Einfach echt

In einer alten Schmiede stellen Tobias Radler und Kai Seidenhefter den Fieldfare Diemel Dry Gin her
Es war im Frühjahr 2015, als zwei Männer im Diemeltal die Idee hatten, eine ganz besondere Spirituose aus heimischen Zutaten herzustellen. Was sie dafür benötigten, fanden sie direkt vor der Tür: Wacholder und 21 weitere Ingredienzien; Botanicals, wie sie sagen. In einer Gartenlaube starteten sie die Herstellung ihres Produkts, dem Fieldfare Diemel Dry Gin. Inzwischen ist dieser in der Gastronomie-Szene und in Fachmagazinen hoch bewertet.

Blick in die Lounge in der alten Schmiede. Foto: Mario Zgoll

Betritt man die alte Schmiede in Liebenau-Ostheim, in der der Fieldfare Diemel Dry Gin entsteht, fühlt man sich in einen der berüchtigten Werbespots versetzt, in denen Menschen zeitvergessen und mit jeder Menge Hingabe Spirituosen mit einzigartigem Charakter schaffen. Der große Unterschied: Hier ist es echt. Kein Fake, der die Sehnsüchte der Fernsehzuschauer wecken soll, sondern Realität. „Wir machen, woran wir Spaß haben und nichts, das sich nur am Markt oder am Umsatz orientiert“, erklärt Tobias Radler. Gemeinsam mit Kai Seidenhefter betreibt er die Diemelstrand UG & Co. KG, unter der der Gin entsteht. Geschäftsführer Radler kümmert sich um das Kaufmännische und den Vertrieb, Chefdestiller Seidenhefter um die Herstellung des Fieldfare Diemel Dry Gin.

Manufaktur und Lounge
Den Charme des Raumes, der seit vielen Jahrzehnten in Familienbesitz ist und die letzten drei davon mehr oder weniger sich selbst überlassen war, haben die beiden bewusst erhalten. Rauchabzug, Rohre und alte Werkzeuge sind geblieben, die Wände karg, der Boden alt und uneben und ein Holzofen wärmt Luft und Leitungswasser. Auf der einen Seite ist die Destille mit Abfüllung und allem, was man sonst für die Produktion des Fieldfare Diemel Dry Gin benötigt. Sogar die Etiketten werden hier mit Hand aufgeklebt. Auf der anderen Seite kann man sich in eine Lounge begeben, von der aus man die gesamte Manufaktur im Blick hat.

Open-Distilling
„Unsere Kunden schätzen das Regionale und Handgemachte“, sagt Kai Seidenhefter, der sich gern von der Lounge aus oder auch direkt bei seiner Arbeit über die Schulter gucken lässt. An jedem ersten Freitag im Monat bieten Tobias Radler und er ein Open-Distilling an. Radler: „Ab 14 Uhr kann man dann vorbeikommen, live beim Destillieren zuschauen und einfach mal gucken, was dahintersteckt und wie der Gin in die Flasche kommt.“ An der hauseigenen Bar könne man das Getränk bei dieser Gelegenheit natürlich auch verkosten, das sei aber keine Pflicht.

Gin Tastings
Für Gruppen ab acht Personen bieten die beiden auch Gin-Tastings in den Räumlichkeiten der „Alten Schmiede“ an. Diese finden auf Anfrage statt und werden mit den Teilnehmern im Vorfeld besprochen. Geburtstage, Firmenevents oder einfach nur gesellige Abende können dann direkt in der Destillerie abgehalten werden. „Dann kann man Cocktails auf Gin-Basis kennenlernen, sich den Herstellungsprozess erläutern lassen und dazu ein Buffet mit regionalen Spezialitäten genießen“, sagt Radler.

Sondereditionen
Aber nicht nur mit Cocktails, auch mit dem Gin selbst wird immer mal gespielt: Sondereditionen wie der Distiller’s Cut entstehen dann, der seit Ende Oktober dieses Jahres in limitierter Auflage auf dem Markt ist oder auch die Weihnachtsedition, die in den Adventstagen erhältlich sein wird. Weitere werden schon bald folgen und jeweils für kurze Zeit in der Destillerie oder im Online-Shop unter www.fieldfare-gin.de zu kaufen sein.

Bundesweit gefragt
Doch nicht nur hier gibt es den Fieldfare Diemel Dry Gin, bundesweit sind Radler und Seidenhefter auf Märkten, Festivals und Veranstaltungen jeder Größenordnung zu finden. Hamburg, Berlin, Düsseldorf oder München: die Gründer zieht es durch das ganze Land. Ihr Getränk ist mittlerweile in so mancher Nobel-Gastronomie gefragt und wird in einschlägigen Zeitschriften hoch gelobt. Zurecht, wie wir finden.

Infos und Anmeldung für Gin-Tastings, Firmenevents, Feiern und Co: info@fieldfare-gin.de.

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