Den Wandel aktiv gestalten

Zukunftsforum Energiewende
Mit kommunalen und regionalen Akteuren sowie Vertretern aus Bürgerenergie, Wissenschaft und Wirtschaft, kommen Ende November die entscheidenden Gestalter der Energiewende in Kassel zusammen.

Windkraft und Photovoltaik prägen das Bild in Nordhessen. Foto: ©Paavo Blåfield / deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V

Windkraft und Photovoltaik prägen das Bild in Nordhessen. Foto: ©Paavo Blåfield / deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V

Am 28. und 29. November 2017 findet das Zukunftsforum Energiewende zusammen mit dem 78. ANS Symposium in der documenta-Halle Kassel statt. Damit ist die Veranstaltung mit 500 Teilnehmern das bundesweit größte Expertentreffen zu erneuerbaren Energien, Klimaschutz, Energieeffizienz und Elektromobilität in Kommunen und Regionen.
Im Blick der Klimapolitik

Die Energiewende spielte im Wahlkampf in der öffentlichen Wahrnehmung keine große Rolle. Dies wird sich in den nächsten Wochen nicht nur durch die Koalitionsverhandlungen ändern. Auch als Gastgeberland der UN-Klimakonferenz steht Deutschland im Blick der internationalen Klimapolitik. Während in Bonn über die globalen Rahmenbedingungen gesprochen wird, werden beim Zukunftsforum Energiewende unter dem Motto „Bring Deine Energie für den Wandel ein!“ die bisherigen Erfolge der lokalen Energiewende präsentiert und zugleich die kommenden Herausforderungen diskutiert und Lösungswege aufgezeigt.

Kommunale Partner entscheidend
Der Transfer von Wissen und Erfahrungen rund um die Gestaltung des Wandels in Städten, Gemeinden und Regionen steht daher im Mittelpunkt des zweitägigen Zukunftsforums. Die Energiewende bedeutet auch einen Wechsel weg von zentraler hin zu dezentraler Erzeugung. Daher sind Akteure aus kommunalen Institutionen wie Kommunalverwaltungen und Stadtwerken entscheidend für das Gelingen der Energiewende.

Strom, Wärme und Mobilität
Über einhundert Referenten tauschen sich in mehr als dreißig Foren und Workshops gemeinsam mit den Teilnehmern zu den Themen Strom, Wärme und Mobilität bis hin zu neuen Geschäftsmodellen, Arbeitsplätzen und Förderprogrammen aus. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, welches die kreative Seite der Energiewende sowie die globale Komponente betont und Startups die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Ideen bietet. In der Fachausstellung stehen Unternehmen, Fördermittelgeber und andere Organisationen zum Gespräch über neue Projekte bereit.

Aktive Veranstaltungspartner
Neben deENet und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung bringen sich mit dem House of Energy, adelphi, der Agentur für Erneuerbare Energien, dem Arbeitskreis zur Nutzung von Sekundärrohstoffen und für Klimaschutz (ANS), der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV und dem Klima-Bündnis als Veranstaltungspartner aktiv ein. Das Service und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz beim Difu, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das BBEn sowie das Regionalmanagement NordHessen bestärken als Kooperationspartner diese bundesweite Perspektive. atmosfair, foodsharing.de und greenjobs bieten als weitere Kooperationspartner eine nachhaltige Durchführung.

Weitere Informationen unter
www.zukunftsforum-energiewende.de

Auf den Spuren der kommunalen Energiewende
Fokus: Elektromobilität, energetische Stadtsanierung, Photovoltaik, Hochwasserschutz, Flexibilisierung Biogas und Nahwärmenetz
Angeboten wird im Rahmen des Zukunftsforums Energiewende auch eine Exkursion nach Baunatal, wo zunächst das in diesem Jahr fertiggestellte Hochwasser-Rückhaltebecken in der Hunsrückstraße in Augenschein genommen werden soll. Das über fünf Millionen Euro teure Rückhaltebecken ist das letzte Puzzleteil einer umfänglichen Hochwasserschutzstrategie mit unterschiedlichen Bausteinen. Im Anschluss führt die Exkursion zu der Schnelladestation bei dem Einkaufsmarkt Ratio Land. Die Schnelladestation ist durch eine Kooperation der Stadt Baunatal mit dem Ortsansässigen Volkswagenwerk und dem Ratio Land entstanden. Das VW-Werk ist das Leitwerk für Elektromobilität im Konzern, daher hat die Elektromobilität in der Stadt Baunatal einen hohen Stellenwert.

Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk
Als letzter Halt wird die Biogasanlage des Langenberghofes angefahren. Die Biogasanlage wurde im Jahr 2016 flexibilisiert. Die Anlage wurde mit einem zusätzlichen BHKW ausgestattet, Umbaumaßnahmen am Fermenter mussten ausgeführt werden und eine Holzhackschnitzel-Zusatzfeuerung wurde installiert, um das angeschlossene Nahwärmenetz zuverlässig mit Wärme zu versorgen. Entlang der Strecke werden eine nachgeführte Freiflächen-PV-Anlage, LED-Straßenbeleuchtungen, eine Fassaden-Photovoltaik-Anlage, ein Ladesystem für Elektrofahrzeuge für Großparkplätze, ein Musterbaugebiet sowie ein Alten- und Pflegeheim mit einem innovativen Energiekonzept gezeigt.

Während der Fahrt werden Erläuterungen zu dem in der Innenstadt und am Baunsberg durchgeführten energetischen Quartierskonzept gegeben.

Kompetenz und Konsequenz
Die Region Nordhessen steht für hohe Kompetenz bei erneuerbaren Energien und eine konsequentes Vorantreiben der Energiewende. Veranstaltungen wie das Zukunftsforum Energiewende des deENet sind dabei ein maßgeblicher Baustein und verstärken die bundesweite Wahrnehmung für die Region.

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