Am Puls der Logistik

Der Umschlagbahnhof des GVZ Kassel ist eine der wichtigsten wirtschaftsnahen Infrastrukturen in der Region
100 bis 150 Lkw und bis zu drei Güterzüge fertigt das Team des Umschlagbahnhofs im Güterverkehrszentrum Kassel (GVZ) täglich ab. Im Dreischichtbetriebt schlägt man so mehr als 50.000 Container pro Jahr um. Aus einem Projekt mit ökologischem Hintergrund ist längst ein ökonomischer Erfolg geworden, beflügelt durch die boomende nordhessische Wirtschaft.

Betriebsleiter Thomas Marquardt und Christian Strube von der GVZ Projektgesellschaft Kassel (v.l.) am Umschlagbahnhof des GVZ. Foto: Mario Zgoll

Betriebsleiter Thomas Marquardt und Christian Strube von der GVZ Projektgesellschaft Kassel (v.l.) am Umschlagbahnhof des GVZ. Foto: Mario Zgoll

Nachfrage ist hoch
„Es brummt in der Region und das macht sich auch in der Logistik bemerkbar“, erklärt Christian Strube von der GVZ Projektgesellschaft Kassel (GVZ-P). Als Gesellschaft der Gemeinden Fuldabrück und Lohfelden sowie der Wirtschaftsförderung Region Kassel tätigt sie Investitionen in die Zukunftssicherung der Anlagen. Am Umschlagbahnhof ist das eine notwendige Erweiterung in Verbindung mit einem neuen Logistikkonzept. Denn was in seiner Entstehungszeit vor 14 Jahren als „Kuhwiese mit Gleisanschluss“ betitelt wurde, ist heute das Herzstück des GVZ und voll ausgelastet.

„Wir bewegen uns aktuell an der Kapazitätsgrenze“, sagt Christian Strube und genau wie Betriebsleiter Thomas Marquardt von der DB Intermodal Services GmbH geht er nicht von einem Rückgang der Nachfrage aus. Im Gegenteil. Straße und Schiene ergänzten sich als Transportwege zu Land optimal und so nehme die Bedeutung des Umschlagbahnhofs als Bindeglied weiter zu.

Wichtige Schnittstelle
Der Transportweg Schiene ist kosteneffizient und für Kassel die direkte Verbindung zum Meer. Die meisten der hier abgefertigten Güterzüge laufen die Häfen von Hamburg und Bremerhaven an. Und während auf einen Lkw je nach Bauart ein bis zwei Container verladen werden können, passen auf einen Güterzug 40 bis 60. „Allein bei den Personalkosten macht sich das deutlich bemerkbar“, sagt Thomas Marquardt, „aber auch bei Maut- und Dieselkosten und nicht zuletzt in der Umweltbilanz.“ Dennoch sei der Lkw aufgrund seiner Flexibilität nicht wegzudenken. „Die Schiene führt nun mal nicht in den Supermarkt“, so der Betriebsleiter. Umso wichtiger sei der Umschlagbahnhof als Schnittstelle.

Investition in Zukunft
Genutzt wird diese Schnittstelle für Waren aller Art. Rohteile aus der Automobilindustrie, medizinische Produkte oder auch Naturmaterialien wie Baumstämme und Granitblöcke werden hier umgeschlagen. Damit das künftig noch effizienter läuft, soll eine Vorstaufläche für Lkw auf einer Erweiterungsfläche entstehen. „Unsere Kapazitäten steigen dadurch, vor allem lassen sich aber die Abläufe bei Anlieferung und Abfertigung weiter optimieren“, macht Thomas Marquardt deutlich. Unternehmen und Logistikpartner vor Ort werden davon profitieren.

Kontakt:
DB Intermodal Services GmbH
Container Service Center
Lise-Meitner-Straße 23, 34123 Kassel
Telefon: (0561) 2870010
E-Mail: kassel-sc@db-intermodal-services.de
Weitere Infos: www.containerterminal-kassel.de

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