Wilhelmshöhe Open jetzt Teil der ITF WorldTennisTour

Wieder Weltklasse-Tennis in Kassel vom 15. bis 21. Juli
Die International Tennis-Federation (ITF) hat wohl einen besonderen Blick für Kassel. Nicht nur, weil die Anlage des Kasseler Tennis-Clubs Bad Wilhelmshöhe an der Burgfeldsstraße noch Teil des UNESCO Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe ist – wohl weltweit einmalig. Nein, auch wegen der neuen, seit diesem Jahr unterhalb der ATP installierten „ITF WorldTennisTour“, kurz WTT. Denn eine der Werbebotschaften für das neue Format lautet: When the stars of tomorrow come to shine. Ähnelt doch sehr dem schon lange bestehenden Kasseler Slogan für die Wilhelmshöhe Open: „Heute schon die Stars von morgen sehen.“

Siegte 2018 bei den Wilhelmshöhe Open: Orlando Luz aus Brasilien. Foto: Dieter Schachtschneider

Siegte 2018 bei den Wilhelmshöhe Open: Orlando Luz aus Brasilien. Foto: Dieter Schachtschneider

Die 22. Wilhelmshöhe Open vom 15. bis 21. Juli 2019 bleiben weiterhin das mit 25.000 Dollar plus Hospitality höchstdotierte ITF-Herren-Turnier in Deutschland. Die neue Struktur hat allerdings Auswirkungen auf die Weltranglistenpunkte. Gab es bislang 35 ATP-Punkte für den Sieger in Kassel, sind es nun noch fünf Punkte. Dafür gibt es für den Sieger jetzt 225 ITF-Weltranglistenpunkte, für den Finalisten 135 ITF-Punkte (drei ATP-Punkte), für die Halbfinalisten 67 ITF-Punkte (ein ATP-Punkt). Die ATP-Punkte der Spieler aus diesem Jahr werden in das neue ITF-Punktesystem umgerechnet. Die ITF-Punkte gelten künftig als Qualifikationsbasis für die ATP. Doch mittlerweile haben die Tennisfunktionäre das Punkte-Reglement wieder verändert und ab August erhält zum Beispiel der Kasseler Sieger weitere 15 ATP-Punkte dazu. Fürs kommende Jahr sind weitere Änderungen geplant.

Verbindung zwischen Profi- und Junior-Tour
Etwa 14.000 Tennis-Profis gibt es zurzeit bei den Damen und Herren, die Zahl soll auf jeweils etwa 750 für die ATP- bzw. WTA-Tour verringert werden, denn nur etwa 600 schaffen den so genannten „break even“. Dafür wird im Rahmen der ITF-Strukturreform erstmals eine echte Verbindung zwischen Profi- und Junior-Tour geschaffen.

Die Qualifikation bei den Wilhelmshöhe Open wird in diesem Jahr auf 32 Spieler reduziert, ab nächstem Jahr auf 48. Die Wilhelmshöhe Open beginnen statt wie bisher mit der Qualifikation am Sonntag nun erst ab Montag (15. Juli). Neu: Ein dritter Satz wird im attraktiven Match-Tie-Break entschieden.

„Da es weiterhin Weltranglistenpunkte bei uns gibt, sehen wir den Veränderungen positiv entgegen“, betont Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann. Mehr noch: „Wir gehen davon aus, dass sich das Niveau des Feldes noch einmal verbessert, denn es wird nun alles etwas enger. Auch die Quali wird bestimmt noch stärker besetzt sein“, so der Turnierdirektor, und ergänzt: „Wir sind als höchstes deutsches ITF-Turnier bestens aufgestellt und sehen im Rahmen der Turnierreform auch Möglichkeiten, uns in zahreichen Bereichen noch kontinuierlich weiter zu verbessern.“

Freunde auf großes Tennis
Mit den sportlichen Veränderungen gehen auch organisatorische Veränderungen einher. Das Eventcatering übernehmen in diesem Jahr erstmals Sascha Kovacs (denkMAHL) und Christian Schaeling (FAC). Auch die Optik des Plakates und Turnierheftes ist an die ITF WorldTennisTour angepasst. Die nordhessischen Fans dürfen sich also weiter auf großes Tennis freuen, schließlich haben bei den Wilhelmshöhe Open schon Weltstars wie Rainer Schüttler, Stan Wawrinka, Fernando Gonzales, Fernando Verdasco und viele andere aufgeschlagen.

Alle Infos zu den Wilhemshöhe Open unter www.wilhelmshoehe-open.de

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