Bund fördert Neugestaltung des Brüder-Grimm-Platzes

Mit 6,5 Millionen Euro fördert der Bund die Neugestaltung des Brüder-Grimm-Platzes in Kassel. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz, hat am Montag in Berlin die Förderurkunde mit der Auszeichnung als Premiumprojekt im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ an Kassels Stadtbaurat Christof Nolda übergeben. Für das Projekt stehen nun 6,5 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung, 3,25 Millionen Euro übernimmt die Stadt Kassel.

Urkundenübergabe in Berlin mit Staatssekretär Marco Wanderwitz (Mitte), Stadtbaurat Christof Nolda (rechts) und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels. Foto: Pixel & Dot Photography

Urkundenübergabe in Berlin mit Staatssekretär Marco Wanderwitz (Mitte), Stadtbaurat Christof Nolda (rechts) und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels. Foto: Pixel & Dot Photography

„Unser Ziel ist es, dem Platz in seiner barocken Struktur mit Denkmalwert der umschließenden Gebäude durch eine hochwertige Gestaltung seine Bedeutung als Stadtplatz zurück zu geben“, erläutert Stadtbaurat Christof Nolda. „Neben dem Erhalt der Verkehrsfunktionen soll der Platz künftig in seiner stadtklimatischen Funktion gestärkt werden und einen Beitrag zur Klimaresilienz der Stadt leisten. Diese anspruchsvolle Aufgabe wird in einem Wettbewerbsverfahren bearbeitet werden mit hohem Anspruch an Baukultur und Beteiligung.“

Zum einen solle der Brüder-Grimm-Platz im historischen wie stadträumlichen Sinn zukünftig wieder als Einheit erlebbar sein und in seiner Funktion als Anlauf- und Ausgangspunktpunkt touristischer Erkundungen von Kassels Museumslandschaft aufgewertet werden. Zum anderen werde das Projekt vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme des Klimawandels als grüner multifunktionaler Stadtplatz zukunftsorientiert ausgerichtet.

Drittes Projekt für Kassel nach Bergpark und Wilhelmshöher Allee
Nach dem Bergpark und der Wilhelmshöher Allee ist die Neugestaltung des Brüder-Grimm-Platzes das dritte Projekt für Kassel, das als Vorhaben mit besonderer nationaler und internationaler Wahrnehmbarkeit in das Förderprogramm aufgenommen wird. Im November 2018 hatte die Stadtverordnetenversammlung die Bewerbung für das Bundesprogramm beschlossen.

Im April 2019 kam dann die Nachricht der Aufnahme des Projektes in die Förderung 2018/2019 aus Berlin. Zuvor hatte eine interdisziplinär besetzte Expertenjury 35 aus 118 eingereichten Projekten zur Förderung empfohlen.

Das in die Förderung eingestellte sogenannte Kernprojekt mit einer Größe von etwa 1,5 Hektar umfasst sowohl den Platz selbst als auch Teile der Straßenräume, die den Platz mit seiner Umgebung verbinden. Hierzu zählen entsprechend seiner Gelenkfunktion Einmündungsbereiche der Oberen Königsstraße und der Wilhelmshöher Allee im Bereich der Torhäuser, aber auch der Friedrichsstraße sowie der Weinbergstraße. Die Grünfläche östlich des Landesmuseums wird im Sinne eines gesamtkonzeptionellen Ansatzes ebenfalls einbezogen.

Zur konkreten Gestaltung folgt im ersten Schritt ein Planungswettbewerb mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Das Wettbewerbsergebnis liegt im Sommer 2020 vor.

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