Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben



Macht den Kopf frei!

5. August 2018 | Von | Kategorie: Sport 

Die Gedanken sind frei, heißt es; und Stand heute ist das noch so. Aber Gedanken können auch echte Quälgeister sein, die einen verfolgen, die einen nicht schlafen lassen, die einen in den falschen Momenten ablenken. Viele Menschen in verantwortungsvollen Positionen wissen das. Die Ursache ist Stress und das Gegenmittel heißt Fitness.

Sportwissenschaftler Daniel Schmahl ist Experte für Training und Ernährung. Foto: Alibek KäslerMit der Fitness ist es wie mit dem Zähneputzen: Wer nicht regelmäßig was macht, kann keine guten Ergebnisse erwarten. Gerade diese Regelmäßigkeit fällt Menschen mit hohem beruflichen Termin- und Leistungsdruck schwer, ist aber für sie besonders wichtig. Zum einen, weil körperliche Fitness gut für den Kopf ist, zum anderen, weil sportliche Menschen eine positivere Ausstrahlung haben. Sie vermitteln Erfolg. Doch wie wird man fit und bleibt es? Jérôme sprach mit einem, der es wissen muss: Daniel Schmahl, Club-Manager des BLU in Guxhagen.

Lieber regelmäßig wenig als vereinzelt zu viel
„Viele Menschen sind im Alltag total überladen und meinen, keine Zeit für Sport zu haben“, sagt Daniel Schmahl. „Wer es aber ernsthaft versucht und sich Freiräume für Bewegung schafft, berichtet in der Regel davon, dass er zufriedener ist, ausgeglichener und im Beruf effizienter.“ Doch Schmahl warnt davor, es mit dem sportlichen Ehrgeiz zu übertreiben. „Wer sportlich nichts tut, schadet seiner Gesundheit, wer aber aus dem Stand zu viel macht, auch.“

Bewusste Ruhepausen schaffen
Vor allem sportlichen Anfang müsse deshalb eine Bedarfsanalyse stehen, aus der sich die richtige Art und Dosis der Tätigkeiten ableite. „Ich empfehle gestressten Menschen auch unbedingt eine Stoffwechselanalyse“, sagt Schmahl. Stress sorge für einen erhöhten Cortisolspiegel und infolgedessen für Schlaffheit, Müdigkeit bis hin zu Depressionen. „Außerdem kann man nur schlecht bis kaum abnehmen, wenn der Cortisolspiegel erhöht ist“, führt er weiter aus.

Mit dem Clubschiff kurz ablegen
Runterfahren ist also angesagt. Das geht nicht nur durch Bewegung, das geht auch durch bewusste Ruhepausen. „Ich halte es für wichtig, dass man Momente schafft, in denen man dem Alltag entkommt. Einfach mal raus. Wer unsere Türschwelle überschreitet, soll das Gefühl haben, er betritt ein Clubschiff“, so Schmahl.

In der Tat kann das Gefühl aufkommen, nicht nur weil das BLU ähnlich aus der nachbarlichen Bebauung hervorsticht, wie die AIDA aus dem Hamburger Industriehafen – es steht mitten im verkehrsgünstig gelegenen Industriegebiet Guxhagens. Nein, auch weil man tatsächlich eine andere Welt betritt mit Kardio-, Aqua- und Spa-Bereichen, mit Hydrodruckmassageräumen in Waldambiente, mit Kursräumen, Powerflächen, E-Gym-Geräten und natürlich der riesigen Dachterrasse als Oberdeck. Natürlich stilecht mit Blick auf den Außenpool, der übrigens auch im Winter immer 30 Grad hat.

Sport und Entspannung verbinden
„Fitness entsteht nicht nur durch Bewegung, sondern auch durch Entspannung“, sagt Daniel Schmahl. Es sei deshalb sehr wichtig, diese Themen zu verbinden und sich Räume zu schaffen, in denen man zu sich finden und man selbst sein kann. Persönlich lege er deshalb hohen Wert darauf, seinen Gästen diese Möglichkeit durch maßgeschneiderte Beratung und höchste Diskretion zu geben. „Es geht darum, in Ruhe zu trainieren und zu relaxen und dank modernster Technik und regelmäßiger Reflexion mit Gesundheits- und Sportexperten immer das zu tun, worauf es individuell ankommt“, so Schmahl. Ein Konzept, das offensichtlich auch die Erstliga-Handballer der MT Melsungen überzeugt hat, denn die gesamte Mannschaft trainiert im BLU.

Den richtigen Maßnahmenmix finden
Ob aber Handballprofi oder gestresster Manager: Am Ende gehe es darum, das individuell Richtige zu tun. „Ein auf die jeweilige Person abgestimmter Maßnahmenmix für Regeneration, Wellness und Training und eine zielgerichtete Planung sind das A und O“, sagt Daniel Schmahl. Wenn man die richtigen Stellschrauben identifiziere und drehe, merke man schnell, wie sich das Wohlbefinden steigert, das Blutbild verbessert und man im Alltag den Kopf wieder frei hat für das Wesentliche.

Vita Daniel Schmahl
Daniel Schmahl studierte bis 2001 Sportwissenschaften mit der Fachrichtung Prävention/Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Seine Diplomarbeit schloss er mit der Note 1,0 ab. Bereits während des Studiums spezialisierte er sich auf die Bereiche Sportrehabilitation/-therapie sowie auf Sport- und Bewegungstherapie bei Erkrankungen der inneren Organe.

Praktische Erfahrung sammelte er schon während der Studienzeit, vorwiegend beim renommierten Privat-Institut für Sportrehabilitation (IFS) in Köln: Von 1996 bis 2003 arbeitete er hier unter anderem in der medizinischen Trainingstherapie (MTT) und -diagnostik mit osteopathischen Patienten und Profisportlern.

Auf der Grundlage des Metabolic Typing-Konzepts, welches er als Seminartrainer an Ärzte und Heilpraktiker weitervermittelte, bietet er eine ganzheitliche Ernährungs- und Trainingsberatung unter Berücksichtigung des individuellen Stoffwechseltyps. Ebenso arbeitet er als freier Dozent im Auftrag der Bildungsakademie Hannover. Seit 2015 ist er mit FITALITY-Concept eigenständiger DEKRA-zertifizierter Bildungsträger und zertifiziert Fitnesstrainer von der B- bis zur A-Lizenz.

Seit November 2017 leitet Daniel Schmahl den Fitness-Wellness-Club BLU in Guxhagen.

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