Der doppelte Klopp!

Immer wieder wird Jörg-Friedrich Schmidt (links) für Jürgen Klopp (rechts) gehalten. Er nimmt´s sportlich: „Lieber werde ich mit Jürgen Klopp verwechselt als mit Rainer Calmund." Foto: Melanie Goldmann

Immer wieder wird Jörg-Friedrich Schmidt (links) für Jürgen Klopp (rechts) gehalten. Er nimmt´s sportlich: „Lieber werde ich mit Jürgen Klopp verwechselt als mit Rainer Calmund.“ Foto: Melanie Goldmann

Eigentlich ist Jörg-Friedrich Schmidt Sportvermarkter und kümmert sich mit seinem Kasseler Unternehmen, der Schmidt-Sport-Consulting GmbH, um das Sponsoring und die Vermarktung für den KSV Hessen Kassel, die Kassel Huskies sowie den Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe und Boxweltmeister Arthur Abraham. „Wir vernetzen Emotionen“, beschreibt Schmidt kurz seine Arbeit als Sportvermarkter. Mit seiner Agentur bauen er und sein Team, das aus Kommunikations- und Netzwerkexperten besteht, Sportler zu Marken auf und stellen Unternehmen professionelle Sport-Sponsoring-Lösungen zur Verfügung.

Ob im Sport oder in der Kultur, die Agentur rund um Jörg-Friedrich Schmidt versteht es, durch hochwertige Events Emotionen zu wecken und mit dem Thema Sport zu vernetzen, um mit attraktiven Möglichkeiten die vorgegebenen Marketingziele ihrer Kunden zu erreichen. Da sich Schmidt bereits seit der Neugründung des KSV Hessen Kassel im Jahr 1998 um die Vermarktung des nordhessischen Traditionsvereins kümmert, ist er besonders beim Thema Fußball ganz vorn mit dabei. Aber dass er auch als Doppelgänger von Jürgen Klopp ganz vorn mit dabei ist, das dämmerte ihm erst langsam. Es begann in der Saison 2003/2004 bei einem Flutlichtspiel in Fulda. Zu der Zeit war Jürgen Klopp Trainer des FSV Mainz und spielte um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. „Der Pressesprecher von Borussia Fulda sprach mich an, warum Herr Klopp sich ein Oberligaspiel von Borussia Fulda anschaue? Ich antwortete, dass mich die Oberliga Hessen viel mehr interessiere als derzeit die 2. Bundesliga“, beschreibt Schmidt die erste Verwechslung mit Klopp. „Der Pressesprecher schaute mich sehr ungläubig an. Die Einladung, bei der Pressekonferenz etwas zu sagen, habe ich dankend abgelehnt und die Verwechslung aufgeklärt“, schmunzelt Schmidt.

Die nächste Klopp-Verwechslung fand am 19. April dieses Jahres statt. Pokalfinale in Berlin. Borussia Dortmund gegen Bayern München. Ausverkauftes Stadion und eine riesige Stimmung. „Ich hatte das Vergnügen als VIP-Gast das Spiel von einer Loge aus zu sehen“, erzählt Schmidt, „diese Loge befand sich direkt neben der Loge des ZDF, also der, in der sich Jürgen Klopp als Moderator aufhielt. Bereits auf dem Weg zum Stadion wurde ich, von mir vielen unbekannten Menschen, höflich begrüßt, selbst Toni Schumacher rief mir im VIP-Bereich ein freundliches ,hallo Kloppo’ zu.“ Beim Freundschaftsspiel des KSV Hessen Kassel gegen Borussia Dortmund im September nutze Jörg-Friedrich Schmidt die Gunst der Stunde um ein Foto mit dem Mann zu machen, für den er so oft gehalten wird. „Nach der Pressekonferenz machten wir das Foto und gingen durch den Mitteleingang zurück zum VIP-Bereich. Auf dem Weg mussten wir an dem Mannschaftsbus von Dortmund vorbei. Dieser wartet nur noch auf Jürgen Klopp und vor dem Sicherheitszaun standen unzählige Fans, um ein Autogramm von Jürgen Klopp zu bekommen. Selbst die Dortmund-Fans waren der Meinung, ich sei ihr Trainer Klopp und wollten unbedingt Autogramme“, lacht Schmidt. Aber sind diese Situationen für den Kasseler nicht auch nervig?  „Mit Jürgen Klopp verwechselt zu werden ist spaßig. Ich sage immer: Lieber werde ich mit Jürgen Klopp verwechselt als mit Rainer Calmund.“

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