Helles Licht im dunklen Keller – Kasseler Sparkasse entwickelt sich gegen den Trend

Von Engpässen will der Chef der Kasseler Sparkasse nichts wissen. „Unsere Kunden werden nach wie vor mit Krediten versorgt. Eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht“, so Vorstandsvorsitzender Dieter Mehlich.

Von Engpässen will der Chef der Kasseler Sparkasse nichts wissen. „Unsere Kunden werden nach wie vor mit Krediten versorgt. Eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht“, so Vorstandsvorsitzender Dieter Mehlich.

Die Zeiten sind hart. Insbesondere für die Finanzbranche. Da erscheint es bemerkenswert, wenn das allgemeine triste Grau von hellen Strahlen unterbrochen wird. Die Kasseler Sparkasse hat allen Grund dazu, mit sich und ihrer Arbeit im vergangenen Jahr zufrieden zu sein: „In einem unruhigen Umfeld sehen wir uns als die Nummer 1 in Stadt und Landkreis. Wir haben 2008 weiter an Vertrauen gewonnen, die Geldvermögensbildung unserer Kunden um 326 Millionen Euro erhöht und das Kreditvolumen um 63 Millionen Euro gesteigert“, fasst der Vorstandsvorsitzende Dieter Mehlich zusammen. Die Bilanzsumme seines Hauses wuchs um 5,6 Prozent auf über 4,9 Milliarden Euro.

„Unser Geschäftsmodell hat sich bewährt,“ unterstreicht Mehlich selbstbewusst. „Wir machen Geschäfte, die wir verstehen, mit Menschen, die wir kennen – als verlässlicher Partner in turbulenten Zeiten.“  Die Kundeneinlagen des Instituts stiegen um 228 Millionen auf 4,11 Milliarden Euro. Insbesondere bei den Geldmarktkonten war ein beachtliches Plus zu verbuchen: Die Bestände legten um 18 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro zu. Im Wertpapiergeschäft mit Kunden erhöhte sich das Anlagevolumen um 98 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der bilanzneutralen Umsätze stieg um fast acht Prozent auf mehr als 600 Millionen  Euro. „Die Zahl der Kundendepots wuchs um 2.500 auf fast 43.000“, erklärt Vorstandsmitglied Ingo Buchholz.

Im Kreditgeschäft konnte die Kasseler  Sparkasse nach dem Rückgang im Vorjahr zulegen. Der Kreditbestand stieg um 63 Millionen auf 2,79 Milliarden Euro, „vor allem getragen durch Firmen- und Kommunalkredite“, so Buchholz. Insgesamt stieg die Summe der Darlehenszusagen um zehn Prozent auf 338 Millionen Euro. Besonders erfreulich: Das Haus begleitete und finanzierte 2008 insgesamt 30 Existenzgründungen mit einem Finanzierungsvolumen von 4,2 Millionen Euro. Mehlich: „Damit konnten 87 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.“
Von Engpässen will der Chef der Sparkasse nichts wissen. „Unsere Kunden werden nach wie vor mit Krediten versorgt. Eine Kreditklemme wie bei Großbanken kann ich nicht erkennen. Wir stellen jeden vertretbaren Kredit zur Verfügung“, betont Mehlich. Das Leasinggeschäft erreichte ein Volumen von 12,3 Millionen Euro. Mit 4.200 blieb die Zahl der vermittelten Bausparverträge nahezu unverändert. Einen großen Erfolg erzielten die Kasseler mit der Beratung im Zuge der dritten Stufe der Gesundheitsreform. Von allen deutschen Sparkassen vermittelten sie die meisten privaten Voll- und Zusatzversicherungen der Krankenversicherung.

Mit 44,7 Millionen Euro erzielte das Haus ein zufrieden stellendes Betriebsergebnis. Der Zinsüberschuss reduzierte sich auf 97,8 Millionen Euro. „Das alles ist das Werk unserer engagierten Mitarbeiter“, lobt Mehlich. Apropos Belegschaft: Die Personalkosten stiegen um rund 1,7 Millionen Euro auf 55,2 Millionen Euro. Die Sparkasse beschäftigt 1.139 Mitarbeiter und damit elf weniger als im Vorjahr. 64 Auszubildende und 326 Teilzeitkräfte gehören zum Team. Verringern konnte die Kasseler Sparkasse den Sachaufwand: Gegenüber dem Vorjahr sank der Wert um 400000 auf 30,1 Millionen Euro. „Damit zahlt sich unser konsequentes Kostenmanagement aus“, freut sich Vorstandsmitglied Helmut Schröder. Die Eigenkapitalbasis wuchs kräftig. Auf beachtliche 18,9 Prozent stieg die entsprechende Quote. Damit wurde der gesetzlich vorgeschriebene Wert von acht Prozent deutlich getoppt.

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