Von der Scheune zum Weltmarktführer – Spangenberger Wikus-Sägenfabrik feiert 50-jähriges Jubiläum

Daumen hoch: Wilhelm H. Kullmann und Dr. Jörg H. Kullmann leiten das Spangenberger Familienunternehmen.

Daumen hoch: Wilhelm H. Kullmann und Dr. Jörg H. Kullmann leiten das Spangenberger Familienunternehmen.

Nordhessen hat wenig zu offerieren? Von wegen! Ein glänzendes Beispiel für geballte Kompetenz und technisches Know-how bietet Wikus. Das Familienunternehmen, 1958 von Wilhelm H. Kullmann im so genannten Stall von Bethlehem, einer Spangenberger Scheune, gegründet, ist in den vergangenen fünf Jahrzehnten ständig gewachsen. Heute präsentiert sich der Produzent von Sägebändern als Weltmarktführer.

Mit mehr als 65 Vertriebsstandorten ist Wikus auf allen Kontinenten vertreten. Die Zielgruppen reichen von der Stahlerzeugung und dem Stahl-handel über die Automobilindustrie und den Maschinenbau bis hin zur Offshore-Technik, Luft- und Raumfahrtindustrie und der Solarbranche.

Die Präzisions-Sägenbänder der Spangenberger werden speziell auf die Anforderungen der Kunden und deren Anwendungsgebiete zugeschnitten. Es geht dabei um vier Produktgruppen: Werkzeug-stahl, Bimetall, Hartmetall und diamantbestreute Sägebänder. Ergänzend werden Präzisions Kreissägeblätter angeboten, die die Nordhessen zusammen mit der Firma AKE herstellen und verkaufen.

„Wikus ist Technologieführer mit Qualität, Kundenzufriedenheit und Ertrag. So lautet unser Leitsatz und Ziel“, erklärt Marketing-Leiterin Claudia Kaiser. Seine führende Marktposition verdankt ihr Unternehmen ständigen Innova-tionen sowie den hohen Qualitätsstandards der Produkte.

Ein Blick zurück: Im Oktober 1958 gründet Wilhelm H. Kullmann sein Haus. Produziert werden Metallbandsägen aus Werkzeugstahl. Zwei Jahre später entsteht das erste Firmengebäude. 1970 erschließen die Spangenberger neue Märkte in Südamerika. Mitte der 80er-Jahre ist die Belegschaft bereits ist auf 132 Mitarbeiter gewachsen. 1988 rücken Diplom-Kaufmann Rolf Kullmann und Diplom-Ingenieur Dr. Jörg H. Kullmann an die Spitze vor.

1994 erhält Wikus als erster europäischer Sägebandhersteller das Zertifikat für das Qualitätssicherungssystem nach DIN EN ISO 9001. Ein Jahr später wird der neue Verwaltungstrakt samt Versandabteilung einge-weiht. Die Mannschaft zählt mittlerweile 342 Belegschaftsmitglieder.

2003 avanciert Wikus zum größten Säge-bandhersteller Europas mit über 400 Beschäftigten. Entwickelt und produziert werden Sägebänder mit Schneidstoffen aus Werkzeugstahl, Bimetall, Hartmetall und Diamant.

2005 wird die so genannte Futura-Halle um 4.500 m² Produktionsfläche erweitert. Im folgenden Jahr startet Wikus die Kooperation mit AKE in Balingen. Die Präzisionskreissäge-Blätter „Wikus by AKE“ werden erfolgreich in den Markt eingeführt. Ein schwerer Schlag trifft das Haus: Im Alter von 49 Jahren stirbt der kaufmännische Geschäftsführer Rolf Kullmann.

2008 folgt der Neubau der Halle 9 mit 7.000 m² Produktionsfläche. Dort wird auch das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Alle aktiven und ehemaligen Mitarbeiter sowie sämtliche weltweiten Vertre-tungen werden dazu eingeladen. Nach dem Festakt und der festlichen Abendgala können auch die Angehörigen der Belegschaft die Firma näher kennen lernen. Beim Familientag sind Spiel und Spaß für die Kleinen Trumpf. Rundgänge durch die Produktion sowie Musik und Comedy-Acts ergänzen das Programm.

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