E-Mobil mit gutem Gefühl

KVG fährt mit Windstrom aus dem Stiftswald

Als erstes Verkehrsunternehmen in Deutschland hat die KVG die Stromversorgung für ihren Eigenbedarf auf regionalen Windstrom umgestellt. Seit dem 1. April bezieht der Kasseler ÖPNV-Anbieter Regionalstrom von seinem Schwesterunternehmen, den Städtischen Werken.

Starten gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft – mit regionalem Windstrom für die Kasseler Trams: Werke-Vorstandsmitglied Dr. Olaf Hornfeck und KVG-Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert. Foto: Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG

Starten gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft – mit regionalem Windstrom für die Kasseler Trams: Werke-Vorstandsmitglied Dr. Olaf Hornfeck und KVG-Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert. Foto: Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG

Gut die Hälfte des Stroms, der die 78 Trams der KVG antreibt und die Betriebshöfe versorgt, stammt nun aus dem Windpark Stiftswald. Von dort gelangt er über das Umspannwerk Sandershausen ins Kasseler Netz.

Die Zuordnung von regional erzeugtem Strom zum Endverbraucher ist ein neuer Meilenstein, den die Bundesregierung auf ihrem Weg Richtung Energiewende gesetzt hat. Dank der Zertifikate aus dem Regionalnachweisregister des Umweltbundesamtes, den sogenannten RNR-Zertifikaten, die seit Jahresbeginn erworben werden können, ist es Unternehmen und Haushaltskunden möglich, den EEG-geförderten Ökostrom-Anteil des deutschen Strommixes aus regionalen Anlagen zu beziehen. Sie müssen sich in einem Umkreis von maximal 50 Kilometern befinden.

Der Regionalstrom, der die Kasseler Trams antreibt, stammt jetzt zu 52 Prozent aus dem Windpark Stiftswald. Der Rest aus norwegischer Wasserkraft. Perspektivisch wird der Regionalstromanteil jedoch noch steigen. Denn je größer der offizielle EEG-Stromanteil des Deutschland-Mixes, desto größer auch der regionale EE-Stromanteil im Regionalstromprodukt. Sollte der Gesetzgeber zukünftig einen höheren Anteil des Regionalstroms ermöglichen, wird die KVG den Anteil entsprechend erhöhen.

„Der Wechsel zum regionalen Windstromprodukt ist für uns von der KVG ein logischer nächste Schritt auf dem Weg in Richtung nachhaltiger Mobilität“, erläutert KVG-Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert. „Wir machen uns seit Jahren dafür stark, den ohnehin umweltschonenden ÖPNV in Kassel noch nachhaltiger zu gestalten.“ 2007 hat die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft ihren Strom deshalb – übrigens auch damals als erster deutscher ÖPNV-Anbieter – auf 100 Prozent Ökostrom umgestellt, 2010 auch den Busverkehr klimaneutral gestellt und 2012 dann das gesamte Unternehmen.

Neben der KVG beliefern die Werke bereits einige Unternehmen und Privathaushalte mit ihrem regionalen Windstrom. „Der Regionalstromanteil der rund 19 GWh Strom, die die KVG pro Jahr verbraucht, macht etwa 14 Prozent der erzeugten Menge des Windpark Stiftswald aus“, so Werke-Vorstandsmitglied Dr. Olaf Hornfeck, „Für den Fall, dass die KVG ihre Flotte um E-Busse, E-Roller oder andere elektrobetriebene Fahrzeuge erweitern möchte, können wir auch diese mit regionalem Windstrom versorgen.“ Das Motto der KVG wird also auch in Zukunft lauten können: E-mobil mit gutem Gefühl. Mit Windstrom aus unserer Region.

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