Strom im Win-Win-Prinzip

Kirchner Solar Group investiert in ein Solarcenter zur dualen Ausbildung in Uganda

Feuerholz und Holzkohle werden in Uganda von nahezu der gesamten Bevölkerung verwendet. Strom dagegen ist Mangelware, in den ländlichen Gebieten haben gerade mal sechs Prozent der Bevölkerung Zugang zu elektrischer Energie. Einer der Gründe, weshalb weite Teile der Menschen ineffektiv und unproduktiv arbeiten, und so mit ihrer Arbeit kaum ihren Lebensunterhalt decken können. Strommangel herrscht auch in Krankenhäusern und Schulen. Dies behindert die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie den technischen Fortschritt. Dagegen verfügt Uganda über riesige Potenziale bei der Solarenergie, es fehlt jedoch an eigener Fachexpertise, Ausbildung, Technologie und Investitionsbereitschaft, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

 Durch Stromerzeugung mittels PV-Module erschließen sich die Menschen Lebensqualität. Foto: Kirchner Solar Group

Durch Stromerzeugung mittels PV-Module erschließen sich die Menschen Lebensqualität. Foto: Kirchner Solar Group

Durch Engagement in Afrika Chancen nutzen
Die Kirchner Solar Group (KSG) als international tätiger Hersteller und Projektierer von Solarlösungen realisiert in Afrika große Solar-Energieversorgungsprojekte und nutzt das Solarstrom-Potenzial Ostafrikas, um vielen Menschen einen zeit- und kosteneffizienten Zugang zur sauberen und verlässlichen Stromversorgung zu ermöglichen. Die KSG möchte mit eigenen, lokal angepassten Produkten und Dienstleistungen kompetenter Partner und Impulsgeber einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in Uganda sein, und dies zum Nutzen aller. Eine klassische Win-Win-Situation.

Eins der Projekte soll neben der Bereitstellung von Energie die Stromversorgung für Mobilfunkmasten durch Photovoltaik sicherstellen. Herzstück dieses Vorhabens sind von der KSG konzipierte modular aufgebaute, netzunabhängige Solar-Generatoren, die Solar_Genset, mit einer Leistung von bis zu 22 Megawattstunden Solarstrom pro Jahr. Seit November 2012 wird am Standort Nakawomeka der Mobilfunkmast mit Solarstrom bislang störungsfrei betrieben. Dadurch spart der Mobilfunk-Betreiber monatlich über 1.800 Liter Diesel, denn vorher wurde der Strom durch Generatoren teuer erzeugt. Auch die Menschen der 100 Haushalte im nahen Dorf Kabunyata spüren eine stetige Verbesserung ihrer Lebensbedingungen durch den Solarstrom, der über ein Inselnetz zu ihren Hütten transportiert wird. Die Menschen sind dankbar, dass sie nicht mehr die Giftstoffe der Kerosinlampen einatmen müssen, ihre Kinder Abends lernen können und sich die Sicherheit durch beleuchtete Wege verbessert hat.

Eröffnung eines Solarcenters
Um den Solarmarkt in Uganda zu entwickeln, hat die KSG in den Bau eines Ausbildungs- und Trainingszentrums für Solartechniker investiert. Seit Beginn des Jahres bildet die KSG bis zu 80 Auszubildende pro Jahr zu Solarteuren (Fachkräfte für Solartechnik), Solarmechanikern und Solarvertriebsleuten, aber auch zu Schlossern, Schweißern und Maschinenführern dual aus. Die Azubis werden auf dem Ausbildungsgelände für ihre Ausbildungszeit von bis zu sechs Monaten untergebracht und verpflegt. Nach erfolgreichem Abschluss haben alle Absolventen die Chance, von der Kirchner Solar Uganda Ltd. in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

Das neue KSG-SolarCenter in Uganda. Foto: nh

Das neue KSG-SolarCenter in Uganda. Foto: Kirchner Solar Group

Mit Kunden zur Eröffnung in Uganda
Mit 70 ihrer Kunden reisten Vertreter der KSG im November 2013 nach Uganda, um am 21. das Solarcenter in der Nähe von Luwero zu eröffnen. Die Folgen des Centers sind deutlich. Schon jetzt haben erste Umstrukturierungen der lokalen Wirtschaft dank der kontinuierlichen Stromversorgung stattgefunden. Kleine Geschäfte wurden gegründet sowie Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe wie eine Maismühle und eine Schweißerei.

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