigen Journalisten bauen die Kassel Huskies ihre Öffentlichkeitsarbeit nach dem Abgang von Torsten Pfennig neu auf.

Dirk Lorey ist ein erfahrener Redaktionsprofi mit kaufmännischem Hintergrund. Der gebürtige Bad Hersfelder war in der Vergangenheit bereits als Verlagsleiter tätig. Huskies mit starker Frühform Überbewerten soll man die Vorbereitungsspiele zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, aber dennoch zeigten die Kassel Huskies bei den ersten Partien vor der kommenden Saison beachtliche Leistungen. Beim 4:2-Erfolg während der Saisoneröffnungsfeier gegen den ERC Ingolstadt überzeugten die Nordhessen mit einer geschlossenen starken Mannschaftsleistung und zeigten, dass auch die Neuzugänge schon gut integriert sind. Das zweite Vorbereitungsspiel gewannen die Nordhessen überraschend deutlich mit 7:2 gegen die Füchse aus Duisburg. Diese gingen zwar durch Selivanov in der zweiten Minute in Führung, doch diese konnte nach nicht mal 50 Sekunden durch Wood in Überzahl ausgeglichen werden. Die gut 2 600 Zuschauer in der Eissporthalle bekamen sehr spektakuläre erste Minuten zu sehen, denn wieder verstrichen nur wenige Minuten bis es im Kasten von Goalie Ilpo Kauhanen abermals „klingelte“. Zwei Tage später zeigten die Kasseler nochmals ihr Können auf fremden Eis. Gegen die Mannheimer Adler in der SAP-Arena brannten die Huskies im zweiten Drittel ein wahres Feuerwerk ab und schlugen die Adler schlussendlich mit 3:1. Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, welche Herausforderungen noch auf die Kassel Huskies in der neuen Saison zukommen.

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