Science Park Center – Siedepunkt für Wissenstransfer

Millionenprojekt „Science Park Center Kassel“ soll Innovations- und Wachstumspotenziale in der Region pushen.

Millionenprojekt „Science Park Center Kassel“ soll Innovations- und Wachstumspotenziale in der Region pushen.

Gemeinsam für die Region, gemeinsam die nordhessischen Innovations- und Wachstumspotenziale pushen. Das ist das Ziel des millionenschweren Infrastrukturprojekts „Science Park Center Kassel“, das als neue Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft die Kooperation zwischen der Universität Kassel einerseits und innovativen Unternehmen vor Ort andererseits deutschlandweit einmalig fördern will. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Stadt Kassel und Universität Kassel, welches unter Federführung von Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel ins Leben gerufen wurde.

„Es soll ein sehr lebhaftes Haus werden, ein Treffpunkt zur Zusammenarbeit, ein Siedepunkt für Wissenstransfer“, freut sich Dr. Oliver Fromm, Geschäftsführer von UniKasselTransfer und UNIKIMS, auf die neue Einrichtung. Am Rande des Kasseler Campus soll sie nicht nur das Leistungsangebot eines technologieorientierten Gründerzentrums offerieren, sondern darüber hinaus auch als Innovations- und Technologietransferzentrum agieren. Gemeint sind damit Dienstleistungen inklusive Managementtools für erfolgsorientierte Technologieentwicklungen wie FuE-Kooperationen, Innovations- und Wissensmanagement, Anwendungszentren und Patentservices, aber auch ein Qualifizierungs- und Bildungsbereich hinsichtlich Recruiting, Weiterbildung oder dualem Studium.

Wahrscheinlich in 2010, spätestens aber 2011, werde das Science Park Center, nach der gegenwärtigen Planung seine Arbeit aufnehmen können, meint Thilo von Trott zu Solz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH. Auf nicht weniger als rund 9000 Quadratmetern stünden dann in transferrelevanten Infrastrukturen zahlreiche Büro-, Labor- und Veranstaltungsräume sowie eine Halle zur Verfügung. Die Gesamtinvestition von etwa 17 Millionen Euro werde durch 6,4 Millionen Euro von der Stadt Kassel sowie voraussichtlich über EFRE-Fördermittel und eventuelle Fremdfinanzierung gesichert.

„Das Angebot wird so attraktiv sein, dass es zahlreiche Interessenten geben wird“, ist sich von Trott zu Solz bereits jetzt sicher. Sein Optimismus stützt sich nicht nur auf eine Machbarkeitsstudie des Unternehmens ExperConsult sowie ein Zweitgutachten vom Technologiezentrum Dortmund. Auch der Erfolg und die Resonanz von UniKasselTransfer belegen die große Akzeptanz einer Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Kassel.

Wichtig ist für Dr. Oliver Fromm nicht zuletzt, dass sich das Leben und Arbeiten in dem neuen Standort dynamisch entwickelt. „Es soll nicht nach einem Jahr voll sein und sich nichts mehr bewegen. Keiner soll dauerhaft bleiben“, ist seine Vision vom Science Park Center, das gerade durch seine ständige Flexibilität lebendig bleiben und interessante Inspirationen garantieren soll. Generell seien keine bestimmten Themenschwerpunkte vorgegeben. Es sei aber davon auszugehen, dass es bereits zum Start spiegelbildlich zu einem Forschungsschwerpunkt der Universität auch einen größeren Anwendungsbereich im Science Park Center geben wird.

Das Infrastrukturprojekt sei ein weiterer Meilenstein im Hochschulkonzept. Denn gerade dem Wissenstransfer messe die Universität Kassel strategische Bedeutung zu und sehe ihn als Standardaufgabe einer modernen Hochschule an. Wenn eine Universität den gesellschaftlichen und damit wirtschaftlichen Ansprüchen mit dem Ziel von Wissens- und Technologieverwertung gerecht werden wolle, so müsse die Lücke zwischen den Erkenntnissen der mittel- und langfristigen Forschung und den eher kurzfristigen, lösungsbezogenen Perspektiven von Unternehmen geschlossen werden. Ihre Rolle als zentraler Akteur im regionalen Innovationssystem wolle die Uni Kassel auch durch das Science Park Center deutlich machen.

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