Deutsche Tourismusbranche diskutiert Kommunikation im digitalen Zeitalter

Zuletzt fand der Deutsche Tourismustag vor 16 Jahren in Hessen statt – auch damals schon in der documenta-Stadt Kassel.

Zuletzt fand der Deutsche Tourismustag vor 16 Jahren in Hessen statt – auch damals schon in der documenta-Stadt Kassel.

Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) hat te den Deutschen Tourismustag unter das Thema „Vernetzt in alle Ewigkeit!? – Kommunikation im digitalen Zeitalter“ gestellt. Referenten aus Medien, Wirtschaft und Wissenschaft erörterten und diskutierten mit Branchenvertretern die kommunikativen Herausforderungen der Branche sowie die Einflussmöglichkeiten der Kunden. „Wir wollen den Herausforderungen, die das digitale Zeitalter stellt, auch im Tourismus gewachsen sein. Eine gute Kommunikation mit neuen Medien ist dabei unerlässlich“, sagte der Präsident des DTV, Reinhard Meyer. „Denn eine Kommunikation, die nah am Kunden ist, positioniert das touristische Angebot Deutschlands noch besser.“ Der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus, Ernst Hinsken, MdB, gab in Kassel zudem einen ersten Einblick in die tourismuspolitischen Leitlinien der Bundesregierung. Noch Ende des Jahres plant die Bundesregierung diese Leitlinien vorzulegen. Sie sollen die Rahmenbedingungen für eine konstruktive und verantwortungsvolle touristische Entwicklung des Reiselandes Deutschland für die Zukunft klar abstecken. Der DTV hatte diese tourismuspolitischen Leitlinien seit längerer Zeit gefordert.

370 Vertreter aus Politik und Tourismus informierten sich in Kassel über Wege, Kunden für sich zu interessieren und als Gäste zu gewinnen. Ziel des DTV war es, der Branche die Möglichkeiten digitaler Vertriebswege zu veranschaulichen. Die Frage nach den Macht- und Einflussmöglichkeiten der Kunden nahm einen Großteil der Konferenz in Anspruch. Hierzu referierte der Internet-Publizist Tim Cole. Der zweite Themenschwerpunkt setzte sich mit den Informationskanälen der Zukunft auseinander. Der Berliner Medienwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Bolz erklärte zudem, welche Informationen wahrgenommen werden und bei den Kunden im Gedächtnis bleiben.

Nach den Fachvorträgen waren die Teilnehmer des Deutschen Tourismustages eingeladen, sich mit den Referenten auszutauschen. Im Rahmen einer ersten Podiumsdiskussion thematisierten sie die Frage, wie sich die Verantwortlichen des Tourismus auf das Web 2.0 am besten einstellen können. Die zweite Runde untersuchte die Informationskanäle der Zukunft genauer.

Zuletzt hatte der Deutsche Tourismustag vor 16 Jahren in Hessen stattgefunden – auch damals schon in der documenta-Stadt Kassel. Der hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dr. Alois Rhiel zeigte sich erfreut: „Es ist für unser Land eine große Ehre und Anerkennung, dass sich die Branche wieder in Kassel zum Deutschen Tourismustag trifft. Damit wird die touristische Bedeutung Hessens deutlich hervorgehoben. Denn mit fast 18,4 Millionen Übernachtungen in den ersten acht Monaten 2008 zählt unser Bundesland zu den fünf meist besuchten Bundesländern.“

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