Thorsten Bauer als bester KSV-Torschütze aller Zeiten geehrt

Unmittelbar vor dem Anpfiff der Flutlichtpartie am Mittwochabend, wurde Thorsten Bauer als bester KSV-Torschütze aller Zeiten vom KSV-Vorstand am Mittelkreis des Spielfeldes im Auestadion geehrt. Zugegen war auch der erste Trainer des KSV-Torjägers, Lothar Borrmann, der den 31-Jährigen, am 28. September 1977 in Kassel geborenen Torschützen vom Dienst, Anfang der 80er Jahre mit gerade Mal vier Lenzen zum Fußballspielen mitnahm.

Zwar gelang Thorsten Bauer gegen den KSC II nicht sein so oft erzieltes, erstes Tor für die Löwen, was er auch bei der Liga-Flutlichtpremiere im Auestadion am 2. Mai 2008 gegen den FC Bayern II schoss, doch den „ewigen Rekord“ von Toni Hellwig aus den 50er Jahren endlich übertreffen zu haben, verdient große Anerkennung.

121 Tore! Und das in gerade mal sechs KSV-Jahren. Als der Blondschopf im Sommer 2002 von seinen Gastspielen bei Jahn Regensburg und dem KSV Baunatal an die Fulda zurückkehrte (spielte bereits von der F- bis A-Jugend beim KSV bzw. FC Hessen Kassel), dauerte es zwar bis zu seinem fünften Liga-Einsatz im Löwen-Dress, bis der damals 25-Jährige das erste Mal traf (am 24.08. 2002, OL Hessen, beim 6:2-Sieg gegen Viktoria Aschaffenburg). Fortan sollte der bekennende „1. FC Nürnberg- und FC Liverpool-Fan“ jedoch Tore am Fließband produzieren, was nun auch den neuen Hauptsponsor des KSV Hessen Kassel – Volkswagen AG, Werk Kassel – erfreut. 121 Treffer in 211 Spielen sind es inzwischen insgesamt (darunter 46 Tore in 90 Regionalliga-Spielen seit dem Aufstieg in 2006!). Eine Hausaufgabe für Statistikfreunde, wie viele waren es wohl auswärts und in Thorsten Bauers geliebten „Wohnzimmer Auestadion“?

Während der Nr. 10 der Löwen sein „KSV-Jungferntor“ damals gegen die Viktoria aus Aschaffenburg und sein „Rekord-Tor“ letzten Samstag bei der Spielvereinigung Unterhaching gegen jeweils bayrische Klubs gelang, realisierte der 1,85 m große KSV-Sympathieträger zwei seiner ruhmreichsten Tore gegen hessische Klubs, die, Anmerkung am Rande, beide inzwischen in der 2. Bundesliga zu finden sind. Das unvergessliche 1:0-Siegtor am 25. Mai 2006 im Saisonfinale beim gastgebenden Langzeit-Spitzenreiter FSV Frankfurt, welches den Aufstieg in die Regionalliga bedeutete, und der spektakuläre Flugkopfball am 11. 11. des selben Jahres beim begeisternden 3:3-Heimspiel gegen den späteren Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen-Wiesbaden.

Neben der Torgarantie und einer beachtlichen Quote (121 Tore in 211 Spielen = ca. 0,6) ist bei einem Torjäger und Stürmer, der sich stets harter Gegenwehr von Abwehrspielern zu wehren hat und oft da präsent ist, wo es auch „weh tut“, bemerkenswert, dass Thorsten Bauer in seiner Fußball-Karriere im allgemeinen und in den sechs KSV-Jahren im Besonderen nur gerade Mal eine „Handvoll Spiele“ fehlte. „Ich hatte schon fünf Bänderrisse, doch alle entweder zu günstigen Liga-Zeitpunkten oder schnell verheilt,“ weiß der Angestellte einer Kasseler Krankenkasse zu berichten.

Zur Ehrung am gestrigen Mittwoch ließ im Übrigen auch die 85-Jährige Hedwig Hellwig, Witwe des 1994 im Alter von 73 Jahren verstorbenen Tor-Rekord-Vorgängers Toni Hellwig, Gratulationswünsche über einen ihrer beiden Söhne an Thorsten Bauer ausrichten. Dafür hatte Vater Friedhelm Bauer, der mit seiner Ehefrau als Zuschauer kaum ein Spiel seines Sohnes verpasst, als Überraschungsgast „Tottis“ ersten Jugend-Trainer, Lothar Borrmann („Bommi“), mitgebracht, der gemeinsam mit dem KSV-Vorstandsvorsitzenden Jens Rose und KSV-Vorstand Albrecht Striegel auf dem Auestadion-Rasen Blumen, eine Urkunde, einen Gutschein von KSV-Hauptsponsor Volkswagen AG und ein Trikot mit der 121 auf dem Rücken an Thorsten Bauer überreichte.

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