Neue Zukunft fürs   Kulturzelt

Nordhessisches Veranstaltungshighlight besteht fort

Zu Beginn des Jahres gab es eine gute Nachricht für alle Musikfans: Das beliebte Kulturzelt Kassel an der Fuldabrücke wird es weiter geben. Das neue Kulturzelt-Team, bestehend aus Bernhard Weiß, Jürgen Truß, Mathias Jakob und Lutz Reimer, arbeitet mit Hochdruck an der Realisierung. Der erste wichtige Schritt ist getan: Es wurde bereits die Zeltkultur gGmbH gegründet. Wir sprachen mit den neuen Machern über die aktuelle Planung, ihre Arbeit und die Zukunft der nordhessischen Kulturperle.

Die neuen Organisatoren freuen sich auf den Kulturzelt-Sommer: Mathias Jakob, Jürgen Truß, Bernhard Weiß und Lutz Reimer (v.l.). Foto: Mario Zgoll

Die neuen Organisatoren freuen sich auf den Kulturzelt-Sommer: Mathias Jakob, Jürgen Truß, Bernhard Weiß und Lutz Reimer (v.l.). Foto: Mario Zgoll

Jérôme: Wie geht es nun mit dem Kulturzelt Kassel weiter?

Bernhard Weiß: Das Kulturzelt Kassel steht seit über 30 Jahren für ein hochwertiges Konzertprogramm, das mit seinem Fokus auf herausragende internationale und nationale Künstler eine Tradition begründet hat und so zu einer starken regionalen wie überregionalen Kulturmarke werden konnte. Genau so soll es weiter gehen. Das bedeutet natürlich, dass sich punktuell Veränderungen ergeben werden, weil eine Kulturinstitution, die still steht, in ihrem Fortbestehen sehr gefährdet ist. Kultur braucht Bewegung.

Jérôme: Erfahrt Ihr eine angemessene Unterstützung der Stadt Kassel und wie ist der Stand der Verhandlungen?

Jürgen Truß: Der bisherige Trägerverein, die Stadt Kassel, das Kulturamt und die neue gGmbH stehen in intensivem Austausch und befinden sich in der Endphase der Abstimmungen.

Jérôme: Wer wird Eigentümer des Kulturzelts Kassel sein? Und werdet Ihr den Namen ändern?

Jürgen Truß: Ziel ist es, dass die gGmbH neue Eigentümerin des Zeltbaus wird. Zunächst müssen aber alle rechtlichen und steuerlichen Parameter geklärt sein. Die Verhandlungen befinden sich auf einem guten Weg. Der Name wird nicht geändert.

Jérôme: Die Programmplanung für das Kulturzelt 2019 ist im Werden. Wird es eine neue Ausrichtung geben?

Mathias Jakob: Es ist etwas hektisch, aber es läuft gut. Das Programm richtet sich an alle Musikinteressierten zwischen 16 und 80 Jahren und wird durch permanente Beobachtung und Analyse der Musik-Szene kontinuierlich weiterentwickelt. Programmatisch konzentrieren wir uns bei der Auswahl auf alle populären Spielarten der Musik – ausgenommen Metal, Hardcore und Techno. Wir werden sowohl bekannte Größen, als auch neue Entdeckungen präsentieren. Deutschsprachige Musik – Genre übergreifend – wird als ein Programmschwerpunkt bedient und ebenfalls internationale Indie- wie Pop-Acts von herausragender Qualität bleiben im Focus. Auch der Folk-Bereich soll weiter vorsichtig, wie sich in den letzten Jahren andeutend, ausgebaut werden und der Markt nach vielversprechenden jungen Talenten sondiert werden.

Jérôme: In welchem Zeitfenster wird das Kulturzelt stattfinden und wie viele Konzerte sind geplant?

Jürgen Truß: Die Detailplanungen mit allen Gewerken, Ämtern, Partnern und Sponsoren von laufen auf Hochtouren. Alle Planungen stehen auf eine zeitlich normale Kulturzeltsaison, sprich rund sechs Wochen. Es sind um die 30 Konzertabende geplant, Plusminus.

Jérôme: Wann beginnt der Kartenvorverkauf?

Mathias Jakob: Die bisherigen Betreiber haben das Programm meist gegen Mitte März der Öffentlichkeit vorgestellt, wir werden uns daran orientieren. Der Kartenvorverkauf wird ebenfalls bei Veröffentlichung des kompletten Programms starten, die derzeitige Planung sieht Ende März bis Anfang April vor – PK, Programmheft und VVK.

Jérôme: Wird es beim Kulturzelt Kassel Veränderungen geben?

Lutz Reimer: Im Kern bleibt das Kulturzelt das Kulturzelt: musikalisch breit aufgestellt, auf Qualität bedachtes Booking und professionelle Umsetzung. Der Online Auftritt wird überarbeitet, Facebook und Instagram werden zuzüglich zu den bestehenden Printmedien-Kanälen ausgebaut.

Jérôme: Ändert sich die Gastronomie?

Bernhard Weiß: Gastronomisch werden wir weiter eng mit den bestehenden Partnern zusammen arbeiten.

Jérôme: Wo möchten Ihr in zehn Jahren stehen? Was wünscht Ihr Euch?

Jürgen Truß: Im Sommer am Fuldaufer mit einem weiterhin schönen, abwechslungsreichen und interessanten Kulturzelt-Programm auf hohem Niveau. Für uns und vor allem für Kassel und die Region wünschen wir uns eine dauerhafte Konzertlocation, die ganzjährig Konzerte in diesem Rahmen anbieten kann. Viele gute Künstler touren im Moment an Kassel vorbei.

Jérôme: Was gefällt Euch an Eurer Arbeit am Besten?

Mathias Jakob: Hauptsächlich die Arbeit im Team an einer gemeinsamen Sache, das Netzwerken, neue Künstler und Musik zu entdecken und kulturellen Mehrwert für die Region zu schaffen.

Jérôme: Wir bedanken uns ganz herzlich für Eure Zeit und wünschen Eurem Team viel Erfolg für das neue Kulturzelt und einen facettenreichen Kulturzelt-Sommer.

www.kulturzelt-kassel.de

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