Jérôme Kassel

Kassel und Kurhessen königlich erleben


Alle Beiträge dieses Autors

Die Ermöglicherin

7. August 2018 | Von | Foto: Christian Malsch – von Stockhausen | Kategorie: Feuilleton 
Foto: Christian Malsch – von Stockhausen

Wie erfreulich: Mit Dr. Sabine Schormann wird ab Herbst eine ehemalige Kollegin die Geschäfte der documenta regeln. War die 55-jährige Kunsthistorikerin doch, wie der Autor dieser Zeilen, ebenfalls an der Vorbereitung der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover beteiligt, als Leiterin der dortigen Ausstellungen »Planet of Visions« und »Das 21. Jahrhundert«.



„Alle Dämme gebrochen“

2. August 2018 | Von | Foto: (c) Jonas Maron | Kategorie: Feuilleton 
Autorin Monika Maron (2013). Foto: (c) Jonas Maron

Ein Interview mit der Schriftstellerin und Kleist-Preisträgerin Monika Maron:



Eine heimliche Biennale

28. Juni 2018 | Von | Foto: Jan Hendrik Neumann | Kategorie: Feuilleton 
Klangkunst und Performance: Axel Kretschmer mit einem seiner selbstentworfenen Instrumente. Foto: Jan Hendrik Neumann

Impressionen vom 7. Kasseler Atelierrundgang: Wie die Erfahrung lehrt, begegnet man nicht allzu oft jemandem, dem Begrifflichkeiten wie „rabulistisch“ so federleicht von der Zunge gehen und der auch darüber hinaus mit bestechender Eloquenz in der Lage ist, seine Besucher für Stunden in den Bann zu ziehen, bei geradezu soghaften Gesprächen über das Leben, die Lage der Nation und die der Kunst im Besonderen, einschließlich dezidierter, mitunter nachhaltig provokant gesetzter Positionen.



Der Vater des Herkules

22. Juni 2018 | Von | Foto: Jan Hendrik Neumann | Kategorie: Gesellschaft 
Foto: Jan Hendrik Neumann

Fridericianum: Landgraf Carl in Hessen und Europa. Warum eigentlich erst jetzt, ist man geneigt zu fragen, warum wird dem Wirken Landgraf Carls von Hessen-Cassel, einem der bedeutendsten Fürsten der Barockzeit und zugleich wichtigsten Potentaten in der Geschichte Hessens, insbesondere Kassels, so spät die gebührende Referenz erwiesen?



Warten auf Poteau

2. Juni 2018 | Von | Foto: mhk/Harry Gugger Studio Ltd. Basel | Kategorie: Feuilleton 
Visualisierung des geplanten Neubaus. Foto: mhk/Harry Gugger Studio Ltd. Basel

Seit zehn Jahren ohne eigenes Haus: Das Deutsche Tapetenmuseum
Ein Museum zu leiten, das keine eigenen Räumlichkeiten hat, ist sicher keine ganz leichte Aufgabe – und vermutlich auch keine sehr befriedigende, selbst wenn man dafür großzügig alimentiert wird. Denn was fängt man an mit all seinen Schätzen, wenn man sie niemandem zeigen kann, oder wenn, dann nur temporär, und das auch noch in wechselnden Ausweichspielstätten? Dieser Herausforderung musste sich die Sammlung Volkskunde des Hessischen Landesmuseums jahrzehntelang stellen, bevor es nach dessen grundlegender Neugestaltung (2008–2016) erstmals möglich war, die Präziosen der Sammlung einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.



Der letzte Walzer

12. Mai 2018 | Von | Foto: Mario Zgoll | Kategorie: Stadt 
Das letzte große Konzert im Ballsaal des Hotels Reiss gaben – umjubelt und vor ausverkauftem Haus – die »Puppini Sisters« aus London, hier mit ihrer Begleitband und Veranstalter Markus Knierim (3.v.r.). Foto: Mario Zgoll

Hotel Reiss: Ballsaal Ade
Es gab schon viele Zitterpartien um seinen Erhalt, doch nun ist das Ende da: Der Ballsaal des »Hotel Reiss«, einer der geschichtsträchtigsten, bislang noch erhaltenen Veranstaltungsräume der Stadt, in dem einst Filmstars ihre Premieren feierten, wird endgültig abgerissen. Nach seiner Renovierung und Neueröffnung 2012 blieb der Zulauf deutlich unter den Erwartungen der Investoren und Rettungsversuche seitens der Stadt gab es nicht. Doch mit Konzerten, Partynacht und großem Orchesterball sorgte zumindest Veranstalter Markus Knierim für einen glorreichen Abschluss dieser Ära Stadtgeschichte.



Schätze aus dem Fundus

21. April 2018 | Von | Foto: Jan Hendrik Neumann | Kategorie: Stadt 
Stadtmuseumsdirektor Dr. Kai Füldner live und in der Karikatur, angefertigt von der weit über Kassels Grenzen hinaus bekannten Künstlerin Lucy Hobrecht. Foto: Jan Hendrik Neumann

Stadtmuseum: Kasseler Persönlichkeiten und ihr Wirken
„Das ist ja …! Goldene Schuhe, rotes Cape! Was ist denn das für eine?“ So seien seine ersten Gedanken gewesen, als er vor drei Jahren im Depot des Museums das gemalte Porträt von Sophie-Luise Kessler-Lindemann (1899–1989) entdeckte, berichtet Dr. Kai Füldner, Direktor des Kasseler Stadtmuseums. Ausgehend von dieser schönen, noch Unbekannten, fasste er daraufhin den Plan, das Andenken an all jene zu erneuern, die, in welcher Form auch immer, in der Geschichte Kassels eine Rolle gespielt hatten und nun, mitsamt ihren Hinterlassenschaften, im Dornröschenschlaf des Depots lagen. Im Herbst 2016 begannen die Nachforschungen für die aktuelle Ausstellung,



Hier ist ein Mensch

10. Januar 2018 | Von | Foto: Mario Zgoll | Kategorie: Stadt 
Volker Westerbarkey (Mitte), Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, nimmt die Auszeichnung aus den Händen von Bernd Leifeld (links) und Dieter Mehlich vom Vorstand des Bürgerpreises entgegen. Foto: Mario Zgoll

Kasseler Bürgerpreis: Das Glas der Vernunft für Ärzte ohne Grenzen
Nach Johan Jørgen Holst und Terje Rød-Larsen (1994), Beate Langmaack, Heike Richter-Karst und Kai Wessel (2001), Hans-Georg Raschbichler und Dieter Spethmann (2003) und der Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands (2007) hat mit der 1971 von zwölf Ärzten und Journalisten gegründeten Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen statt einer verdienten Einzelperson erneut eine ganze Gruppe den mit den Idealen der Aufklärung verbundenen, von engagierten Kasseler Bürgern 1990 unter dem Eindruck des Falls der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung ins Leben gerufenen Kasseler Bürgerpreis Das Glas der Vernunft erhalten.



Gegen alle Widrigkeiten

28. August 2017 | Von | Foto: Uwe Thon | Kategorie: Stadt 
Agnes Denes schuf die „Living Pyramid“. Foto: Uwe Thon

Nach Athen: documenta 14 auf Zielkurs
Die magische Millionengrenze – wird sie nun endlich überschritten? Alles deutet darauf hin. Denn waren es bei der ersten, von ihrem Gründer Arnold Bode ausgerichteten documenta von 1955 noch vergleichsweise bescheidene 130.000 Besucher, die sich zur seither weltgrößten Ausstellung für zeitgenössische Kunst einfanden – und das quasi nur als Nebeneffekt der zeitgleich ausgerichteten Bundesgartenschau –, so schnellte diese Zahl mit jeder weiteren Schau kontinuierlich in die Höhe, bis auf 860.000 Besucher, die 2012 nach Kassel gezogen wurden durch die von Carolyn Christov-Bakargiev konzipierte Documenta 13.



Von Athen lernen? documenta 14: Museum der 163 Tage

1. Juni 2017 | Von | Foto: (c) Ryszard Kasiewicz | Kategorie: Region 
2017 das Wahrzeichen der documenta 14 (hier im Aufbau): der dem Athener Parthenon nachempfundene »Tempel der verbotenen Bücher«, nun erstmals in Originalgröße. Foto: (c) Ryszard Kasiewicz

Um Gottes Willen, nein, erwiderte mir vor einigen Jahren der Feuilleton-Chef einer großen deutschen Tageszeitung, als ich ihm einen Bericht über die gerade im Fridericianum stattfindende Ausstellung des Kölner Konzeptkünstlers Hans Haacke anbot. Haacke, obgleich international renommiert sowie u.a. dreifacher documenta-Teilnehmer, war ihm scheinbar zu offensiv politisch für seine eher an tradierter Kunstauffassung orientierte Leserschaft. […]